Gelenkschmerzen schränken die Beweglichkeit ein und belasten Körper und Geist. Ob bei Bewegung, in Ruhe oder dauerhaft – die Beschwerden können den Alltag stark beeinflussen. Häufig steckt Arthritis dahinter, eine Entzündung der Gelenke, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte.
Was zählt zu Gelenkschmerzen und wann spricht man von Arthritis?
Gelenkschmerzen treten in vielen Formen auf: von leichten Steifigkeiten bis hin zu starken, chronischen Schmerzen. Arthritis bezeichnet dabei eine Entzündung der Gelenke, die zu Schwellungen, Überwärmung und eingeschränkter Beweglichkeit führen kann.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn:
Arthritis kann viele Ursachen haben, oft wirkt eine Kombination aus mechanischen, entzündlichen und immunologischen Faktoren:
Zum Beispiel durch Sport, schwere körperliche Arbeit oder langes Sitzen in ungünstiger Haltung.
Das Immunsystem greift hier körpereigenes Gewebe an. Faktoren wie die genetische Veranlagung, Rauchen (starker Risikofaktor), Übergewicht und Infektionen begünstigen eine Erkrankung.
Entsteht dann, wenn Bakterien, Viren oder selten Pilze in ein Gelenk gelangen und dort eine Entzündung auslösen.
Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken, oft verbunden mit plötzlichen, starken Schmerzen.
Verschleißbedingte Abnutzung des Gelenkknorpels, die zu Entzündungsreaktionen und Schmerzen führt.
Die Beschwerden bei Gelenkschmerzen und Arthritis können sehr unterschiedlich sein, von leichter Steifigkeit bis hin zu starken Schmerzen, die jede Bewegung zur Herausforderung machen.
Gelenkschmerzen und Einschränkungen bei der Bewegung
Muskelschwäche und Erschöpfung
Negativer Einfluss auf Schlaf und Stimmmung
Soziale und psychische Belastungen
Langzeitfolgen auf Gelenke und Mobilität
Die Therapie von Gelenkschmerzen und Arthritis richtet sich nach Ursache, Schweregrad und individuellen Bedürfnissen. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und Beweglichkeit zu erhalten.
Entzündungshemmung: NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac) oder Kortison
Basistherapie bei rheumatoider Arthritis: Methotrexat, Leflunomid
Gichttherapie: Senkung der Harnsäurewerte (z. B. Allopurinol)
Physiotherapie & Bewegung um die Gelenkfunktion erhalten und die Muskulatur stärken
Entzündungshemmende Kost, z. B. Omega-3-Fettsäuren, wenig Zucker/Fleisch
Wärme- oder Kältetherapie je nach Entzündung
Massagen und Akupunktur
Psychologische Begleitung bei chronischem Schmerz
Pflanzliche Präparate wie Teufelskralle, Weihrauch oder Arnica
Ob und welche medikamentöse Therapie sinnvoll ist, hängt von der Ursache der Gelenkschmerzen, dem Schweregrad der Beschwerden und dem individuellen Alltag ab. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu hemmen und die Beweglichkeit zu erhalten. Die Auswahl der passenden Medikamente erfolgt immer unter ärztlicher Begleitung.
NSAR wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und werden oft als erste Therapie eingesetzt, um akute Beschwerden zu lindern.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
NSAR sollten nicht über längere Zeit ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden, besonders wenn Magen-, Nieren- oder Herzprobleme bestehen.
Kortison ist ein starkes entzündungshemmendes Medikament, das vor allem bei akuten Schüben oder schweren Entzündungen eingesetzt wird.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Kortison wird möglichst kurzfristig eingesetzt. Bei längerer Einnahme ist eine ärztliche Kontrolle unbedingt notwendig, um Nebenwirkungen zu minimieren.
Diese Medikamente hemmen gezielt das Immunsystem und werden häufig bei rheumatoider Arthritis eingesetzt, um Gelenkschäden langfristig zu verhindern.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind entscheidend. Die Dosis wird individuell angepasst, um maximale Wirkung bei minimalen Nebenwirkungen zu erzielen.
