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Hirsutismus

Hirsutismus beschreibt das vermehrte Auftreten von androgenabhängiger Körperbehaarung bei Frauen an Stellen, an denen normalerweise nur wenig oder keine Haare wachsen. Eine frühzeitige Abklärung ermöglicht gezielte Therapien und Maßnahmen zur Reduktion der individuellen Belastung.

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Was ist Hirsutismus?

Hirsutismus bezeichnet das übermäßige Wachstum von dunklen, dichten Haaren bei Frauen an Körperstellen, an denen normalerweise nur sehr wenig oder gar keine Haare vorkommen. Typische Bereiche sind Gesicht, Brust, Rücken, Bauch und Schultern. Dabei handelt es sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom, das auf hormonelle Ungleichgewichte, genetische Veranlagung oder bestimmte Medikamente hinweisen kann.


Wann ärztlicher Rat wichtig ist:

  • Plötzlicher oder stark zunehmender Haarwuchs innerhalb weniger Monate


  • Begleiterscheinungen, die auf hormonelle Störungen hinweisen, wie Akne, Haarausfall am Kopf oder unregelmäßige Menstruation


  • Familienanamnese von hormonellen Erkrankungen oder PCOS, wenn Symptome auftreten


  • Psychische Belastung, die das Selbstwertgefühl, Alltag oder soziale Kontakte beeinträchtigt


  • Verdacht auf seltene hormonelle Erkrankungen wie Nebennierentumore oder andere Endokrinopathien


Eine frühzeitige ärztliche Abklärung hilft, die Ursache zu finden, gezielt zu behandeln und den Leidensdruck zu reduzieren.

Wann spricht man von Menstruationsbeschwerden

Mögliche Ursachen

Causes illustration

Hirsutismus entsteht nicht durch eine einzelne Ursache. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen, die den androgenabhängigen Haarwuchs bei Frauen begünstigen:

Hormonelle Faktoren

Ein Überschuss an Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen) ist die häufigste Ursache. Sie regen die Haarfollikel an, stärker und dunkleres Haar zu produzieren, besonders im Gesicht, Brust- oder Rückenbereich.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)

PCOS ist die häufigste hormonelle Ursache. Neben Hirsutismus treten oft unregelmäßige Menstruation, Akne, Haarausfall am Kopf und zystische Veränderungen der Eierstöcke auf.

Adrenale Erkrankungen

Überproduktion von Androgenen durch die Nebennieren, z. B. beim adrenogenitalen Syndrom, kann ebenfalls zu verstärktem Haarwuchs führen.

Medikamente

Bestimmte Medikamente wie Kortikosteroide, anabole Steroide oder einige Antidepressiva können Hirsutismus begünstigen.

Symptome und gesundheitliche Folgen

Hirsutismus zeigt sich primär durch vermehrtes, dunkles Haar an typischen Körperstellen im Gesicht, an den Armen, der Brust oder dem Rücken. Meist entwickelt sich der Haarwuchs schleichend.

Starke, dunkle Körperbehaarung

Akne und fettige Haut

Haarausfall am Kopf (androgenetische Alopezie)

Unregelmäßige Menstruation und Gewichtszunahme oder ungünstige Fettverteilung

Scham, Stress oder psychische Belastungen als Folge

Wie wird Hirsutismus festgestellt?

Die Diagnose erfordert eine sorgfältige Abklärung, da Symptome unspezifisch sein können:


  • Anamnese: Erfasst werden Beginn und Verlauf des Haarwuchses, Zyklusinformationen, Medikamenteneinnahme und familiäre Vorerkrankungen.


  • Körperliche Untersuchung: Beurteilung des Haarwuchses mit Skalen wie dem Ferriman-Gallwey-Score, Kontrolle von Akne, Fettverteilung und Zeichen hormoneller Veränderungen.


  • Labordiagnostik: Blutwerte für Testosteron, DHEAS, LH/FSH, Prolaktin und Schilddrüsenwerte helfen, die hormonellen Ursachen zu identifizieren.


  • Bildgebung: Ultraschall der Eierstöcke oder Nebennieren-MRT, um strukturelle Veränderungen zu erkennen.


  • Psychologische Beurteilung: Bei starker psychischer Belastung kann therapeutische Unterstützung sinnvoll sein.
Wie werden Menstruationsbeschwerden festgestellt?

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Hirsutismus lässt sich meist nicht vollständig heilen, aber gezielt behandeln. Die wirksamste Therapie kombiniert medizinische, kosmetische und psychologische Ansätze.

