Appetitlosigkeit und Übelkeit sind mehr als nur vorübergehende Beschwerden. Wenn Essen zur Belastung wird und das Hungergefühl dauerhaft fehlt, kann das den Alltag, die Lebensqualität und die Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, mögliche Ursachen zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Was sind Appetitlosigkeit und Übelkeit?
Appetitlosigkeit beschreibt das fehlende oder stark verminderte Verlangen nach Nahrung, während Übelkeit ein unangenehmes Gefühl im Oberbauch ist, das häufig mit Brechreiz einhergeht. Beide Symptome treten oft gemeinsam auf und können sowohl kurzfristig als auch über einen längeren Zeitraum bestehen.
Besonders problematisch wird es, wenn die Beschwerden anhalten. Dann drohen ungewollter Gewichtsverlust, Mangelernährung und eine Schwächung des Immunsystems.
Wann sollte man ärztlichen Rat suchen?
In vielen Fällen sind Appetitlosigkeit und Übelkeit harmlos und vorübergehend, etwa im Rahmen eines Magen-Darm-Infekts oder bei Stress. Halten die Beschwerden jedoch länger als einige Tage an oder verschlimmern sie sich, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Sofort ärztlicher Rat ist besonders wichtig bei:
Auch bei Kindern, älteren Menschen, Schwangeren oder Personen mit chronischen Erkrankungen sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Auslöser sind vielfältig und häufig kombiniert. Körperliche, medikamentöse und psychische Faktoren greifen dabei oft ineinander:
Beispielsweise Magen-Darm-Infekte, Grippe oder Infektionen
Darunter fallen Krebs, Diabetes, Leber- oder Nierenerkrankungen
Chemotherapeutika, Antibiotika oder Schmerzmittel
Zum Beispiel Stress, Angst oder depressive Verstimmungen
Haben großen Einfluss auf das Hunger- und Sättigungsgefühl
Appetitlosigkeit und Übelkeit wirken sich nicht nur auf das Essverhalten aus, sondern auf den gesamten Organismus. Bleiben Appetitlosigkeit und Übelkeit unbehandelt, können ernsthafte gesundheitliche Folgen entstehen – besonders bei älteren Menschen oder chronisch Erkrankten.
Frühes Sättigungsgefühl bereits nach kleinen Portionen
Anhaltende Übelkeit oder Brechreiz, Verlust von Freude am Essen
Völlegefühl und Blähungen
Schwäche, Müdigkeit und reduzierte Leistungsfähigkeit
Unbeabsichtigter Gewichtsverlust
Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache der Beschwerden. Oft ist eine Kombination aus mehreren Maßnahmen sinnvoll, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu steigern.
Bei Infekten: Flüssigkeitszufuhr, Schonkost, Ruhe
Bei medikamentösen Nebenwirkungen: Anpassung oder Umstellung der Medikation
Bei hormonellen oder stoffwechselbedingten Ursachen: Behandlung der Grunderkrankung
Bei psychischen Belastungen: Psychotherapie, Stressbewältigung, Entspannung
Kleine, häufige Mahlzeiten
Leicht verdauliche Lebensmittel wie Zwieback, Brühen oder Toast
Ausreichendes Trinken, besonders bei Erbrechen
Vermeidung stark fettiger oder gewürzter Speisen
Eine ruhige, angenehme Essumgebung
Ob eine medikamentöse Therapie sinnvoll ist, hängt von Schweregrad, Dauer und individuellen Bedürfnissen ab. Die Auswahl erfolgt immer ärztlich begleitet, um Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zu minimieren.
Antiemetika hemmen Übelkeit und Brechreiz, indem sie entweder direkt auf den Magen-Darm-Trakt wirken oder die entsprechenden Gehirnzentren im Brechzentrum beeinflussen.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Diese Medikamente sollten nur nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden, besonders bei Herz-Kreislauf-Problemen oder neurologischen Vorerkrankungen.
Prokinetika fördern die Magenentleerung und verbessern dadurch das Völlegefühl und Übelkeit, die durch verzögerte Verdauung entstehen.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Prokinetika sollten nur unter ärztlicher Kontrolle genutzt werden, da sie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben können.
Diese Medikamente steigern gezielt das Hungergefühl und helfen, den Nährstoff- und Energiehaushalt bei länger anhaltender Appetitlosigkeit zu stabilisieren.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Die Einnahme sollte immer ärztlich überwacht werden, insbesondere bei langfristiger Anwendung oder bestehenden Vorerkrankungen.