Biologika greifen gezielt in entzündliche Prozesse ein und kommen vor allem bei schweren Verläufen oder unzureichender Wirkung anderer Therapien zum Einsatz.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Die Anwendung erfolgt immer unter ärztlicher Aufsicht, inklusive regelmäßiger Blutkontrollen und Überwachung des Infektionsrisikos.
Bei Arthritis kommen vor allem NSAR, Kortison, Basistherapien und Biologika zum Einsatz. Diese Wirkstoffe wirken gezielt auf Entzündungen und Schmerzrezeptoren im Körper.
Cannabis als unterstützende Therapie
Chronische Gelenkschmerzen oder entzündliche Arthritis können den Alltag stark belasten. Wenn klassische Schmerzmittel nicht ausreichend wirken oder starke Nebenwirkungen verursachen, kann medizinisches Cannabis unterstützend eingesetzt werden. Es wirkt nicht als Heilmittel für die Grunderkrankung, sondern hilft dabei, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und das Wohlbefinden zu verbessern.
Wie Cannabis helfen kann:
Wenn Du Unterstützung bei der Therapie von Gelenkschmerzen oder Arthritis suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.
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Deine Daten sind bei uns in besten Händen.
Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.
Hinweis: Cannabis ersetzt keine gesunde Lebensweise oder psychotherapeutische Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet eingesetzt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder psychischen Belastungen. Eine individuelle Dosierung, Art des Präparats und Anwendungsdauer werden ärztlich abgestimmt, um Nebenwirkungen zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, bei der das Immunsystem fälschlicherweise Gelenkstrukturen angreift – das kann Schmerzen, Schwellungen und Rötungen verursachen. Arthrose hingegen ist degenerativer Verschleiß von Gelenkknorpel durch Alterung, Überlastung oder Fehlstellungen. Während Arthrose vor allem die Beweglichkeit einschränkt, stehen bei Arthritis zusätzlich Entzündungszeichen und ein allgemeines Krankheitsgefühl im Vordergrund.
Typische Hinweise auf entzündliche Gelenkschmerzen sind: morgendliche Steifigkeit über 30 Minuten, Schwellungen, Überwärmung oder Rötung der Gelenke sowie Müdigkeit oder leichtes Fieber. Verschleißbedingte Schmerzen treten eher belastungsabhängig auf, bessern sich nach Bewegung oder wärmen sich im Tagesverlauf. Ärzt:innen können durch Bluttests, Ultraschall oder Röntgenbilder genau feststellen, welche Ursache vorliegt.
Medikamente sind nur ein Teil der Therapie. Viele Betroffene profitieren zusätzlich von:
Ja, Bewegung ist sogar sehr wichtig, um Muskeln zu stärken und die Gelenke beweglich zu halten. Dabei kommt es auf die richtige Dosierung an: Schonende Übungen wie Schwimmen, Radfahren oder Yoga belasten die Gelenke nicht übermäßig. Ärzt:innen oder Physiotherapeut:innen können individuelle Trainingspläne erstellen, damit du dich bewegst, ohne die Gelenke zu überlasten.
Cannabis kann unterstützend eingesetzt werden, wenn herkömmliche Schmerzmittel nicht ausreichen. Die Wirkstoffe THC und CBD beeinflussen das Endocannabinoid-System, das Schmerz, Entzündungen und Stimmung reguliert.
Betroffene berichten von:
Wichtig: Cannabis ersetzt nicht die Basistherapie, wird immer ärztlich begleitet und individuell dosiert.
Achte auf Warnsignale wie:
Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser kann das Fortschreiten aufgehalten und dauerhafte Schäden verhindert werden. Bei diesen Anzeichen solltest du unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
1 https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/arthritis/symptoms-causes/syc-20350772
2 https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/12061-arthritis
4 https://gelenk-klinik.de/orthopaedie-glossar/morgensteifigkeit.html
8 https://gelenk-klinik.de/gelenke/arthritis.html#behandlung
9 https://gelenk-klinik.de/arthrose/naturheilmittel-gegen-arthrose.html
10 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11490313/