18.11.2022, 15:00 Uhr

Medizinisches Cannabis

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ADHS Diagnose mit Cannabis lindern

Man geht davon aus, dass ADHS die Folge einer zu geringen Menge an chemischen Stoffen im Gehirn, den sogenannten Neurotransmittern, ist. Bei der Diagnose ADHS können Medikamente die Menge dieser Stoffe erhöhen und somit die Symptome lindern. Solche ADHS-Medikamente haben allerdings oftmals Nebenwirkungen wie Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Reizbarkeit. Ein guter Grund, nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Medizinisches Cannabis kann eine solche Alternative sein! Was ADHS ist, welche Medikamente ADHS unterdrücken und wie med. Cannabis bei ADHS helfen kann, liest Du hier.

Was ist ADHS?

ADHS, kurz für Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, ist eine der am häufigsten diagnostizierte neurologische Entwicklungsstörung im Kindesalter. Sie wird in der Regel erstmals in der Kindheit erkannt und dauert oft bis ins Erwachsenenalter an. Menschen mit der Diagnose ADHS können Schwierigkeiten haben, aufmerksam zu sein und impulsive Verhaltensweisen zu kontrollieren, indem sie handeln, ohne über die Folgen nachzudenken. Zudem kennzeichnend für ADHS ist eine übermäßige Aktivität und scheinbar unerschöpfliche Energie.

Die drei Hauptsymptome bei ADHS:
-Aufmerksamkeitsstörungen
-Hyperaktivität
-Impulsivität

Typische Nebensymptome bei ADHS Patienten sind zum Beispiel: Desorganisation und emotionale Symptome (schnelle Stimmungswechsel, verminderte Belastbarkeit bei Stress etc.).


Es ist völlig normal, dass gerade Kinder manchmal Probleme haben, sich zu konzentrieren und sich zu benehmen. Kinder mit ADHS allerdings entwachsen diesen Verhaltensweisen nicht einfach. Eine ausgeprägte ADHS kann Alltag und Leben des Kindes und das seiner Familie enorm beeinträchtigen: Da sich Kinder oft nicht nach der gängigen Erwartungshaltung benehmen, ecken sie oft an und benötigen viel Aufmerksamkeit. Manche Kinder mit ADHS haben auch ein auffälliges Sozialverhalten und neigen zu übergroßen Ängste oder Depressionen. Die Symptome von ADHS können also Schwierigkeiten im sozialen Umfeld und somit in der eigenen Psyche verursachen.

Kritisch wird es vor allem, wenn die Symptomatik bis ins Erwachsenenalter anhält. Hyperaktives und impulsives Verhalten paart sich oftmals mit ausgeprägter Unaufmerksamkeit. Betroffenen fällt es schwer, Aufgaben zu organisieren oder zu beenden, auf Details zu achten oder Anweisungen und Gesprächen zu folgen. Sie lassen sich leicht ablenken oder vergessen Bestandteile der täglichen Routine. Erwachsene mit ADHS haben dabei auch häufig Probleme auf der Arbeit oder in Beziehungen. Durch die andauernde Unruhe im Körper fällt es ihnen schwer, lange stillzusitzen und auch Probleme mit der eigenen Impulsivität treten auf. Hyperaktivität kann sich im Erwachsenenalter auch als extreme Unruhe äußern.
Die Ursachen und Risikofaktoren für ADHS sind nicht bekannt, aber die aktuelle Forschung zeigt, dass die Genetik eine wichtige Rolle spielt.

Medikamente unterdrücken ADHS-Symptome

ADHS-Medikamente verändern das Zusammenspiel bestimmter Botenstoffe im Gehirn, genannt Neurotransmitter. Die Konzentration und Wirkungsdauer der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin wird beispielsweise verändert. Die Symptomatik wird somit in der Regel rasch künstlich reduziert.


Nun wirken pharmazeutische Medikamente selten ohne Nebenwirkungen. So kann es zu erhöhter Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen kommen. Zudem ist der dauerhafte chemische Eingriff in den zerebralen Stoffwechsel durch Medikamente für viele Betroffene auch nicht wünschenswert. Auch Fehldiagnosen sind hier keine Seltenheit. Sie suchen nach Alternativen.

