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Haarausfall

Zurückweichender Haaransatz oder dünner werdendes Haar sind für viele Männer ein sensibles Thema. Gut informiert lässt sich besser verstehen, was dahinter steckt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

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Wann spricht man von Haarausfall?

Von Haarausfall spricht man, wenn Haare über längere Zeit in auffälliger Menge ausfallen oder die Kopfhaardichte sichtbar abnimmt. Leichter saisonaler Haarverlust ist nicht ungewöhnlich, bei anhaltendem oder starkem Haarausfall sollte jedoch eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.


In diesen Fällen ist ärztlicher Rat sinnvoll:


  • Ausdünnung am Scheitel oder zurückweichender Haaransatz
  • Sichtbare Glatzenbildung oder diffuse Haarverdünnung
  • Haarverlust über mehrere Wochen bis Monate deutlich über der Norm (mehr als 100 Haare täglich)
  • Juckreiz, Rötung oder Entzündung auf der Kopfhaut
Wann spricht man von Haarausfall

Mögliche Ursachen

Causes illustration

Erblich bedingter Haarausfall entsteht meist durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und androgenabhängigen Prozessen:

Genetische Veranlagung

Polymorphismen in Androgenrezeptor-Genen und anderen Genen erhöhen die Anfälligkeit. Häufig treten Haarausfall-Muster familiär gehäuft auf.

Hormone (DHT)

Testosteron wird in den Haarfollikeln zu Dihydrotestosteron (DHT) umgewandelt. DHT verkürzt die Wachstumsphase der Haare und führt schrittweise zur Miniaturisierung der Follikel.

Alter

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Haarausfall: Etwa 30 % der Männer in den 30ern, 40 % in den 40ern und rund 50 % um das 50. Lebensjahr sind betroffen.

Weitere Faktoren

Stress, falsche Ernährung, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen können Haarausfall zusätzlich verstärken.

Symptome und gesundheitliche Folgen

Haarausfall entwickelt sich oft schleichend und wird unterschiedlich wahrgenommen. Neben den sichtbaren Veränderungen können auch psychische Auswirkungen auftreten:

Sichtbare Ausdünnung am Scheitel oder zurückweichender Haaransatz

Fortschreitende Miniaturisierung der Haare (dicke Haare werden feiner)

Kahlstellenbildung bei fortgeschrittenem Haarausfall

Psychische Belastung, Unsicherheit oder Rückzug aus sozialen Situationen

Beeinträchtigung des eigenen Selbstbildes

Wie wird Haarausfall festgestellt?

Zur sicheren Diagnose sind mehrere Schritte zwingend notwendig:


  • Anamnese: Beginn des Haarausfalls, Familiengeschichte, Medikamente, Begleitsymptome wie Juckreiz oder Rötung.


  • Klinische Untersuchung: Bewertung von Haaransatz, Scheitel, Haardichte und Miniaturisierung, ggf. Pull-Test.


  • Trichoskopie/Dermatoskopie: Nicht-invasive Vergrößerung zur Beurteilung der Haarfollikel.


  • Labor: Nur bei Verdacht auf systemische Ursachen wie Schilddrüsenstörungen oder Eisenmangel.
Wie wird Haarausfall festgestellt?

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung von Haarausfall richtet sich nach Ursache, Stadium und individuellen Erwartungen. Je früher geeignete Maßnahmen ergriffen werden, desto besser lassen sich Haarverlust verlangsamen und bestehende Haare erhalten.

Therapie Haarausfall

Änderungen des Lebensstils

Gesunde Ernährung, Stressabbau, Bewegung, Rauchstopp und moderater Alkoholkonsum können das Haarwachstum unterstützen.

Topische Therapie

Minoxidil 2 % oder 5 % (Schaum oder Fluid) verlängert die Wachstumsphase der Haare und kann die Haardichte erhöhen.

Orale Therapie

Finasterid oder Dutasterid hemmen 5α-Reduktase, reduzieren DHT und verlangsamen die Miniaturisierung der Haarfollikel.