Healthcare professionals

Medizinische Therapie

Orale Kontrazeptiva (Antibabypille): Reduzieren Androgene, verbessern Zyklus und Akne; Wirkung auf Haarwuchs meist nach 3–6 Monaten.

Antiandrogene (Spironolacton, Flutamid): Blockieren Androgene an Haarfollikeln, meist kombiniert mit Pille; Wirkung auf Gesicht, Brust und Rücken.

GnRH-Analoga: Senken LH/FSH, verringern Androgenproduktion; Einsatz bei schwer behandelbaren Fällen.

Topische Maßnahmen

Enthaarungscremes, Rasieren, Wachsen

Dauerhafte Haarentfernung (Laser oder Elektrolyse)

Make-up oder kosmetische Abdeckungen

Begleitende Maßnahmen

Gewichtsmanagement, gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung

Psychologische Unterstützung in Form von Therapie oder Selbsthilfegruppen

Medikamente zur Behandlung von Hirsutismus

Wenn eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt individuell über Wirkstoff, Form und Dauer, abhängig von Symptomen, Infektionsschwere, Schwangerschaft oder Rückfallrisiko.

Medikamente zur Unterstützung bei Mentruationsbeschwerden
Wirkstoffe

Orale Kontrazeptiva reduzieren die Androgenproduktion der Eierstöcke und verbessern häufig Zyklus und Akne. Die Wirkung auf Haarwuchs zeigt sich meist nach 3–6 Monaten.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Übelkeit, Brustspannen
  • Weitere: Stimmungsschwankungen, Thromboserisiko


Wichtiger Hinweis:

Nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.

Blockieren die Wirkung von Androgenen an den Haarfollikeln. Meist in Kombination mit oralen Kontrazeptiva, da diese Medikamente teratogen sind.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Müdigkeit, Menstruationsstörungen
  • Weitere: selten Leberschäden


Wichtiger Hinweis:

Regelmäßige ärztliche Kontrolle notwendig, insbesondere Leberwerte und Blutdruck überwachen.

Reduzieren die Ausschüttung von LH und FSH und senken dadurch die Androgenproduktion der Eierstöcke. Einsatz meist bei schwer behandelbaren Fällen.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Hitzewallungen, Schlafstörungen
  • Weitere: Knochendichteverlust bei längerer Anwendung


Wichtiger Hinweis:

Zeitlich begrenzter Einsatz unter enger ärztlicher Kontrolle.

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Zur Behandlung von Hirsutismus werden hormonelle Medikamente und unterstützende Präparate eingesetzt, um Androgene zu regulieren, Haarwuchs zu reduzieren und Begleiterscheinungen wie Akne zu lindern.

Healthcare professionals

So können wir Dich unterstützen

Wenn Du Unterstützung bei der Behandlung von Hirsutismus suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.

Appetitzügelung

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Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.

Regulierung des Blutzuckers

Ärztliche Prüfung

Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.

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Bei positiver Einschätzung wird Dein Rezept direkt an Deine Wunschapotheke weitergeleitet.

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FAQ
Häufige Fragen zu Hirsutismus

Hirsutismus bedeutet verstärkter, dunkel gefärbter Haarwuchs an Stellen, an denen Frauen normalerweise wenig oder keine Haare haben – zum Beispiel Gesicht, Brust, Rücken oder Bauch. Du bemerkst ihn oft schleichend: Erst wenige Haare, später dichter und auffälliger. Begleitend können Akne, fettige Haut, unregelmäßige Perioden oder Haarausfall am Kopf auftreten. Das ist ein Hinweis darauf, dass hormonelle Faktoren beteiligt sein könnten, und ein guter Grund, ärztlichen Rat einzuholen.

Die Ursachen sind vielfältig: Häufig liegt ein hormonelles Ungleichgewicht zugrunde, etwa bei PCOS oder einer Überproduktion von Androgenen durch Eierstöcke oder Nebennieren. Auch Medikamente, genetische Veranlagung oder seltene Nebennierenerkrankungen können Hirsutismus auslösen. In rund 90 % der Fälle findet man keine ernsthafte Erkrankung – man spricht dann von idiopathischem Hirsutismus. Eine ärztliche Abklärung ist dennoch sinnvoll, um Risiken auszuschließen.

