Wenn Muskelschmerzen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme den Alltag bestimmen, könnte Fibromyalgie die Ursache sein. Die Erkrankung verändert, wie das Nervensystem Schmerzen wahrnimmt, und betrifft Körper, Geist und Lebensqualität gleichermaßen.
Wann spricht man von Fibromyalgie?
Fibromyalgie wird diagnostiziert, wenn über mindestens drei Monate weit verbreitete Schmerzen in Muskeln, Gelenken oder Sehnen bestehen, oft begleitet von Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen.
Gelegentliche Schmerzen oder Erschöpfung sind normal, doch eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn:
Bei Fribromyalgie handelt sich um ein komplexes Zusammenspiel aus genetischen, neurobiologischen, hormonellen und psychischen Einflüssen:
Familienhäufung deutet darauf hin, dass bestimmte Genvarianten die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem beeinflussen. Betroffene reagieren dadurch empfindlicher auf Reize, selbst ohne akute Verletzung.
Das zentrale Nervensystem verstärkt Schmerzsignale übermäßig. Betroffene haben eine niedrigere Schmerzschwelle und nehmen Berührungen, Druck oder Temperatur stärker wahr. Neurotransmitter-Ungleichgewichte (z. B. Serotonin, Dopamin) und eine eingeschränkte Schmerzhemmung verstärken die Beschwerden.
Operationen, Unfälle, Infektionen oder langanhaltende körperliche Belastungen können die Schmerzverarbeitung dauerhaft verändern und Fibromyalgie auslösen.
Chronischer Stress, Angst oder Depressionen können Symptome verschlimmern, da sie das Nervensystem zusätzlich belasten und die Schmerzempfindlichkeit erhöhen.
Fibromyalgie tritt häufiger bei Frauen auf, was auf einen Einfluss von Sexualhormonen wie Östrogen hinweist. Auch Schilddrüsen- oder Nebennierenerkrankungen können Schlaf, Energiehaushalt und Schmerzempfindlichkeit beeinflussen.
Fibromyalgie verursacht vielfältige Beschwerden wie Schmerzen, Müdigkeit und Schlafprobleme, die den Alltag stark belasten. Sie kann körperliche, psychische und kognitive Funktionen beeinträchtigen und die Lebensqualität deutlich einschränken.
Chronische Schmerzen
Müdigkeit und Erschöpfung
Schlafstörungen
Kognitive Beeinträchtigungen („Fibro Fog“)
Psychische Belastungen
Fibromyalgie erfordert einen multimodalen Ansatz, da Medikamente allein selten ausreichend wirken. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Schlaf und Energie zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern.
Schmerzmittel
Antidepressiva
Antikonvulsiva
Schlafmittel
Sanfte Ausdaueraktivitäten
Kraft- und Dehnübungen zur Muskelstärkung
Physiotherapie
Kognitive Verhaltenstherapie
Entspannungstechniken, z.B. Yoga oder progressive Muskelentspannung
Wenn eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt individuell über Wirkstoffe und Dosierung – abhängig von Symptomen, Krankheitsausprägung, Kinderwunsch und bisherigen Erfahrungen.
NSAR wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie werden vor allem bei zyklusabhängigen Schmerzen eingesetzt.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, besonders bei Magen- oder Nierenerkrankungen.
Unterdrücken den Eisprung und reduzieren zyklusabhängige Schmerzen. Oft kontinuierlich eingenommen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung notwendig.
Hemmen das Wachstum von Endometrioseherden und wirken entzündungshemmend.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Regelmäßige ärztliche Kontrolle empfohlen.
Reduzieren die Östrogenproduktion stark und versetzen den Körper in einen hormonellen Ruhemodus.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Zeitlich begrenzter Einsatz unter enger ärztlicher Begleitung.
Zur Behandlung von Endometriose werden Schmerzmittel, hormonelle Medikamente und unterstützende Präparate eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Cannabis als unterstützende Therapie
Medizinisches Cannabis wird zunehmend als ergänzende Therapie bei Fibromyalgie eingesetzt, insbesondere wenn herkömmliche Behandlungen nur begrenzt wirksam sind. Die Wirkstoffe in Cannabis, vor allem THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol), wirken auf das körpereigene Endocannabinoid-System. Dieses System ist maßgeblich an der Regulierung von Schmerz, Entzündungen, Stimmung und Schlaf beteiligt.
Mögliche Wirkungen:
Wenn Du Unterstützung bei der Behandlung von Fibromyalgie suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.
Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.
Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.
Bei positiver Einschätzung wird Dein Rezept direkt an Deine Wunschapotheke weitergeleitet.
Du entscheidest, ob Deine Medikamente zu Dir nach Hause geliefert werden sollen oder Du sie in Deiner Wunschapotheke abholst.
Kein Wartezimmer, keine langen Wege.
Deine Daten sind bei uns in besten Händen.
Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.