Interventionelle Verfahren

Haartransplantation, PRP, Microneedling oder Low-Level-Laser können in Kombination mit medikamentösen Therapien eingesetzt werden.

Medikamente zur Behandlung von Haarausfall

Wenn Ärzt:innen eine medikamentöse Behandlung bei Haarausfall empfehlen, hängt die Wahl vom Alter, der Ursache und bisherigen Erfahrungen ab. Grundsätzlich kommen topische Mittel oder Tabletten infrage.

Medikamente zur Unterstützung bei Haarausfall
Wirkstoffe

Minoxidil regt die Durchblutung der Kopfhaut an und verlängert die Wachstumsphase der Haarfollikel. Tägliche Anwendung über mindestens 4–6 Monate ist nötig.


Mögliche Nebenwirkungen

  • Häufig: Juckreiz, Rötung, Schuppen
  • Weitere: Verschmierung mit Gesichtshaaren (Hypertrichose)


Wichtiger Hinweis: Minoxidil sollte nur nach ärztlicher Beratung verwendet werden, besonders bei Problemen der Kopfhaut.

Finasterid ist ein oral einzunehmender Wirkstoff, der gezielt in den Hormonstoffwechsel eingreift. Er hemmt das Enzym 5-α-Reduktase und reduziert dadurch die Bildung von Dihydrotestosteron (DHT), einem zentralen Auslöser des erblich bedingten Haarausfalls.


Mögliche Nebenwirkungen 

  • Gelegentlich: verminderte Libido, Erektions- oder Ejakulationsstörungen
  • Selten: Brustspannen, Stimmungsschwankungen


Wichtiger Hinweis: Die Einnahme sollte nur nach ärztlicher Beratung erfolgen, um Nutzen und mögliche Risiken individuell abzuwägen.

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Zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls werden Wirkstoffe eingesetzt, die entweder die Wachstumsphase der Haare verlängern oder den hormonellen Einfluss auf die Haarfollikel reduzieren. Dadurch kann der Haarverlust verlangsamt und vorhandenes Haar stabilisiert werden.

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So können wir Dich unterstützen

Wenn Du Unterstützung bei der Behandlung von Haarausfall suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.

Appetitzügelung

Online-Fragebogen

Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.

Regulierung des Blutzuckers

Ärztliche Prüfung

Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.

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Bei positiver Einschätzung wird Dein Rezept direkt an Deine Wunschapotheke weitergeleitet.

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Deine Daten sind bei uns in besten Händen.

Medizinisch begleitet

Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.

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FAQ
Häufige Fragen zu Haarausfall

Haarausfall gilt als erblich bedingt, wenn sich Stirnhaarlinie oder Scheitelhaare über Monate bis Jahre sichtbar zurückbilden und familiär gehäuft vorkommen. Leichte saisonale Haarausdünnungen sind normal und nicht automatisch genetisch bedingt.

Die Fortschreitung lässt sich bei vielen Männern verlangsamen, bestehende Haare können stabilisiert werden. Bei einigen gelingt sogar Nachwuchs von Haaren. Vollständige Rückbildung ohne Therapie ist jedoch selten, deshalb lohnt frühzeitiges Handeln.

Erste Wahl sind bewährte Medikamente wie Minoxidil (topisch) und Finasterid (oral). Kombinationstherapien, z. B. Minoxidil plus Finasterid oder ergänzende Verfahren wie PRP (Plättchenreiches Plasma), zeigen oft die besten Ergebnisse.

Die Wirkung setzt meist nach 3–6 Monaten konsequenter Anwendung ein, bei manchen Männern auch später. Geduld ist entscheidend: Bricht man die Behandlung zu früh ab, führt dies meist zum Rückgang der erzielten Erfolge.

Topisches Minoxidil kann Kopfhautreizungen verursachen, oral eingenommene 5α-Reduktase-Hemmer (z. B. Finasterid) können Libido oder Erektion beeinflussen. Seltene Nebenwirkungen sollten stets mit dem Arzt besprochen werden.

