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Heuschnupfen

Heuschnupfen betrifft nicht nur die Nase und Augen, sondern kann auch Schlaf, Konzentration und Alltag beeinträchtigen. Mit gezieltem Umgang, Schutzmaßnahmen und wirksamer Therapie lassen sich die Beschwerden deutlich lindern und die Lebensqualität verbessern.

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Wann spricht man von Heuschnupfen?

Heuschnupfen liegt vor, wenn dein Immunsystem überempfindlich auf Pollen reagiert und typische allergische Symptome auslöst – unabhängig davon, ob draußen die Sonne scheint oder es warm ist. Es handelt sich also nicht um eine vorübergehende „Saisonbeschwerde“, sondern um eine echte allergische Reaktion, die die Lebensqualität spürbar einschränken kann.


Du solltest ärztlichen Rat einholen, wenn:

  • die Symptome regelmäßig auftreten und nicht nur sporadisch,
  • Niesen, laufende oder verstopfte Nase sowie juckende Augen deinen Alltag, Schlaf oder Konzentration beeinträchtigen,
  • Freizeit, Sport oder Arbeit durch die Beschwerden eingeschränkt werden,
  • Hausmittel oder kurzfristige Medikamente keine ausreichende Linderung bringen,
  • zusätzliche Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Leistungsabfall auftreten.


Auch wenn die Beschwerden mild erscheinen, lohnt sich eine Abklärung. Unbehandelter Heuschnupfen kann chronische Schleimhautentzündungen, Nasenpolypen oder allergisches Asthma begünstigen. Frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung helfen, die Saison deutlich angenehmer zu gestalten.

Wann spricht man von Menstruationsbeschwerden

Mögliche Ursachen

Causes illustration

Welche Pollen genau Beschwerden verursachen, hängt von der Region, der Jahreszeit und den individuellen Sensibilisierungen ab. Zu den Hauptauslösern zählen:

Baumpollen

Zum Beispiel Birke, Hasel oder Erle; sie fliegen vor allem im Frühling (Februar bis Mai).

Gräserpollen

Typisch sind Wiesen- und Schnitträger wie Roggen oder Timothee, Hauptsaison meist Mai bis Juli.

Kräuterpollen

Hormonelle Schwankungen, psychische Belastungen, Beifuß, Ambrosia oder andere Spätblüher; Saison von Sommer bis Herbst.

Schimmelpilzsporen

Hormonelle Schwankungen, psychische Belastungen, Auch sie können saisonale oder ganzjährige Beschwerden auslösen, besonders in feuchten Innenräumen.

Hausstaubmilben

Eher Auslöser für ganzjährige Rhinitis als klassischer Heuschnupfen.

Symptome und gesundheitliche Folgen

Heuschnupfen zeigt sich oft deutlich, kann aber in Intensität und Kombination sehr unterschiedlich sein. Betroffene merken die Beschwerden meist schon beim Aufstehen oder während Aktivitäten im Freien, insbesondere in der Hochsaison der Pollen. Die Symptome betreffen vor allem Nase, Augen und manchmal die unteren Atemwege. Sie können nicht nur lästig sein, sondern auch Schlaf, Konzentration, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität erheblich einschränken.

Heftiges Niesen in Schüben

Laufende Nase (wässriges Sekret)

Verstopfte Nase

Juckende, rote oder tränende Augen

Husten, Engegefühl in der Brust oder allergisches Asthma

Wie wird Heuschnupfen festgestellt?

Ziel ist es, die Auslöser zu identifizieren, die Symptome richtig einzuordnen und andere Ursachen auszuschließen.


  • Anamnese: Dein:e Ärzt:in fragt nach dem Beginn, Verlauf und der Häufigkeit der Beschwerden, Auslösern, der Wirkung bisheriger Therapien sowie nach familiären Allergien oder begleitenden Erkrankungen.


