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Wenn bei jedem Niesen die Alarmglocken angehen, kann das für die Psyche schnell belastend werden. Verstärkt wird das ganze dann noch, wenn aus der eigenen Krankheit eine Pointe wird, die in Film und Fernsehen für Lacher sorgt. Nur wenige interessiert, was die realen Konsequenzen von Krankheitsängsten sind. Betroffene müssen sich immer wieder erklären und dürfen sich mit vielen Vorurteilen rumschlagen. Dabei sind sie nicht “einfach nur wehleidig” – denn der Angststörung folgt oft ein immenser Leidensdruck.
“Jetzt sei doch kein Hypochonder”, dieser Satz wird häufig genutzt, um klarzumachen, dass das Gegenüber übertreibt. Der Schnupfen wird nichts Schlimmes sein, das Muttermal ist sicher kein Hautkrebs – vermeintlich beruhigende Aussagen können bei den Betroffenen der Krankheitsangst allerdings Gedankenspiralen auslösen. Denn am Ende kann man sich immer eine Frage stellen: Was, wenn doch? Wer unter der hypochondrischen Störung – auch Krankheitsangststörung genannt – leidet, kann das Gedankenkarussell nicht so schnell verlassen. Panikattacken, ständige Selbstevaluation und häufige Besuche bei Ärzt:innen können hier an der Tagesordnung stehen. Woher kommen diese Ängste und was zeichnet sie aus?
Betroffene der hypochondrischen Störung können unter vielerlei Symptomen leiden. Bezeichnend für die Angststörung sind vor allem:
Auch wenn die Betroffenen sich ihrer Symptome bewusst sein können, lassen sie sich nicht durch das Bewusstsein alleine kontrollieren. Gerade in Zeiten von Smartwatches und Co. ist es einfacher denn je, all seine Körperwerte kontinuierlich im Auge zu behalten.
Woher die Krankheitsängste stammen, muss in jedem Fall individuell evaluiert werden. Viele Faktoren können zur Entwicklung der Angststörung führen: So könnte durch die Erziehung eine Veranlagung zu einem ängstlichen Persönlichkeitstypen vorhanden sein, aber auch schlechte Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem könnten der Ursprung sein. Auch schwere Erkrankungen nahestehender Menschen in der Kindheit und Jugend können die Betroffenen dermaßen geprägt haben, dass sie Krankheitsängste in ihnen ausgelöst haben.
Wer von einer hypochondrischen Störung betroffen ist, muss mit mehr als “nur” den Konsequenzen der eigenen Erkrankung leben. Als würde es nicht ausreichen, dass sie ihren Alltag unter großer Angst bewältigen müssen und die Termine bei ihren Ärzt:innen viel Kraft und Kapazitäten aufbrauchen, sie müssen sich auch noch dem gesellschaftlichen Bias aussetzen.
Die Betroffenen, deren Krankheit in Film und Fernsehen als Pointe oder als “Hypochonder” als Beleidigung für vermeintlich wehleidige Menschen genutzt wird, ziehen sich als Reaktion auf die vielen Vorurteile in die Isolation zurück. Und die kann schnell zur psychischen Belastung werden, insbesondere wenn die Betroffenen sich ohnehin bereits missverstanden fühlen.
Wer sich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennt, kann aufatmen: Auch wenn die hypochondrische Störung per se nicht “heilbar” ist, kann eine kognitive Verhaltenstherapie dabei helfen, die Ängste im Zaum zu halten. Betroffene können hier beigebracht bekommen, wie sie mit den Ängsten umgehen, sodass diese nicht mehr ihren Alltag beherrschen – wenn das Gelernte effektiv umgesetzt wird, ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Rückschlags niedriger. Auch Begleiterkrankungen wie Depressionen können angegangen werden, sodass sich die Lebensqualität langfristig wieder erholt.
Für Angehörige von Betroffenen gilt, dass Zuhören und Hilfe zur Selbsthilfe immer angebracht sind. Die Begleitung zu Therapieterminen oder gar das Beiwohnen einer gemeinsamen Sitzung können eine große Unterstützung sein. Aber Vorsicht: Vorauseilende und übermäßige Fürsorge können die Betroffenen in ihrem Eindruck, schwer erkrankt zu sein, bestärken. Der schmale Grat liegt dazwischen, Angstpatient:innen in ihrem Leiden ernst zu nehmen, ohne ihre Ängste zu schüren. Die behandelnden Therapeut:innen können den Angehörigen auch hier mit Tipps zur Seite stehen.