Je nach Ursache können zusätzliche Präparate eingesetzt werden, z. B. Mittel gegen Magensäure, Entzündungen oder Schmerzen, um die Beschwerden zu lindern.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Immer individuell abklären lassen, um Nebenwirkungen zu vermeiden und die Verträglichkeit zu prüfen.
Bei Appetitlosigkeit und Übelkeit werden unterschiedliche Wirkstoffe eingesetzt, die gezielt auf das Verdauungssystem, das zentrale Nervensystem oder hormonelle Prozesse wirken.
Cannabis als unterstützende Therapie
Cannabis kann ergänzend eingesetzt werden, wenn herkömmliche Maßnahmen wie Hausmittel, Ernährungsumstellung oder Medikamente allein nicht ausreichen. Dabei wirkt es gezielt auf das körpereigene Endocannabinoid-System, das Hunger, Sättigung, Übelkeit und das allgemeine Wohlbefinden reguliert.
Mögliche Wirkung:
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Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.
Hinweis: Cannabis ersetzt keine gesunde Lebensweise oder psychotherapeutische Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet eingesetzt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder psychischen Belastungen. Eine individuelle Dosierung, Art des Präparats und Anwendungsdauer werden ärztlich abgestimmt, um Nebenwirkungen zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben. Oft hängt sie mit akuten Erkrankungen wie einer Erkältung oder Magen-Darm-Infekten zusammen. Auch Stress, psychische Belastungen oder bestimmte Medikamente können den Hunger deutlich reduzieren. Wenn der Appetit länger als ein paar Tage ausbleibt oder zusätzlich Gewichtsverlust auftritt, lohnt sich eine ärztliche Abklärung, um mögliche gesundheitliche Ursachen auszuschließen.
Übelkeit kann kurzzeitig auftreten, z. B. nach einer Mahlzeit oder bei Reisen, oder länger bestehen. Leichte Maßnahmen helfen oft: kleine, häufige Mahlzeiten, gut verträgliche Speisen, viel Flüssigkeit und Entspannung. Bei anhaltender oder starker Übelkeit sollte immer eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden, um ernsthafte Ursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten auszuschließen.
Ja, viele Medikamente können Appetitlosigkeit oder Übelkeit verursachen. Dazu zählen Schmerzmittel, Antibiotika, Chemotherapie-Medikamente oder bestimmte Antidepressiva. Wenn du vermutest, dass deine Medikamente die Ursache sind, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Oft lassen sich Dosierung, Einnahmezeitpunkt oder Wirkstoff anpassen, um die Beschwerden zu lindern.
Bleibt der Appetit über Wochen oder Monate reduziert, kann das zu ungewolltem Gewichtsverlust, Nährstoffmangel, Abbau von Muskelmasse und einer Schwächung des Immunsystems führen. Auch psychische Erschöpfung und depressive Verstimmungen sind möglich. Deshalb ist es wichtig, die Ursache frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Ja, bei leichten Beschwerden können pflanzliche Mittel wie Ingwer, Pfefferminze, Kamille oder Bitterstoffe hilfreich sein. Sie beruhigen den Magen, regen die Verdauung an und können den Appetit leicht steigern. Diese Maßnahmen ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung, wenn die Appetitlosigkeit oder Übelkeit länger anhält oder stark ausgeprägt ist.
Cannabis kann unterstützend eingesetzt werden, wenn herkömmliche Mittel nicht ausreichen oder starke Übelkeit und Appetitlosigkeit bestehen, z. B. bei onkologischen oder chronischen Erkrankungen. Die Wirkstoffe THC und CBD beeinflussen das Endocannabinoid-System und können Hungergefühl steigern, Übelkeit lindern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Wichtig: Cannabis sollte immer ärztlich begleitet werden, um Dosierung, Einnahmeform und mögliche Wechselwirkungen individuell anzupassen.
2 https://www.apotheken.de/symptome/13167-anhaltende-appetitlosigkeit-und-gewichtsverlust
3 https://www.deine-gesundheitswelt.de/balance-ernaehrung/appetitlosigkeit
6 https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/appetitlosigkeit-id213140/
7 https://www.netdoktor.de/symptome/appetitlosigkeit/moegliche-ursachen/
9 https://www.netdoktor.de/symptome/appetitlosigkeit/moegliche-ursachen/
12 https://fet-ev.eu/arzneimittel-interaktionen-nebenwirkungen/
17 https://www.internisten-im-netz.de/mediathek/medikamente/prokinetika.html
19 https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/magen-darm/