  • Körperliche Untersuchung: Nasenschleimhaut, Augen und Atemwege werden untersucht. Typische Zeichen wie gerötete Augen, geschwollene Nasenschleimhaut oder allergischer Schnupfen helfen bei der Einschätzung.


  • Allergologische Tests: Hautpricktest oder Bluttest messen die Sensibilisierung gegen bestimmte Pollen oder andere Allergene. In speziellen Fällen kann ein Nasenprovokationstest erfolgen.


  • Lungenfunktionstest: Bei Verdacht auf allergisches Asthma werden Spirometrie oder Peak-Flow-Messungen durchgeführt, um die Atemwege zu prüfen.


Wichtig: Ein positiver Allergietest allein reicht nicht aus, die Symptome müssen zum Testergebnis passen, damit von Heuschnupfen gesprochen werden kann.

Wie wird Heuschnupfen festgestellt?

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung verfolgt drei Ziele: Symptomlinderung, Reduktion der Schleimhautentzündung und Behandlung der Ursache. Meist kombiniert man mehrere Ansätze:

Healthcare professionals

Medikamentöse Behandlung

Antihistaminika

Nasale Kortikosteroide

Augentropfen

kurzzeitig abschwellende Nasensprays

Nicht-medikamentöse Behandlung

Pollenflugkalender nutzen

Innenräume pollenarm halten (z. B. Pollengitter in den Fenstern)

Öfter Kleidung wechseln und duschen

Nasenspülungen

Immuntherapie

Injektionen oder Tabletten

Langfristiger Toleranzaufbau

Risikoreduktion für Asthma

Notfalltherapie

Bei schweren allergischen Reaktionen (Anaphylaxie) Adrenalin-Pen einsetzen und Notruf absetzen

Medikamente zur Behandlung von Heuschnupfen

Ob und welche Medikamente eingesetzt werden, hängt von Schweregrad, Symptomhäufigkeit und individuellen Bedürfnissen ab. Die Therapie wird stufenweise angepasst und sollte regelmäßig ärztlich überprüft werden.

Medikamente zur Unterstützung bei Heuschnupfen
Wirkstoffe

Wirken gegen Juckreiz, Niesen, laufende Nase und tränende Augen. Meist als Tabletten oder Tropfen erhältlich, einige auch als Nasenspray oder Augentropfen.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Müdigkeit, Mundtrockenheit
  • Selten: Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden


Wichtiger Hinweis:

Antihistaminika lindern die Symptome, bekämpfen aber nicht die Ursache. Regelmäßige Anwendung während der Pollenflugzeit verbessert die Wirkung.

Wirken stark entzündungshemmend und reduzieren Schleimhautschwellung, Verstopfung und Sekretproduktion. Besonders geeignet bei mäßigen bis starken Symptomen.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Leichte Reizung oder Trockenheit der Nasenschleimhaut
  • Selten: Nasenbluten


Wichtiger Hinweis:

Regelmäßige Anwendung ist entscheidend. Die volle Wirkung tritt oft erst nach mehreren Tagen ein.

Lindern Juckreiz, Rötung und Tränenfluss der Augen. Einige Präparate kombinieren Antihistaminika mit Mastzellstabilisatoren.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: kurzes Brennen oder Fremdkörpergefühl
  • Selten: allergische Reaktion auf Bestandteile


Wichtiger Hinweis:

Nur nach Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung anwenden. Kontaktlinsen ggf. während Anwendung herausnehmen.

Lindern kurzfristig die verstopfte Nase durch Abschwellung der Nasenschleimhaut.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Trockenheit oder Brennen in der Nase
  • Bei Daueranwendung: Rückfallschnupfen (Rhinitis medicamentosa)


Wichtiger Hinweis:

Nur maximal 5–7 Tage verwenden. Längere Nutzung kann die Symptome verschlimmern.

Nur in sehr schweren Fällen kurzzeitig eingesetzt, wenn andere Therapien nicht ausreichen. Wirken stark entzündungshemmend.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen
  • Selten: Bluthochdruck, erhöhtes Infektionsrisiko


Wichtiger Hinweis:

Nur unter strenger ärztlicher Kontrolle, kurzzeitig und mit engmaschiger Überwachung.

