Wann muss ich ins Krankenhaus bei Regelschmerzen?

In folgenden Fällen brauchen Sie bei starken Regelschmerzen sofort Hilfe vom Notarzt oder im Krankenhaus, für die Sie 112 anrufen:

– Kollaps,
– Schwangerschaft,
– Gewebe im Menstruationsblut,
– plötzlich auftretende Bauchschmerzen, einseitige Bauchschmerzen.

Wann muss ich bei Regelschmerzen zum Praxis-Arzt?

In folgenden Fällen sollten Sie sofort zum Praxis-Arzt:

– Fieber,
– Regelschmerzen dauern länger als gewöhnlich,
– Blutung ist stärker 1 Tampon etc./Std..

Ärzte in Ihrer Nähe finden Sie z.B. hier:
www.weisse-liste.de/de/arzt/arztsuche/

Was ist die beste Therapie bei Menstruationsbeschwerden?

1. Hausmittel

Folgende Hausmittel lindern die Beschwerden:

– Wärmflasche im Bauch- & Beckenbereich – Yoga – Sport, insbesondere vor Beginn einer Periode – Rücken und Unterbauch massieren    – Tee trinken – Calcium (1.200 mg täglich) – Thiamin (100 mg täglich) – Fettarme Ernährung – Akupunktur

2. Hormonelle Empfängnisverhütung (Wirksamkeit 90%):

Folgende verschreibungspflichtige hormonelle Methoden zur Empfängnisverhütung können den Menstruationsfluss reduzieren oder stoppen und dadurch die Schmerzen lindern: 

– Anti-Baby Pille – transdermales Pflaster – Injektion – hormonhaltige Spirale sein

3. Medikamente (Wirksamkeit 80%)

Folgende rezeptfreie entzündungshemmende Medikamente können die Wirkung von Prostaglandinen wirksam blockieren:

– Ibuprofen  – Naproxen  – Ketoprofen

Am besten vor Beginn der Menstruation und so lange wie nötig einnehmen. Falls eine Art dieser Medikamente nicht wirkt, probieren Sie eine andere Art, da die Medikamente bei Menschen unterschiedlich wirken.

Falls in der Vergangenheit Nieren- oder Magenprobleme aufgetreten sind (z. B. Geschwüre oder Reflux), wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie mit dieser Art von Medikamenten beginnen. Am besten zu den Mahlzeiten einnehmen, um Magenverstimmung zu verhindern. Denn entzündungshemmende Medikamente können den Magen stark belasten.

4. Chirurgie 

Eine Operation kann zur Behandlung folgender Ursachen von Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden: Endometriose, Myome, Polypen, Ovarialzysten. Dabei gibt es folgende Verfahren:

– Dilatation und Kürettage: Verfahren zum Entfernen von Uteruspolypen. – Laparoskopie: Verfahren zur Behandlung von Beckenendometriose oder Ovarialzysten. – Endometriumablation: Dieses Verfahren entfernt die Gebärmutterschleimhaut. – Hysterektomie: chirurgische Entfernung der Gebärmutter.

Wie beuge ich am besten vor?

Durch folgendes Verhalten:

– Regelmäßig Sport treiben.
– Normales Körpergewicht halten.
– Nicht rauchen.
– nicht zu viel Alkohol trinken.

Wie ist die Prognose?

Krämpfe können nach der ersten Schwangerschaft einer Frau verschwinden und neigen auch dazu, mit zunehmendem Alter der Frau schwächer zu werden.

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.