Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Erkrankung, die lange unbemerkt bleibt, aber Herz, Gefäße und Organe stark belasten kann. Wer seinen Blutdruck regelmäßig überprüft, kann Risiken früh erkennen und wirksam vorbeugen.
Wann spricht man von Bluthochdruck?
Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn der Druck in den Arterien dauerhaft zu hoch ist. Dabei misst man zwei Werte:
Blutdruckwerte im Überblick:
Optimal: unter 120/80 mmHg
Normal: 120–129/80–84 mmHg
Hochnormal: 130–139/85–89 mmHg
Hypertonie Grad 1: ab 140/90 mmHg
Hypertonie Grad 2: ab 160/100 mmHg
Hypertonie Grad 3: ab 180/110 mmHg
Wann sollte man ärztlichen Rat suchen?
Bluthochdruck entwickelt sich meist über Jahre und kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Man unterscheidet:
Ungesunde Ernährung (viel Salz, Zucker, Fett), Übergewicht und Bewegungsmangel, Dauerstress oder psychische Belastung, Rauchen und Alkohol, familiäre Veranlagung
Nierenerkrankungen (z. B. Nierenarterienstenose), Hormonstörungen (z. B. Schilddrüse, Morbus Cushing), Schlafapnoe, verschiedene Medikamente (Kortison, Antibabypille, Schmerzmittel)
Bluthochdruck bleibt oft lange unbemerkt, weil die Beschwerden unspezifisch oder mild sein können. Dennoch wirken die dauerhaft erhöhten Druckwerte auf Herz, Gefäße und Organe, wodurch unbehandelt ernsthafte gesundheitliche Folgen entstehen können.
Kopfschmerzen, besonders morgens oder hinter den Augen
Schwindel oder Benommenheit, Herzklopfen, Pulsrasen
Müdigkeit, Probleme mit der Konzentration
Nasenbluten und Herz-Kreislauf-Beschwerden
Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz und chronische Niereninsuffizienz
Bluthochdruck ist gut behandelbar – das Ziel jeder Therapie ist, den Blutdruck langfristig zu senken, Folgeerkrankungen zu verhindern und die Lebensqualität zu erhalten. Dabei wird meist ein kombinierter Ansatz aus Lebensstilmaßnahmen und medikamentöser Therapie gewählt, individuell abgestimmt auf Alter, Risikoprofil und Begleiterkrankungen.
Salz- und fettarme Ernährung, viel Obst, Gemüse, Vollkorn
Regelmäßige Bewegung (150 min moderat/Woche, z. B. Radfahren, Schwimmen)
Gewichtsreduktion: jedes verlorene Kilo senkt messbar den Blutdruck
Rauchstopp und moderater Alkoholkonsum
Stressabbau durch Yoga, Meditation oder Atemübungen
Einsatz blutdrucksenkender Medikamente bei Bedarf
Individuelle Auswahl je nach Risikoprofil
Häufig Kombination mehrerer Wirkstoffe für optimale Wirkung
Blutdruck regelmäßig messen, ärztliche Kontrolluntersuchungen einhalten
Werte dokumentieren, Therapie ggf. anpassen
Ob eine medikamentöse Therapie nötig ist, hängt vom Blutdruck, Begleiterkrankungen und individuellen Risikofaktoren ab. Ärzt:innen entscheiden gemeinsam mit dir, welche Wirkstoffe passend sind, um den Blutdruck sicher zu senken und Folgeschäden zu verhindern.
ACE-Hemmer erweitern die Blutgefäße und senken dadurch den Blutdruck. Sie schützen außerdem Herz und Nieren und werden häufig als Ersttherapie eingesetzt.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Regelmäßige Blutdruckkontrollen und Laborwerte sind wichtig, besonders bei Beginn der Therapie oder gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente.
Diese Medikamente wirken ähnlich wie ACE-Hemmer, belasten die Nieren meist weniger und sind oft gut verträglich.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Ideal für Personen, die ACE-Hemmer nicht vertragen, z. B. bei Reizhusten.