Hinweis: Cannabis ersetzt keine gesunde Lebensweise oder psychotherapeutische Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet eingesetzt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder psychischen Belastungen. Eine individuelle Dosierung, Art des Präparats und Anwendungsdauer werden ärztlich abgestimmt, um Nebenwirkungen zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, bei der das Nervensystem Schmerzsignale stärker verarbeitet als üblich. Betroffene spüren weit verbreitete Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Gelenken, oft verbunden mit Morgensteifigkeit oder einem dumpfen, brennenden Schmerzgefühl. Hinzu kommen Müdigkeit, Schlafprobleme und kognitive Einschränkungen, die sogenannten „Fibro-Fog“-Symptome, wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Vergesslichkeit.
Die Symptome der Fibromyalgie treten oft schubweise auf und variieren in Intensität und Dauer. Typische Anzeichen sind anhaltende Schmerzen über mehrere Monate, chronische Müdigkeit, nicht erholsamer Schlaf und Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Viele Betroffene berichten auch, dass Stress oder körperliche Anstrengung die Beschwerden verstärken. Wenn mehrere dieser Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen und andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden, ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen.
Die Ursachen der Fibromyalgie sind komplex und durch unterschiedliche Faktoren bedingt. Es wird angenommen, dass genetische Veranlagung, Fehlregulationen im Nervensystem, körperliche Traumata, Infektionen und psychische Belastungen zusammenwirken. Auch hormonelle Schwankungen, insbesondere bei Frauen, können die Schmerzempfindlichkeit verstärken. Das bedeutet: Fibromyalgie entsteht selten durch einen einzelnen Faktor, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Einflüsse, die das Nervensystem überempfindlich machen.
Eine Fibromyalgie-Diagnose ist anspruchsvoll, da es keine eindeutigen Laborwerte oder Röntgenbefunde gibt. Ärztinnen und Ärzte stützen sich auf ausführliche Gespräche über Schmerzen, Müdigkeit, Schlafqualität und Stressbelastung, körperliche Untersuchungen der sogenannten „Tender Points“ und den Ausschluss anderer Erkrankungen. Zusätzlich helfen etablierte Kriterien wie die ACR-Kriterien, um die Symptome systematisch zu erfassen. Geduld ist wichtig: Die Diagnose erfordert oft mehrere Termine und sorgfältige Beobachtung.
Fibromyalgie lässt sich derzeit nicht heilen, aber die Beschwerden können durch eine Kombination verschiedener Ansätze deutlich verbessert werden. Medikamente können Schmerzen lindern oder Schlaf und Stimmung stabilisieren, während Bewegung, Physiotherapie und gezieltes Krafttraining die Muskulatur stärken und Fehlhaltungen korrigieren. Psychologische Unterstützung, Entspannungstechniken oder Verhaltenstherapie helfen, mit Schmerzen, Stress und emotionaler Belastung umzugehen. Die wirksamste Behandlung ist oft ein individuell abgestimmtes Zusammenspiel aus mehreren Maßnahmen, statt einer einzelnen Therapie.
Medizinisches Cannabis wird zunehmend als ergänzende Therapie betrachtet, insbesondere wenn herkömmliche Behandlungen nur begrenzt helfen. Die Wirkstoffe THC und CBD beeinflussen das Endocannabinoid-System, das für die Regulierung von Schmerz, Stimmung, Schlaf und Entzündungen zuständig ist. Viele Betroffene berichten, dass Cannabis die Schmerzintensität reduziert, Muskelverspannungen löst und den Schlaf verbessert. Gleichzeitig kann es psychische Belastungen wie Stress oder depressive Verstimmungen abmildern. Eine ärztliche Begleitung ist dabei entscheidend, um die Dosierung und Form der Einnahme individuell anzupassen.
1 https://www.schoen-klinik.de/fibromyalgie
2 https://www.gesundheitsinformation.de/was-weiss-man-ueber-die-entstehung-von-fibromyalgie.html
3 https://www.wicker.de/neurologie/fibromyalgie/
6 https://www.wicker.de/neurologie/fibromyalgie/
7 https://link.springer.com/article/10.1007/s00940-018-0804-8
8 https://www.gesundheits-lexikon.com/Knochen-Gelenke-Sehnen-Muskeln-Bindegewebe/Fibromyalgie/Ursachen
10 https://www.gesundheitsinformation.de/fibromyalgie.html
11 https://www.oberbergkliniken.de/fibromyalgie
12 https://www.gesundheitsinformation.de/fibromyalgie.html
13 https://psychosomatik.umg.eu/krankheitsbilder/fibromyalgie/
14 https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/fibromyalgie
15 https://www.wicker.de/magazin/leben-mit-fibromyalgie/
17 https://flexikon.doccheck.com/de/Fibromyalgie
21 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21258823/
22 https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/fibromyalgie
23 https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/fibromyalgie
25 https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-zur-behandlung-von-fibromyalgie.html
26 https://www.schmerzzentrum-wiesbaden.de/erkrankungen/fibromyalgie/
28 https://www.fibromyalgie-fms.de/fibromyalgie/therapie
30 https://www.gelbe-liste.de/rheumatologie/kognitive-verhaltenstherapie-fibromyalgie
31 https://www.gesundheitsinformation.de/bewegung-entspannung-und-stressbewaeltigung.html
32 https://link.springer.com/article/10.1007/s00940-024-4837-x