Chronische Schmerzen betreffen nicht nur den Körper, sondern auch Psyche und Alltag. Mit gezieltem Umgang und effektiven Strategien können Einschränkungen reduziert und Lebensfreude wiederhergestellt werden.
Wann spricht man von chronischen Schmerzen?
Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn Beschwerden über drei Monate bestehen oder wiederkehren, unabhängig von akuten Verletzungen. Betroffene leiden häufig an dauerhafter Erschöpfung, Bewegungseinschränkungen oder Schlafproblemen.
Gelegentliche Schmerzen sind normal, doch ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn:
Chronische Schmerzen entstehen selten durch eine einzelne Ursache. Die folgenden Faktoren spielen eine Rolle:
Verletzungen, Operationen, degenerative Erkrankungen wie Arthrose oder Bandscheibenschäden, entzündliche Erkrankungen und Nervenschäden können Schmerzen direkt auslösen oder verstärken.
Stress, Angst, depressive Verstimmung oder dauerhafte Belastung erhöhen die Schmerzempfindlichkeit und fördern die Chronifizierung.
Manche Menschen reagieren empfindlicher auf Schmerzreize, Nervensystem und Hormone beeinflussen die Schmerzwahrnehmung.
Familiäre Veranlagung beeinflusst Empfindlichkeit und Timing der Ejakulation.
Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, Übergewicht, Rauchen, Schlafmangel oder soziale Belastungen können Schmerzen verschlimmern und langfristig bestehen lassen.
Chronische Schmerzen wirken sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf Psyche und Alltag aus. Typische Beschwerden und Folgen sind:
Dauerhafte oder wiederkehrende Schmerzen
Bewegungseinschränkungen und Verspannungen
Schlafprobleme und Erschöpfung
Psychische Belastung
Einschränkungen im Alltag und sozialen Leben
Chronische Schmerzen lassen sich selten mit einer einzigen Maßnahme vollständig beseitigen. Die wirksamste Behandlung kombiniert verschiedene Ansätze: gezielte Bewegung, Physiotherapie, Entspannungstechniken, psychologische Unterstützung und - bei Bedarf - medikamentöse Therapien. So können Schmerzen gelindert, Funktionsfähigkeit verbessert und die Lebensqualität nachhaltig gesteigert werden.
Kräftigung, Mobilisation und Stabilisierung von Muskeln und Gelenken zur Schmerzlinderung
Entspannungstechniken, Verhaltenstherapie und Stressmanagement verringern Schmerzempfindlichkeit
Schmerzmittel oder spezielle Medikamente zur Linderung und Funktionsverbesserung
Injektionen, Nervenblockaden, TENS oder orthopädische Hilfsmittel bei spezifischen Schmerzen
Wenn eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, welche Wirkstoffe passend sind – abhängig von Ursachen, Begleiterkrankungen und bisherigen Erfahrungen.
Paracetamol lindert leichte bis mäßige Schmerzen und wirkt fiebersenkend. Es wird in Tablettenform eingenommen und gut verträglich bei regelmäßiger Anwendung.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Paracetamol sollte nur nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden, besonders bei Lebererkrankungen oder Alkoholproblemen.
NSAR wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie können als Tabletten, Gele oder Kapseln eingenommen werden und verbessern Beweglichkeit und Alltagstauglichkeit.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: NSAR sollten nur nach ärztlicher Beratung eingenommen werden, besonders bei Magen-, Nieren- oder Herzproblemen.
Opioide lindern starke Schmerzen. Sie werden als Tabletten oder Retardpräparate eingenommen und nur bei mäßig bis stark ausgeprägten Schmerzen eingesetzt.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Opioide dürfen nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden, um Risiken wie Abhängigkeit oder Atemprobleme zu vermeiden.
Diese Medikamente wirken gezielt auf Nervenschmerzen und beeinflussen die Schmerzleitung im zentralen Nervensystem. Sie werden meist als Tabletten eingenommen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Diese Medikamente sollten nur nach ärztlicher Abklärung eingenommen werden, insbesondere bei Herzproblemen oder Nierenfunktionsstörungen.
Lokale Schmerzmittel wirken direkt an der betroffenen Stelle, z. B. Gelenke oder Muskeln. Sie werden auf die Haut aufgetragen und reduzieren Schmerzen lokal.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Topische Präparate sollten nur nach ärztlicher Empfehlung verwendet werden, besonders bei Hauterkrankungen oder offenen Wunden.
