22.07.2022, 09:50 Uhr

Mentale Gesundheit

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Mentale Gesundheit:
Warum du dich darum kümmern solltest

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Dass ausgewogene Ernährung, Sport und ein gesunder Lebensstil dazu beitragen, dass wir gesund sind, sollte jedem bewusst sein. Aber wie verhält es sich jedoch mit der Gesundheit unserer Psyche? Wie können wir uns gut um unsere mentale Gesundheit kümmern? Was mentale Gesundheit bedeutet, wie du deine mentale Gesundheit einschätzt und welche Entspannungstechniken dir zur Stressreduktion helfen, erfährst du hier.

Was genau bedeutet mentale Gesundheit?  

Mentale Gesundheit ist nicht nur das Fernbleiben von psychischen Erkrankungen. Mentale Gesundheit definiert zudem einen Zustand unserer Psyche, der uns auf die Veränderungen und Belastungen des Lebens optimal reagieren lässt, der uns stärkt und uns befähigt, das eigene Potenzial zu entfalten.

Weißt du, dass deine mentale Gesundheit auch maßgeblich die Gesundheit deines Körpers mitbestimmt? Wir alle kennen die Redewendungen
„Es ist ihm auf den Magen geschlagen“, oder „Es geht ihm an die Nieren“.
Diese kommen nicht von ungefähr. Denn unbearbeitete Traumata können einen erheblichen Anteil bei der Entstehung körperlicher Krankheiten haben. 

Du hast nur diesen einen Körper und es ist wichtig, deine eigene Gesundheit nicht anderen zu überlassen, sondern aktiv dazu beizutragen, dass es DIR gut geht. Regelmäßige sportliche Betätigung zum Beispiel kann den gesamten Bewegungsapparat positiv beeinflussen. Natürlich auch eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Genauso aber auch Gedanken, Hygiene, regelmäßige Entspannung und Stressreduktion. Denn hochaktives stetiges Stressgeschehen im Körper kann dauerhafte Entzündung, Energieverarmung in der Zelle und letztlich chronische körperliche Erkrankungen mit sich bringen. Studien zeigen, die enge Verknüpfung zwischen einem gesunden Geist und einem gesunden Körper.

Wie äußert sich Stress?

Viele kennen Stress: Job, Kinder, Zeitdruck – alles muss unter einen Hut gebracht werden. Der tägliche Zeitplan muss abgearbeitet, Verantwortlichkeiten gemeistert werden. Hier noch etwas helfen, da ein wenig kümmern. Und dann neigt sich der Tag auch schon dem Ende zu und ein Gefühl der Erschöpfung macht sich vielleicht breit. Fernseher, Ablenkung und schlussendlich Schlaf gleichen das scheinbar mehr oder weniger aus, denn am nächsten Tag muss man ja fit sein, für eine neue Runde im Stress – Karussell. 

Manchen fällt es dabei schwer, in der eigenen Mitte zu bleiben. Findet man sich eines Tages fern der selbigen, wird es mitunter problematisch sie wiederzufinden, wenn alles wie ein einziges Labyrinth erscheint. Die täglichen individuellen Herausforderungen, der anerzogene Leistungsdruck, der zusätzliche, oft künstlich erzeugte Optimierungswahn, der übervolle Terminkalender mit wenig Zeitinseln, die einzig und allein nur für einen selbst frei gehalten werden wollen, Familie, Versorgung, Verantwortung – all das lässt die Unerschütterlichkeit des Selbst manchmal heftig ins Wanken geraten. Ein seelisches und körperliches Gleichgewicht jedoch ist unabdingbar für physische und mentale Gesundheit. Aber wie schaffen wir ein solches Gleichgewicht in den turbulenten Wogen der alltäglichen Gezeiten?

Einschätzung der eigenen mentalen Gesundheit

Zuallererst ist es wichtig, den Grad deiner eigenen mentalen Gesundheit zu erkennen. Auf körperlicher Ebene gelingt uns das meist optimal. Wenn es an beliebiger Stelle schmerzt, ist klar, dass etwas nicht in Ordnung ist. Unregelmäßigkeiten im Stoffwechsel lassen sich auch oft durch körperliche Reaktionen erkennen. Die Dysbalance unserer geistigen Gesundheit hingegen bringt Symptome mit sich, die als solche oft gar nicht erkannt, lange ignoriert oder unterdrückt werden.