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Bei Heuschnupfen kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz: Sie lindern akute Beschwerden, reduzieren Entzündungen und verbessern langfristig die Lebensqualität. Ziel ist ein Alltag ohne starke Einschränkungen durch Niesen, Juckreiz oder verstopfte Nase.

Healthcare professionals

So können wir Dich unterstützen

Wenn Du Unterstützung bei der Behandlung von Heuschupfen suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie

Appetitzügelung

Online-Fragebogen

Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.

Regulierung des Blutzuckers

Ärztliche Prüfung

Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.

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FAQ
Häufige Fragen zu Heuschnupfen

Heuschnupfen zeigt sich oft durch typische Beschwerden wie Niesen in Schüben, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende Augen, Brennen im Hals oder Husten. Besonders auffällig ist, dass diese Symptome saisonal auftreten, meist im Frühling und Sommer, und unabhängig von Erkältungen oder Infekten bestehen. Wenn du merkst, dass die Beschwerden jedes Jahr zur gleichen Zeit auftreten oder besonders stark bei bestimmten Pflanzenpollen, ist das ein Hinweis auf Heuschnupfen.

Nicht jede Pollenart löst bei allen Betroffenen Beschwerden aus. Typische Auslöser sind Baumpollen (z. B. Birke im Frühling), Gräserpollen (Mai–Juli) und Kräuterpollen (Sommer–Herbst). Auch Schimmelpilzsporen oder Hausstaubmilben können Symptome auslösen. Ein Allergietest beim Arzt – Hautpricktest oder Bluttest – zeigt genau, welche Stoffe dein Immunsystem reagieren lassen, damit du gezielt Maßnahmen ergreifen kannst.

Es gibt viele einfache Tricks, die den Alltag erleichtern: Nutze Pollenflugkalender, um Aktivitäten im Freien zu planen, halte Fenster bei hohen Pollenwerten geschlossen und wechsle Kleidung nach draußen. Duschen und Haare waschen nach draußen hilft, Pollen von Haut und Haaren zu entfernen. Sonnenbrille und Hut schützen die Augen, und Nasenspülungen mit isotoner Kochsalzlösung können Pollen mechanisch aus der Nase spülen. Schon kleine Anpassungen reduzieren Beschwerden deutlich.

Ja. Eine verstopfte Nase, Niesen oder juckende Augen stören den Schlaf, führen zu Müdigkeit und können Konzentrationsprobleme verursachen. Viele Betroffene fühlen sich tagsüber abgeschlagen oder unkonzentriert. Deshalb ist es wichtig, die Symptome nicht zu ignorieren: Schon regelmäßige Nasenspülungen, Pollenreduktion in Innenräumen und gezielte medikamentöse Therapie können Schlaf und Alltag deutlich verbessern.

Ob Medikamente nötig sind, hängt von der Schwere deiner Symptome und deinem Lebensstil ab. Häufig genutzte Mittel sind Antihistaminika (gegen Niesen, Juckreiz und laufende Nase), nasale Kortikosteroide (gegen Entzündungen und Verstopfung) und antiallergische Augentropfen. Die Dosierung, Anwendung und Kombination werden vom Arzt auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Wichtig: Regelmäßige Anwendung während der Saison verbessert die Wirkung deutlich.

AIT ist die einzige Therapie, die direkt an der Ursache ansetzt: Sie trainiert dein Immunsystem, die Allergene zu tolerieren. Das Ziel ist, Symptome langfristig zu reduzieren, den Medikamentenbedarf zu senken und sogar das Risiko für Asthma zu verringern. Es gibt zwei Formen: Injektionen beim Arzt (SCIT) oder Tabletten/Tropfen zu Hause (SLIT). Die Behandlung dauert meist 3–5 Jahre, aber wer sie konsequent durchführt, merkt oft, dass die Pollensaison viel weniger belastend wird.

