Irrglaube verursacht 100x mehr Schaden als Blaumacher

Inhalt

Wenn Mitarbeitende trotz Erkrankung bei der Arbeit erscheinen, kann das mehr Kosten für den Arbeitgeber zur Folge haben, als bei einem temporären Ausfall entstünden. Warum Du Deine Mitarbeiter darin bestärken solltest, eine Krankheit mit einer DrAnsay AU zu Hause auszukurieren, erfährst Du hier.

1 praesentismus au schein dransay krank krankgeschrieben

Präsentismus, auch als „krank zur Arbeit gehen“ bezeichnet das Verhalten von Beschäftigten, trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz zu erscheinen und ihre Aufgaben wahrzunehmen. Präsentismus kann zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen und für Dich als Arbeitgeber einen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Durch Unproduktivität von krank arbeitenden Angestellten und möglichen Langzeitausfällen entstehen doppelt so hohe Kosten, als durch temporär krankgeschriebene Mitarbeiter. Unternehmen sollten ein Interesse daran haben, das Thema Präsentismus auf betrieblicher Ebene anzugehen, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Gründe für erhöhten Präsentismus

Arbeitsbezogene Faktoren, wie anspruchsvolle Arbeitsanforderungen und -menge, ausgeprägte Arbeitszeiten, viele oder herausfordernde Kunden, Unterbesetzung, Arbeitskonflikte, Übernahme von Führungsaufgaben und Diskrepanzen zwischen Arbeits- und Familienleben, können zu einem hohen Präsentismus führen.

Organisationale Faktoren wie Vorerfahrung mit Diskriminierung, Vertrauensbruch und Bedrohungen, Arbeitsplatzunsicherheit und strenge Anwesenheitspolitik können ebenfalls zur Präsenz trotz Krankheit beitragen.

Personenbezogene Faktoren wie hohe Arbeitszufriedenheit, hohe emotionale Bindung an die Organisation, hohes Arbeitsengagement, emotionale Erschöpfung und Stress, hohe geschätzte Produktivitätsverluste, hohe finanzielle Belastungen und hoher Absentismus sind ebenfalls mit Präsentismus verbunden.

Es ist wichtig, diese Faktoren zu berücksichtigen, um als Arbeitgeber Präsentismus vorzubeugen und die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern.

Präsentismus verursacht doppelt so hohe Kosten

In einer Studie haben Maar und Fricker (2011) in Deutschland Kosten von etwa 2.400 Euro pro Jahr und Beschäftigten ermittelt, die aufgrund von Präsentismus entstehen. Diese Kosten entstehen durch eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Fehler und Unfälle der präsenten Beschäftigten. Sie sind damit fast doppelt so hoch wie die Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Iverson und Krause (2007) haben in Deutschland gesundheitsbedingte Produktivitätsverluste berechnet. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass 12 Prozent der Gesamtproduktivität von Unternehmen aufgrund von Gesundheitsproblemen verloren gehen. Davon entfallen doppelt so viele Verluste auf Präsentismus wie auf Absentismus, das Fernbleiben der Arbeit ohne krankheitsbedingte Begründung. Insgesamt verlieren Unternehmen in Deutschland nach dieser Studie 27 Tage im Jahr pro Beschäftigten durch Absentismus und Präsentismus.

Diese Studien belegen sehr klar, dass ein kranker Mitarbeiter am Arbeitsplatz wesentlich höhere Kosten verursacht, als ein krankgeschriebener Arbeitnehmer, der zu Hause bleibt.

Präsentismus mit nur 1-Klick entgegenwirken

Unternehmen können aktiv die Mitarbeitergesundheit fördern und diese bestärken Erholungszeiten zu nutzen und in Ruhe zu genesen. Auch eine Gleichbehandlung von Mitarbeitenden in Ausfallzeiten kann Mitarbeiterbindungen stärken und zu einem positiven Unternehmensklima beitragen. DrAnsay AU bietet Unternehmen hierfür 1-Klick-Lösungen für den Businessbereich an. Das Produkt Basic ist kostenfrei erhältlich, Unternehmen erhalten für ihre Mitarbeitenden 50% Rabattcoupons für die DrAnsay AU. Das Produkt Premium nutzen Unternehmen um vollständig Mitarbeitende zu unterstützen, sie zahlen auch die weiteren 50% der anfallenden Kosten für eine Online-Krankschreibung.

Mit den Online-Krankschreibungen ermöglichen Firmen Beschäftigten eine gute Versorgung von Zuhause aus und reduzieren zeitgleich umständliche Meldeverfahren, wie bei der eAU. Erfahre in unserem Beitrag, wieso Du die eAU boykottieren solltest und stattdessen die DrAnsay AU in Deine bewährten Arbeitsprozesse integrieren solltest.

Was Unternehmen darüber hinaus tun können

Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, ist ein Prozess, der darauf abzielt, die Gesundheit der Beschäftigten zu stärken, indem Belastungen abgebaut und Ressourcen gestärkt werden. Dazu gehören die Analyse, Planung und Durchführung von Maßnahmen sowie deren Evaluation auf allen Unternehmensebenen. BGM zielt auf die Führung des Unternehmens, die Unternehmenskultur, das Betriebsklima, die Qualifikation der Beschäftigten, die Arbeitsbedingungen und -organisation sowie das individuelle Verhalten ab und soll dazu beitragen, gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen und gesundheitsförderliches Verhalten zu fördern. Produktivitätseinbußen durch eingeschränkte Leistungsfähigkeit von kranken Beschäftigten können so verhindert werden.

2 praesentismus dransay krangeschrieben krankschreibung au schein

Eine vertrauensorientierte Unternehmenskultur, in der die Beschäftigten aller Hierarchien angstfrei miteinander kommunizieren können, kann ebenfalls dazu beitragen, die Präsentismusquote zu verringern. Eine solche Unternehmenskultur zeichnet sich durch Werte wie Vertrauen, Wertschätzung und Toleranz aus und fördert die Ausübung von Lob und konstruktiver Kritik. Es gibt ein fehlerfreundliches und angstfreies Klima, in dem fair und respektvoll miteinander umgegangen wird und in dem es gleiche Maßstäbe für alle gibt. Es gibt eindeutige Verhaltensregeln im Konfliktfall und eine Fehlerkultur, in der Fehler angesprochen werden können, ohne dass negative Konsequenzen drohen. Es gibt auch die Möglichkeit, informelle Gespräche zu führen und gemeinsame Freizeitaktivitäten und Gesundheitsförderungs-Kurse werden angeboten.

Eine nachhaltige Unternehmenskultur, die sich in gesundheitspolitischen Grundsätzen und Zielen sowie in Maßnahmen und Programmen zeigt, kann dazu beitragen, das Krankheitsverhalten der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen und Präsentismus auf Dauer vorzubeugen.

Für Unternehmen und Organisationen ist es sehr sinnvoll, in die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu investieren. Nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch aus ökonomischen Überlegungen, da es einen engen Zusammenhang zwischen der Gesundheit der Mitarbeiter und ihrer Produktivität gibt. Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlich florierende und erfolgreiche Unternehmen.

 213 Visitors

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Mehr zu diesen Themen findest Du auch auf unserem Instagram – oder Telegram Channel.

Hinweis: Dieser journalistische Beitrag ohne jegliche Haftung enthält keine Heilversprechen, Werbung oder ärztliche Beratung.

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.