Zur Behandlung chronischer Schmerzen werden verschiedene Wirkstoffarten eingesetzt. Dazu gehören nicht-opioide Schmerzmittel, Opioide, Medikamente gegen Nervenschmerzen sowie topische Präparate.
Cannabis als unterstützende Therapie
Cannabis kann ergänzend bei chronischen Schmerzen eingesetzt werden, wenn herkömmliche Medikamente allein nicht ausreichend wirken. Es unterstützt die Schmerzlinderung, verbessert das Wohlbefinden und kann die Lebensqualität steigern.
Wie Cannabis wirkt:
Cannabinoide wie THC und CBD interagieren mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System. THC kann die Schmerzempfindung reduzieren, Muskeln entspannen und das Wohlbefinden steigern. CBD wirkt entzündungshemmend, lindert Nervenschmerzen und unterstützt die psychische Stabilität.
Mögliche Effekte bei chronischen Schmerzen:
Wenn Du Unterstützung bei der Behandlung von chronischen Schmerzen suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.
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Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.
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Deine Daten sind bei uns in besten Händen.
Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.
Hinweis: Cannabis ersetzt keine gesunde Lebensweise oder psychotherapeutische Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet eingesetzt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder psychischen Belastungen. Eine individuelle Dosierung, Art des Präparats und Anwendungsdauer werden ärztlich abgestimmt, um Nebenwirkungen zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Wenn Schmerzen über Wochen oder Monate hinweg bestehen, immer wiederkehren oder den Alltag deutlich einschränken, ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen. Auch wenn Du nachts nicht mehr durchschlafen kannst, erschöpft bist oder Dich psychisch belastet fühlst, lohnt sich ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Frühzeitige Abklärung kann verhindern, dass sich Schmerzen weiter verschlimmern und gibt dir außerdem Orientierung für passende Therapieoptionen.
Chronische Schmerzen entstehen selten durch nur eine Ursache. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen: körperliche Verletzungen oder Operationen, degenerative Erkrankungen wie Arthrose, Entzündungen, Nervenschäden, hormonelle Schwankungen oder psychische Belastungen. Auch Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder Dauerstress können die Schmerzen verstärken. Die Kombination aus körperlichen und psychischen Einflüssen erklärt, warum jeder Schmerz anders erlebt wird.
Auch mit Schmerzen lässt sich der Alltag oft deutlich erleichtern. Regelmäßige Bewegung, schonende Physiotherapie und gezielte Kräftigungsübungen stärken Muskeln und Gelenke. Ergonomische Anpassungen zu Hause oder am Arbeitsplatz entlasten den Körper. Entspannungstechniken, Yoga oder Atemübungen helfen, Stress abzubauen. Zudem kann der Austausch in Selbsthilfegruppen oder Gespräche mit Therapeut:innen psychisch unterstützen und dabei helfen, den Tag wieder aktiver und selbstbestimmter zu gestalten.
Die wirksamste Behandlung ist meist multimodal, das heißt, mehrere Ansätze werden kombiniert.
Dazu zählen:
Je nach Schmerzart und Ursache wird gemeinsam mit Ärzt:innen und Therapeut:innen ein individueller Plan erstellt, der sowohl die Symptome lindert als auch die Funktion im Alltag verbessert.
Medikamente können Schmerzen effektiv reduzieren und die Beweglichkeit verbessern. Allerdings reicht allein die Einnahme oft nicht aus, um chronische Schmerzen langfristig in den Griff zu bekommen. Besser wirken Kombinationen aus Bewegung, Entspannungstechniken, Physiotherapie und – falls nötig – medizinischen Interventionen. Medikamente sind also ein Teil eines umfassenden Plans, der den Alltag erleichtert und die Lebensqualität nachhaltig steigern kann.
Cannabis kann ergänzend eingesetzt werden, wenn klassische Medikamente allein nicht ausreichen. THC kann die Schmerzempfindung verringern und Muskeln entspannen, CBD wirkt entzündungshemmend und beruhigt das Nervensystem. Viele Betroffene berichten außerdem von besserem Schlaf und weniger Stress.
Wichtig: Cannabis sollte immer ärztlich begleitet werden, damit Dosierung, Darreichungsform und mögliche Wechselwirkungen sicher abgestimmt sind.
4 https://gesund.bund.de/chronische-schmerzen#ursachen
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21 https://www.mdpi.com/1424-8247/17/11/1543?utm_source=chatgpt.com