Zeitweilig glauben Betroffene, es sei ein normaler Zustand, worin die große Gefahr liegt, die eigene Gesundheit, sowohl mental als auch körperlich, völlig aus dem Fokus zu verlieren.  Menschen mit einer ausgewogenen mentalen Gesundheit erleben Gefühle von Zufriedenheit, können lachen und wissen, was es heißt, mit Lebensfreude durch den Tag zu gehen. Ein gesunder Umgang mit Stress, die Fähigkeiten sich an neue Gegebenheiten anzupassen, sowie erfüllende Beziehungen aufzubauen und zu bewahren gehören ebenso dazu, wie ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, eine gute Work-Life-Balance, zu schaffen. 

Selbstvertrauen und ein gesundes Selbstwertgefühl sind zudem Marker einer ausgewogenen mentalen Gesundheit. Der Umgang mit den alltäglichen Herausforderungen sollte wohlgestaltet sein, stressige Situationen, die jeder von uns kennt, wirken dann nicht überfordernd! Konflikte werden gelöst, ohne darunter zu leiden.

Stress reduzieren – Gesundheit fördern

Wir können aktiv ein solches Befinden gestalten. Wir sind nicht Opfer der Umstände, wir können allen möglichen Gegebenheiten gewachsen sein, wenn wir uns um diese Fähigkeiten kümmern und sie ausbauen. 

Aber welche Fähigkeiten sind das? Resilienz, auch Anpassungsfähigkeit, ist hier ein großes Thema. Sie beschreibt eine Fähigkeit des Menschen, auf Probleme und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens zu reagieren. Bei manchen von Natur aus mehr entwickelt als bei anderen, so ist sie doch erlernbar. Der Stressgrad zum Beispiel wird maßgeblich davon beeinträchtigt, wie ich mit dem Stress umgehe, inwieweit ich in der Lage bin, mein eigenes Verhalten an die Situation anzupassen. Es gibt auch Methoden, mit Stress besser umgehen zu können.

Wie Entspannungstechniken helfen

Sogenannte Entspannungstechniken, wie:

  • Meditation
  • Atemübungen
  • Autogenes Training
  • Arbeit mit Affirmationen
  • Coaching 

in deinen Alltag einzubauen, bieten eine sehr effektive Möglichkeit, mit Stress besser umgehen zu können. Insbesondere kurz die Augen schließen und dreimal tief ein- und auszuatmen fördert den Fokus auf die jeweilige Sache und kann auch verhindern, situationsbedingt komplett durchzudrehen. 

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Außerdem ist ein gesunder Lebensstil, guter Schlaf und Abgrenzung / Resilienz bedeutungsvoll, um Stress nachhaltig zu vermeiden. Auch medizinisches Cannabis und CBD-Produkte, können dabei helfen, das Stresslevel zu reduzieren und den Schlaf verbessern.

Denn gesunder und ausgewogener Schlaf fördert nicht nur das körperliche Wohl, sondern auch die mentale Gesundheit. Im Schlafzimmer auf jegliche Technik wie Telefon oder Fernseher zu verzichten, hilft hierbei sehr. Schlafrituale, wie die immer gleiche Schlafenszeit oder eine warme Milch, können Schlafproblemen ebenfalls entgegenwirken. 

Essenziell auch die Abgrenzung von Arbeit und Freizeit – eine gesunde Work-Life-Balance. Ein prüfender Blick auf deine Jobsituation kann manchmal entscheidende Erkenntnisse mit sich bringen. Wenn im Leben zu wenig Zeit bleibt, um sich von der Arbeit und dem damit einhergehenden Stress zu erholen, ist die mentale Gesundheit auf Dauer gefährdet.  

Es lohnt sich, gewohnte Denk- und Verhaltensmuster, die dir schaden, zu durchbrechen und neue Perspektiven zu bestimmen. Betrachte deinen individuellen Umgang mit Stress. Welche immer wiederkehrenden Reaktionen zeigen sich in bestimmten Situationen? Wie fühlst du dich danach? Je intensiver du dich selbst analysierst, desto leichter wird es dir fallen, deine Verhaltensmuster zu erkennen und dich selbst neu zu justieren.

Mit mentaler Gesundheit zu körperlichen Gesundheit

Eine dauerhaft schlechte psychische Verfassung bringt unweigerlich eines Tages auch körperliche Symptome mit sich. Kümmere dich also frühzeitig um deine mentale Gesundheit, um auf allen Ebenen fit zu sein. Lache viel. Tue Dinge, die dir Spaß machen. Lebe nicht nur, um zu arbeiten.  Umgebe dich mit Menschen, die dir guttun. Mache Detox, nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Lege auch mal das Telefon beiseite und genieße Dinge offline. Etwa genau jetzt, am Ende dieses Beitrags. Wir wünschen dir alles Liebe und beste Gesundheit!

Geeignet für alle ab 18 Jahren

Bildquellen: Titelbild: pexels-gustavo-fring-6870396, Beitragsbild: DrAnsay Mental health

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.