Zuerst erfolgt ein ausführliches Gespräch (Anamnese), dann eine körperliche Untersuchung, bei der der Haarwuchs bewertet wird. Bluttests messen Hormonwerte wie Testosteron, DHEAS oder LH/FSH. Bei Verdacht auf strukturelle Veränderungen können Ultraschall oder MRT der Eierstöcke bzw. Nebennieren folgen. Ziel ist immer: harmlosen Haarwuchs von behandelbaren hormonellen Störungen unterscheiden.

Die Therapie ist individuell und meist multimodal:


Medikamente: Orale Kontrazeptiva reduzieren Androgene, Antiandrogene wie Spironolacton blockieren die Wirkung auf Haarfollikel.


Topische & kosmetische Methoden: Rasieren, Wachsen, Enthaarungscremes, Laser oder Elektrolyse zur dauerhaften Haarreduktion.


Lebensstil: Gewichtskontrolle, gesunde Ernährung, Bewegung können hormonelle Balance unterstützen.


Psychologische Unterstützung: Therapie oder Selbsthilfegruppen helfen beim Umgang mit Scham, Stress oder depressiven Gefühlen.

Wenn der Haarwuchs deutlich zunimmt, das Selbstbewusstsein stark belastet oder zusätzliche Symptome wie Akne, Zyklusstörungen oder Haarausfall auftreten, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Auch plötzlich auftretender starker Haarwuchs, insbesondere nach der Pubertät, ist ein Warnsignal, das ärztlich untersucht werden sollte.

Direkt verhindern lässt sich Hirsutismus meist nicht, besonders wenn hormonelle Ursachen vorliegen. Dennoch können die folgenden Dinge Linderung schaffen:


  • Gesunde Ernährung und Bewegung zur Unterstützung des Hormonhaushalts
  • Stressreduktion, da Stress die Hormone beeinflussen kann
  • Regelmäßige Kontrolle beim Arzt, um hormonelle Veränderungen früh zu erkennen
  • Kosmetische Maßnahmen für das Selbstbewusstsein im Alltag

1 https://gesund.bund.de/hirsutismus


https://www.msdmanuals.com/de/heim/hauterkrankungen/erkrankungen-der-haarfollikel/behaartheit


https://www.msdmanuals.com/de/profi/erkrankungen-der-haut/erkrankungen-der-haare/hirsutismus-und-hypertrichose


4 https://gesund.bund.de/hirsutismus


5 https://www.laserepilation.ch/themen/unerwuenschte-haare/hirsutismus/


6 https://flexikon.doccheck.com/de/Hirsutismus


https://www.msdmanuals.com/de/profi/erkrankungen-der-haut/erkrankungen-der-haare/hirsutismus-und-hypertrichose#Pathophysiologie_v966314_de


https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/krankheitsbild/gynaekologie/hirsutismus


9 https://gesund.bund.de/hirsutismus


10 https://www.endokrinologie.net/krankheiten-hirsutismus.php


11 https://www.frauenaerzte-im-netz.de/aktuelles/meldung/damenbart-kann-anzeichen-einer-fehlfunktion-der-eierstoecke-sein/


12 https://www.msdmanuals.com/de/heim/multimedia/table/einige-ursachen-und-merkmale-von-hirsutismus


13 https://www.imd-potsdam.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/200-299/222-basisdiagnostik-der-hyperandrogenaemie-der-frau-zusammenfassende-uebersicht


14 https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0034-43317


15 https://www.msdmanuals.com/de/profi/erkrankungen-der-haut/erkrankungen-der-haare/hirsutismus-und-hypertrichose#Beurteilung_v966450_de


16 https://www.gesundheits-lexikon.com/Frauengesundheit/Hirsutismus/Labordiagnostik


17 https://www.netdoktor.de/symptome/hirsutismus/


18 https://www.rosenfluh.ch/media/gynaekologie/2004/03/Androgenisierungserscheinungen-bei-Frauen.pdf


19 https://www.kup.at/journals/summary/12989.html


20 https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/2006/hirsutismus


21 https://www.netdoktor.de/symptome/hirsutismus/behandlung-von-hirsutismus/


22 https://www.uke.de/krankheitsbild/hirsutismus.html


23 https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-beim-PCO-Syndrom,pcosyndrom104.html


24 https://www.gesundheits-lexikon.com/Frauengesundheit/Hirsutismus/Praevention


25 https://www.rosenfluh.ch/media/gynaekologie/2004/03/Androgenisierungserscheinungen-bei-Frauen.pdf