Wie Cannabis bei ADHS-Symptomen helfen kann

Cannabis bei ADHS
Wie Cannabis bei ADHS-Symptomen helfen kann

Um zu verstehen, wie Cannabis bei ADHS-Symptomen helfen kann, ist es wichtig, die beiden Bestandteile von Cannabis zu kennen:
Tetrahydrocannabinol (THC): THC ist eine psychoaktive Komponente, die den mit Cannabis assoziierten „Rausch“ verursacht. Es wirkt auf die Bereiche des Gehirns, die Konzentration, Koordination und Reaktionszeit steuern. Es begünstigt unter anderem die Ausschüttung von Dopamin, einem Botenstoff im Gehirn, der auch bei ADHS im Gespräch ist. Zudem wirkt THC appetitanregend, was einer der häufigsten Nebenwirkung von ADHS-Medikamenten, der Appetitlosigkeit, entgegenwirken würde.

Cannabidiol (CBD): CBD ist ein nicht psychoaktiver Bestandteil von Cannabis. Er erhöht den Blutfluss zum Hippocampus, dem Bereich des Gehirns, der unsere Gedächtnisfähigkeit und Emotionen beeinflusst. CBD trägt nachweislich zur Regulierung der Gehirnaktivität bei und hat eine entspannende Wirkung. Es wirkt Schlafstörungen entgegen, eine der meistgenannten Nebenwirkungen von ADHS-Medikamenten.


Beim Konsum von Cannabis nimmt man sowohl THC als auch CBD auf – je nach Sorte in unterschiedlichen Konzentrationen. Die Wirkung von THC ist am ehesten anhand der Veränderungen der Emotionen und der Kognition spürbar. CBD wirkt sich vor allem auf die Entspannung des Körpers aus und zeigt auch einen heilsamen Effekt bei Entzündungen.

Mehr Informationen liest Du auch hier.

Positive Effekte bei Cannabis und der ADHS-Symptomatik

Viele erwachsene ADHS-Patienten berichten über eine erhöhte Effizienz bei der Bewältigung von Aufgaben in der Schule oder bei der Arbeit, während sie Cannabis
konsumieren. So verbessere Cannabis die Aufmerksamkeit und helfe bei der Verringerung der Hyperaktivität.


Eine qualitative Studie von 2016 analysierte 401 Beiträge aus Online-Foren. Trotz des Mangels an klinischen Beweisen, die die Verwendung von Cannabis für Menschen mit ADHS unterstützen, konnte hier erkannt werden, dass die Verwendung von medizinischem Cannabis vielen ADHS-Betroffenen eine alternative Hilfe zur Linderung ihrer Symptome bieten kann. So berichten viele Anwender von einer Erhöhung der Aufmerksamkeit und einer Verringerung der Hyperaktivität. Unliebsame Nebenwirkungen der ADHS-Medikamente, wie Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen, nehmen laut der Einträge mit dem Konsum von medizinischem Cannabis ab. In den Erfahrungsberichten ist zudem eine Abnahme von Depressionen zu finden.


Auch eine Studie aus dem Jahr 2021 mit 1.738 Studenten ergab klar, dass der Konsum von Cannabis die ADHS-Symptome verbesserte und die Nebenwirkungen der ADHS-Medikamente, wie Reizbarkeit, verringerte.


Die meisten Forschungsarbeiten, die sich für Cannabis bei ADHS aussprechen, zeigen die Vorteile von CBD, sodass eine Cannabissorte mit einem höheren CBD-Anteil bei der Medikation von Vorteil wäre. In unserem Shop, geordnet nach Sorte, findest Du das ideale medizinische Cannabis für Deine Therapie.

Sprich mit Deinem Arzt

Sprich mit einem Arzt Dr. Ansay

Solltest Du ADHS Patient sein und Interesse haben Deine konventionelle Therapie mit Cannabis zu begleiten oder gar zu ersetzen, sprich mit Deinem Arzt. Die Cannabis-Therapie gewinnt mehr und mehr an Anerkennung und Ärzte werden immer offener für diese Themen. Fehldiagnosen werden weniger und die Behandlungsmethoden gezielter und effektiver.


Du kannst Dich auch einfach zu einer unserer kostenlosen Online-Q&A’s anmelden und unverbindlich jede Frage an unseren Cannabis-Arzt loswerden, die Dir vielleicht auf der Seele brennt. Egal, welche Diagnose Dich beschäftigt. Ein Cannabis-Rezept ist ebenfalls unkompliziert bei uns erhältlich.


Die alternative Behandlungsmethode bei ADHS mit medizinischem Cannabis verschafft vielen Betroffenen also eine eindeutige Verbesserung ihrer Symptome. CBD ist hier der Wirkstoff, der die meisten positiven Effekte auf ADHS-Anzeichen aufweist. Und medizinisches Cannabis kann noch mehr. Stöbere gern in unserem Blog und finde noch zahlreiche weitere Anwendungsgebiete.

Wir wünschen Dir beste Gesundheit!


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Weitere Blogartikel zu diesem Thema:

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.