Wenn bei jedem Niesen die Alarmglocken angehen, kann das für die Psyche schnell belastend werden. Verstärkt wird das ganze dann noch, wenn aus der eigenen Krankheit eine Pointe wird, die in Film und Fernsehen für Lacher sorgt. Nur wenige interessiert, was die realen Konsequenzen von Krankheitsängsten sind. Betroffene müssen sich immer wieder erklären und dürfen sich mit vielen Vorurteilen rumschlagen. Dabei sind sie nicht “einfach nur wehleidig” – denn der Angststörung folgt oft ein immenser Leidensdruck.
“Jetzt sei doch kein Hypochonder”, dieser Satz wird häufig genutzt, um klarzumachen, dass das Gegenüber übertreibt. Der Schnupfen wird nichts Schlimmes sein, das Muttermal ist sicher kein Hautkrebs – vermeintlich beruhigende Aussagen können bei den Betroffenen der Krankheitsangst allerdings Gedankenspiralen auslösen. Denn am Ende kann man sich immer eine Frage stellen: Was, wenn doch? Wer unter der hypochondrischen Störung – auch Krankheitsangststörung genannt – leidet, kann das Gedankenkarussell nicht so schnell verlassen. Panikattacken, ständige Selbstevaluation und häufige Besuche bei Ärzt:innen können hier an der Tagesordnung stehen. Woher kommen diese Ängste und was zeichnet sie aus?
Betroffene der hypochondrischen Störung können unter vielerlei Symptomen leiden. Bezeichnend für die Angststörung sind vor allem:
Auch wenn die Betroffenen sich ihrer Symptome bewusst sein können, lassen sie sich nicht durch das Bewusstsein alleine kontrollieren. Gerade in Zeiten von Smartwatches und Co. ist es einfacher denn je, all seine Körperwerte kontinuierlich im Auge zu behalten.
Woher die Krankheitsängste stammen, muss in jedem Fall individuell evaluiert werden. Viele Faktoren können zur Entwicklung der Angststörung führen: So könnte durch die Erziehung eine Veranlagung zu einem ängstlichen Persönlichkeitstypen vorhanden sein, aber auch schlechte Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem könnten der Ursprung sein. Auch schwere Erkrankungen nahestehender Menschen in der Kindheit und Jugend können die Betroffenen dermaßen geprägt haben, dass sie Krankheitsängste in ihnen ausgelöst haben.
Wer von einer hypochondrischen Störung betroffen ist, muss mit mehr als “nur” den Konsequenzen der eigenen Erkrankung leben. Als würde es nicht ausreichen, dass sie ihren Alltag unter großer Angst bewältigen müssen und die Termine bei ihren Ärzt:innen viel Kraft und Kapazitäten aufbrauchen, sie müssen sich auch noch dem gesellschaftlichen Bias aussetzen.
Die Betroffenen, deren Krankheit in Film und Fernsehen als Pointe oder als “Hypochonder” als Beleidigung für vermeintlich wehleidige Menschen genutzt wird, ziehen sich als Reaktion auf die vielen Vorurteile in die Isolation zurück. Und die kann schnell zur psychischen Belastung werden, insbesondere wenn die Betroffenen sich ohnehin bereits missverstanden fühlen.
Wer sich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennt, kann aufatmen: Auch wenn die hypochondrische Störung per se nicht “heilbar” ist, kann eine kognitive Verhaltenstherapie dabei helfen, die Ängste im Zaum zu halten. Betroffene können hier beigebracht bekommen, wie sie mit den Ängsten umgehen, sodass diese nicht mehr ihren Alltag beherrschen – wenn das Gelernte effektiv umgesetzt wird, ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Rückschlags niedriger. Auch Begleiterkrankungen wie Depressionen können angegangen werden, sodass sich die Lebensqualität langfristig wieder erholt.
Für Angehörige von Betroffenen gilt, dass Zuhören und Hilfe zur Selbsthilfe immer angebracht sind. Die Begleitung zu Therapieterminen oder gar das Beiwohnen einer gemeinsamen Sitzung können eine große Unterstützung sein. Aber Vorsicht: Vorauseilende und übermäßige Fürsorge können die Betroffenen in ihrem Eindruck, schwer erkrankt zu sein, bestärken. Der schmale Grat liegt dazwischen, Angstpatient:innen in ihrem Leiden ernst zu nehmen, ohne ihre Ängste zu schüren. Die behandelnden Therapeut:innen können den Angehörigen auch hier mit Tipps zur Seite stehen.