1 https://www.nature.com/articles/s41572-020-00227-0


https://www.umweltbundesamt.de/en/monitoring-on-das/cluster/human-health/ge-i-3/indicator


3 https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2022.874114/full


https://www.ecarf.org/en/information-portal/general-allergy-info/allergien-zahlen-und-fakten/


https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/wie-entwickeln-sich-allergien-bei-kindern-und-erwachsenen/


https://karger.com/iaa/article-abstract/181/2/128/168110/Allergic-Rhinitis-to-Weed-Pollen-in-Germany


https://register.awmf.org/assets/guidelines/061_D_Ges_fuer_Allergologie_und_klinische_Immunologie/061-004eng_S2k_allergen-immunotherapy_in_IgE_mediated_allergic_diseases_2022-10.pdf


https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2022.874114/full


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK538186/


10 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22487783/


11 https://www.gesundheitsinformation.de/heuschnupfen.html


12 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30525742/


13 https://bmcpulmmed.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12890-025-03523-1


14 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32685128/


15 https://www.ijorl.com/index.php/ijorl/article/view/3024


16 https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/allergische-rhinitis/diagnose


17 https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1029-6494


18 https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/allergische-rhinitis/behandlung


19 https://www.arztcme.de/wp-content/uploads/arztCME_Allergische-Rhinitis_update.pdf


20 https://www.pharmazeutische-zeitung.de/leitliniengerecht-therapieren-138823/


21 https://register.awmf.org/assets/guidelines/061-004l_S2k_Allergen-Immuntherapie-bei-IgE-vermittelten-allergischen_Erkrankungen_2022-10.pdf


22 https://www.researchgate.net/publication/337009463_ARIA-Leitlinie_2019_Behandlung_der_allergischen_Rhinitis_im_deutschen_Gesundheitssystem


23 https://www.arztcme.de/wp-content/uploads/arztCME_Allergische-Rhinitis_update.pdf


24 https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/allergische-rhinitis/behandlung


25 https://www.researchgate.net/publication/337009463_ARIA-Leitlinie_2019_Behandlung_der_allergischen_Rhinitis_im_deutschen_Gesundheitssystem

*Eine Online-Behandlung ist nur möglich, wenn je nach strenger Einzelfallprüfung ein persönlicher ärztlicher Kontakt nicht nötig ist. Deine Anfrage nach einer Cannabis-Therapie ist lediglich Dein unverbindlicher Wunsch, da nur eine Ärztin / ein Arzt entscheidet, welche Therapie Dir empfohlen wird, insbesondere ob und welche Cannabisblüten in Deinem Einzelfall geeignet sein könnten. Du kannst zwar eine bestimmte Cannabissorte als Wunsch angeben, hast jedoch keinen Anspruch darauf, da die Therapie- und Arzneientscheidung einzig und allein den ärztlichen Fachpersonen obliegt. Sie allein bestimmen, ob und welche Cannabissorte, THC-Konzentration und Menge im Einzelfall am besten geeignet sind und inwieweit Du per Telemedizin mit oder ohne einem ärztlichen Gespräch behandelbar bist. Da mit der Cannabislegalisierung auch das Medizinal-Cannabis weniger streng reguliert wird und kein BtM-Rezept mehr nötig ist, reichen nun bereits körperliche Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Migräne und Appetitlosigkeit und vieles mehr für die Cannabis-Therapie aus. Der gezahlte Betrag wird selbstverständlich zurückerstattet, falls eine Behandlung durch die Ärzt:innen nicht zustande kommt. Hinweis: Diese Website ist eine Plattform für Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheken ohne deren Mitwirkung alle Inhalte zu redaktionellen Zwecken erstellt wurden. Es wird keine Apotheke zugewiesen. Nutzer:innen können und sollen insbesondere im Fragebogen ihre Wunschapotheke frei wählen. Alle Apotheken sind eingeladen, an dieser Plattform kostenlos teilzunehmen.
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