Zurückweichender Haaransatz oder dünner werdendes Haar sind für viele Männer ein sensibles Thema. Gut informiert lässt sich besser verstehen, was dahinter steckt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Wann spricht man von Haarausfall?
Von Haarausfall spricht man, wenn Haare über längere Zeit in auffälliger Menge ausfallen oder die Kopfhaardichte sichtbar abnimmt. Leichter saisonaler Haarverlust ist nicht ungewöhnlich, bei anhaltendem oder starkem Haarausfall sollte jedoch eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
In diesen Fällen ist ärztlicher Rat sinnvoll:
Erblich bedingter Haarausfall entsteht meist durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und androgenabhängigen Prozessen:
Polymorphismen in Androgenrezeptor-Genen und anderen Genen erhöhen die Anfälligkeit. Häufig treten Haarausfall-Muster familiär gehäuft auf.
Testosteron wird in den Haarfollikeln zu Dihydrotestosteron (DHT) umgewandelt. DHT verkürzt die Wachstumsphase der Haare und führt schrittweise zur Miniaturisierung der Follikel.
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Haarausfall: Etwa 30 % der Männer in den 30ern, 40 % in den 40ern und rund 50 % um das 50. Lebensjahr sind betroffen.
Stress, falsche Ernährung, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen können Haarausfall zusätzlich verstärken.
Haarausfall entwickelt sich oft schleichend und wird unterschiedlich wahrgenommen. Neben den sichtbaren Veränderungen können auch psychische Auswirkungen auftreten:
Sichtbare Ausdünnung am Scheitel oder zurückweichender Haaransatz
Fortschreitende Miniaturisierung der Haare (dicke Haare werden feiner)
Kahlstellenbildung bei fortgeschrittenem Haarausfall
Psychische Belastung, Unsicherheit oder Rückzug aus sozialen Situationen
Beeinträchtigung des eigenen Selbstbildes
Die Behandlung von Haarausfall richtet sich nach Ursache, Stadium und individuellen Erwartungen. Je früher geeignete Maßnahmen ergriffen werden, desto besser lassen sich Haarverlust verlangsamen und bestehende Haare erhalten.
Gesunde Ernährung, Stressabbau, Bewegung, Rauchstopp und moderater Alkoholkonsum können das Haarwachstum unterstützen.
Minoxidil 2 % oder 5 % (Schaum oder Fluid) verlängert die Wachstumsphase der Haare und kann die Haardichte erhöhen.
Finasterid oder Dutasterid hemmen 5α-Reduktase, reduzieren DHT und verlangsamen die Miniaturisierung der Haarfollikel.
Haartransplantation, PRP, Microneedling oder Low-Level-Laser können in Kombination mit medikamentösen Therapien eingesetzt werden.
Wenn Ärzt:innen eine medikamentöse Behandlung bei Haarausfall empfehlen, hängt die Wahl vom Alter, der Ursache und bisherigen Erfahrungen ab. Grundsätzlich kommen topische Mittel oder Tabletten infrage.
Minoxidil regt die Durchblutung der Kopfhaut an und verlängert die Wachstumsphase der Haarfollikel. Tägliche Anwendung über mindestens 4–6 Monate ist nötig.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Minoxidil sollte nur nach ärztlicher Beratung verwendet werden, besonders bei Problemen der Kopfhaut.
Finasterid ist ein oral einzunehmender Wirkstoff, der gezielt in den Hormonstoffwechsel eingreift. Er hemmt das Enzym 5-α-Reduktase und reduziert dadurch die Bildung von Dihydrotestosteron (DHT), einem zentralen Auslöser des erblich bedingten Haarausfalls.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Die Einnahme sollte nur nach ärztlicher Beratung erfolgen, um Nutzen und mögliche Risiken individuell abzuwägen.
Zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls werden Wirkstoffe eingesetzt, die entweder die Wachstumsphase der Haare verlängern oder den hormonellen Einfluss auf die Haarfollikel reduzieren. Dadurch kann der Haarverlust verlangsamt und vorhandenes Haar stabilisiert werden.
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Haarausfall gilt als erblich bedingt, wenn sich Stirnhaarlinie oder Scheitelhaare über Monate bis Jahre sichtbar zurückbilden und familiär gehäuft vorkommen. Leichte saisonale Haarausdünnungen sind normal und nicht automatisch genetisch bedingt.
Die Fortschreitung lässt sich bei vielen Männern verlangsamen, bestehende Haare können stabilisiert werden. Bei einigen gelingt sogar Nachwuchs von Haaren. Vollständige Rückbildung ohne Therapie ist jedoch selten, deshalb lohnt frühzeitiges Handeln.
Erste Wahl sind bewährte Medikamente wie Minoxidil (topisch) und Finasterid (oral). Kombinationstherapien, z. B. Minoxidil plus Finasterid oder ergänzende Verfahren wie PRP (Plättchenreiches Plasma), zeigen oft die besten Ergebnisse.
Die Wirkung setzt meist nach 3–6 Monaten konsequenter Anwendung ein, bei manchen Männern auch später. Geduld ist entscheidend: Bricht man die Behandlung zu früh ab, führt dies meist zum Rückgang der erzielten Erfolge.
Topisches Minoxidil kann Kopfhautreizungen verursachen, oral eingenommene 5α-Reduktase-Hemmer (z. B. Finasterid) können Libido oder Erektion beeinflussen. Seltene Nebenwirkungen sollten stets mit dem Arzt besprochen werden.
Ja. Haartransplantationen, Toupets, Microneedling, Low-Level-Laser sowie gezieltes Styling können das Erscheinungsbild verbessern. Auch psychologische Unterstützung oder Selbsthilfegruppen helfen vielen Männern, mit dem Haarausfall besser umzugehen.
1 https://gesund.bund.de/anlagebedingter-haarausfall-beim-mann
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