Beta-Blocker senken Puls und Herzbelastung und werden häufig bei Herzrhythmusstörungen, nach Herzinfarkt oder bei gleichzeitigem Bluthochdruck eingesetzt.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Nicht abrupt absetzen, pötzlicher Entzug kann Herzprobleme verstärken.
Diese Medikamente entspannen die Gefäßmuskulatur und senken den Blutdruck. Sie sind besonders wirksam bei erhöhtem systolischem Blutdruck, z. B. bei älteren Patient:innen.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Wirkung kann je nach Präparat langsam einsetzen. Geduld bei der Anpassung ist wichtig.
Diuretika fördern die Ausscheidung von Wasser und Salz über die Nieren, entlasten das Herz und senken den Blutdruck.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Nierenwerten und Elektrolyten ist nötig.
Bei Bluthochdruck kommen verschiedene Wirkstoffgruppen zum Einsatz. Sie wirken auf unterschiedliche Weise auf Herz, Gefäße und Flüssigkeitshaushalt und können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden.
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Ja, unbedingt. Bluthochdruck verursacht oft lange keine spürbaren Symptome. Regelmäßige Kontrollen, z. B. einmal jährlich beim Hausarzt oder zu Hause, helfen, ihn früh zu erkennen und das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden zu reduzieren.
Wenn du bereits Bluthochdruck hast oder Risikofaktoren bestehen, empfiehlt es sich, täglich oder mehrmals wöchentlich zu messen, möglichst morgens und abends zur gleichen Uhrzeit. Notiere die Werte, um Trends zu erkennen. Dein Arzt kann so die Therapie besser anpassen.
Ja! Ernährung, Bewegung, Gewichtsreduktion, Rauchstopp und Stressabbau können den Blutdruck spürbar verbessern – teilweise sogar so stark, dass Medikamente reduziert oder verzögert eingesetzt werden können. Selbst kleine Veränderungen zeigen Wirkung, z. B. 5–10 kg Gewichtsverlust oder 30 Minuten Bewegung an 5 Tagen pro Woche.
Die Auswahl hängt von Alter, Blutdruckwerten, Begleiterkrankungen und individuellen Bedürfnissen ab. Häufig eingesetzte Wirkstoffgruppen sind ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorblocker, Beta-Blocker, Calciumantagonisten und Diuretika. Ärzt:innen wählen die passende Kombination, um Blutdruck sicher zu senken und Nebenwirkungen zu minimieren.
Besprich das immer mit deinem Arzt. Mögliche Gründe können unregelmäßige Einnahme, Lebensstilfaktoren, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder eine unerkannte Grunderkrankung sein. Manchmal wird die Dosierung angepasst oder ein zusätzliches Medikament eingesetzt.
Ja, auch Kinder können Bluthochdruck haben, oft sekundär durch Nierenprobleme oder hormonelle Störungen. Selten zeigt er sich ohne Ursache. Deshalb ist es wichtig, bei auffälligen Werten ärztliche Abklärung zu suchen – besonders, wenn Übergewicht, familiäre Vorbelastung oder Symptome wie Kopfschmerzen oder Sehstörungen auftreten.
1 https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension
3 https://www.hochdruckliga.de/presse/informationen/bluthochdruck-in-zahlen
4 https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/high-blood-pressure/symptoms-causes/syc-20373410
5 https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/hyp.0000000000000065
7 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK544305/
8 https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension
9 https://www.cdc.gov/high-blood-pressure/data-research/facts-stats/index.html
10 https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/high-blood-pressure/symptoms-causes/syc-20373410
12 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK544305/
13 https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/hypertonie-bluthochdruck
16 https://www.nice.org.uk/guidance/ng136/chapter/recommendations
17 https://www.dhzc.charite.de/ratgeber/bluthochdruck/
18 https://www.gesundheitsinformation.de/den-blutdruck-durch-einen-veraenderten-lebensstil-senken.html