Ja. Haartransplantationen, Toupets, Microneedling, Low-Level-Laser sowie gezieltes Styling können das Erscheinungsbild verbessern. Auch psychologische Unterstützung oder Selbsthilfegruppen helfen vielen Männern, mit dem Haarausfall besser umzugehen.

1 https://gesund.bund.de/anlagebedingter-haarausfall-beim-mann


https://www.humangenetics-bonn.de/forschung/forschungsthemen/haarlosigkeit-haarausfall/androgenetische-alopezie/


3 https://gesund.bund.de/anlagebedingter-haarausfall-beim-mann


https://www.humangenetics-bonn.de/forschung/forschungsthemen/haarlosigkeit-haarausfall/androgenetische-alopezie/


https://www.ovid.com/journals/cddr/fulltext/10.4103/cdr.cdr_29_21~pathogenesis-of-androgenetic-alopecia


https://flexikon.doccheck.com/de/Androgenetische_Alopezie_beim_Mann


https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/24515-male-pattern-baldness-androgenic-alopecia


https://www.msdmanuals.com/de/heim/hauterkrankungen/erkrankungen-der-haarfollikel/alopezie-haarausfall#Ursachen_v792319_de


https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5596658/


10 https://academic.oup.com/bjd/article-abstract/164/1/5/6642944


11 https://journals.viamedica.pl/forum_dermatologicum/article/view/95391


12 https://ijdvl.com/androgenetic-alopecia-an-update/


13 https://www.netdoktor.de/symptome/haarausfall/


14 https://journals.lww.com/cddr/fulltext/2022/06020/androgenetic_alopecia___medical_management.4.aspx

15 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3314717/


16 https://www.dovepress.com/article/download/96997


17 https://flexikon.doccheck.com/de/Androgenetische_Alopezie_beim_Mann


18 https://www.rosenfluh.ch/media/dermatologie-aesthetische-medizin/2012/01/Androgenetische_Alopezie.pdf


19 https://ichgcp.net/de/amp/clinical-trials-registry/NCT07018349


20 https://ichgcp.net/de/clinical-trials-registry/NCT05129800


21 https://www.srf.ch/wissen/wissens-chats/q-a-haarausfall-gibt-es-natuerliche-mittel-gegen-geheimratsecken

*Eine Online-Behandlung ist nur möglich, wenn je nach strenger Einzelfallprüfung ein persönlicher ärztlicher Kontakt nicht nötig ist. Deine Anfrage nach einer Cannabis-Therapie ist lediglich Dein unverbindlicher Wunsch, da nur eine Ärztin / ein Arzt entscheidet, welche Therapie Dir empfohlen wird, insbesondere ob und welche Cannabisblüten in Deinem Einzelfall geeignet sein könnten. Du kannst zwar eine bestimmte Cannabissorte als Wunsch angeben, hast jedoch keinen Anspruch darauf, da die Therapie- und Arzneientscheidung einzig und allein den ärztlichen Fachpersonen obliegt. Sie allein bestimmen, ob und welche Cannabissorte, THC-Konzentration und Menge im Einzelfall am besten geeignet sind und inwieweit Du per Telemedizin mit oder ohne einem ärztlichen Gespräch behandelbar bist. Da mit der Cannabislegalisierung auch das Medizinal-Cannabis weniger streng reguliert wird und kein BtM-Rezept mehr nötig ist, reichen nun bereits körperliche Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Migräne und Appetitlosigkeit und vieles mehr für die Cannabis-Therapie aus. Der gezahlte Betrag wird selbstverständlich zurückerstattet, falls eine Behandlung durch die Ärzt:innen nicht zustande kommt. Hinweis: Diese Website ist eine Plattform für Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheken ohne deren Mitwirkung alle Inhalte zu redaktionellen Zwecken erstellt wurden. Es wird keine Apotheke zugewiesen. Nutzer:innen können und sollen insbesondere im Fragebogen ihre Wunschapotheke frei wählen. Alle Apotheken sind eingeladen, an dieser Plattform kostenlos teilzunehmen.
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