Malaria ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Anopheles-Mücken übertragen wird. Wer sich in Risikogebieten aufhält, kann sich mit gezieltem Mückenschutz und – falls notwendig – medikamentöser Prophylaxe wirksam schützen. Frühzeitige Planung, richtige Medikamente und Schutzmaßnahmen helfen, die Gefahr einer Infektion deutlich zu reduzieren und sorgen für eine sichere Reise.
Was ist Malaria?
Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch Plasmodien (Parasiten) verursacht und durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke übertragen wird. Sie kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Nach dem Stich vermehren sich die Erreger zunächst in der Leber und später in den roten Blutkörperchen, dadurch kann die Erkrankung schnell schwer verlaufen.
Die gefährlichste Form ist die Malaria tropica durch Plasmodium falciparum. Sie kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht behandelt wird.
Von Malaria spricht man dann, wenn Symptome auftreten und der Erreger im Blut nachgewiesen wird. Die Beschwerden beginnen oft unspezifisch und ähneln zunächst einer Grippe.
Wichtig: Jedes Fieber nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet gilt als Malaria, bis sie ausgeschlossen ist – auch Wochen nach der Rückkehr und selbst bei eingenommener Prophylaxe. Frühes Erkennen ist entscheidend, denn Malaria ist gut behandelbar. Verzögerungen erhöhen das Risiko schwerer Verläufe deutlich.
Malaria wird durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen. Die Erreger gelangen dabei über den Speichel der Mücke in den Blutkreislauf.
Risikofaktoren für eine Infektion:
Vor allem Afrika südlich der Sahara, Teile Südostasiens und Südamerikas sind riskant.
Anopheles-Mücken sind besonders dämmerungs- und nachtaktiv.
Resistente Erreger und eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung erhöhen das Risiko schwerer Verläufe deutlich.
Die Erkrankung kann plötzlich auftreten, oft 1–4 Wochen nach dem Mückenstich. Frühe Symptome ähneln einer Grippe. Unbehandelt kann Malaria zu schwerer Anämie, Organversagen oder Koma führen – besonders bei P. falciparum. Deshalb ist frühzeitige Prophylaxe und schnelles Handeln entscheidend.
Fieber und Schüttelfrost
Starke Kopfschmerzen
Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit
Übelkeit und Erbrechen
Müdigkeit, Schwäche, Kreislaufprobleme
Die Diagnostik von Malaria erfolgt schnell und strukturiert, da eine frühzeitige Behandlung entscheidend für den Verlauf ist.
Eine wirksame Malaria-Prophylaxe stützt sich immer auf mehrere Bausteine, die sinnvoll miteinander kombiniert werden. Selbst die beste medikamentöse Vorsorge schützt nicht vollständig, wenn Mückenstiche nicht konsequent vermieden werden. Deshalb steht der persönliche Mückenschutz im Mittelpunkt jeder Präventionsstrategie – unabhängig vom Reiseziel oder der Einnahme von Tabletten.
Reisemedizinische Vorbereitung, individuelle Risikoeinschätzung und Planung der Reisedauer.
Aktivitäten in der Dämmerung oder nachts minimieren, Unterkünfte gut sichern, Pollen-/Insektenflugzeiten beachten.
Haut und Kleidung schützen, Moskitonetze nutzen, Aufenthalte in mückenarmen Räumen bevorzugen.
Wissen, wohin man bei Fieber nach der Rückkehr schnell medizinische Hilfe bekommt.
Ob eine medikamentöse Prophylaxe notwendig ist, hängt vom Reiseziel, der Aufenthaltsdauer, dem persönlichen Risiko und individuellen gesundheitlichen Faktoren ab. Die Auswahl erfolgt immer in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Dieses Kombinationspräparat wirkt zuverlässig gegen die häufigsten Malariaerreger und ist gut verträglich.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Einnahme täglich während der Reise und 7 Tage nach Rückkehr; nicht empfohlen bei schwerer Niereninsuffizienz oder Säuglingen <5 kg.
Ein Antibiotikum, das Malaria vorbeugt und gleichzeitig vor einigen anderen Infektionen schützt.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Täglich einnehmen, ab 1–2 Tage vor Reisebeginn und 4 Wochen nach Rückkehr; nicht für Kinder <8 Jahre oder Schwangere geeignet.
Geeignet nur in Gebieten ohne Resistenzen; verhindert Malaria zuverlässig bei entsprechender Einnahme.
Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtiger Hinweis:
Einnahme beginnt 1–2 Wochen vor Reisebeginn, Fortsetzung 4 Wochen nach Rückkehr; nur unter ärztlicher Kontrolle.
Für Reisende in Malariagebieten stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, die gezielt die Infektion mit Plasmodien verhindern. Die Wahl richtet sich nach Region, Resistenzlage, Alter, Schwangerschaft und Verträglichkeit.
Wenn Du Unterstützung bei der Malaria-Prophylaxe suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.
Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.
Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.
Bei positiver Einschätzung wird Dein Rezept direkt an Deine Wunschapotheke weitergeleitet.
Du entscheidest, ob Deine Medikamente zu Dir nach Hause geliefert werden sollen oder Du sie in Deiner Wunschapotheke abholst.
Kein Wartezimmer, keine langen Wege.
Deine Daten sind bei uns in besten Händen.
Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.
Wenn Du in ein Gebiet reist, in dem Malaria übertragen wird, ist eine Prophylaxe sehr wichtig. Selbst kurze Aufenthalte in ländlichen Regionen können für eine Infektion ausreichen. Die Prophylaxe senkt das Risiko erheblich und kann, falls Du doch infiziert wirst, den Verlauf abmildern.
Es gibt mehrere Wirkstoffe, darunter Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Chloroquin. Welches Präparat für Dich geeignet ist, hängt vom Reiseziel, der Dauer Deines Aufenthalts, Deinem Alter, gesundheitlichen Besonderheiten und möglichen Nebenwirkungen ab. Die Auswahl sollte immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt getroffen werden.
Die meisten Medikamente beginnen 1–2 Tage bis maximal 1–2 Wochen vor Reiseantritt, je nach Wirkstoff. Wichtig ist, die Einnahme auch nach der Rückkehr noch einige Tage bis Wochen fortzusetzen. Nur so kann eine Infektion sicher verhindert werden. Deine Ärztin oder Dein Arzt wird den genauen Plan mit Dir besprechen.
Mückenschutz ist ein zentraler Baustein: helle, langärmelige Kleidung, Imprägnierung von Kleidung, Moskitonetze im Schlafbereich, Insektenschutzmittel (DEET, Picaridin, IR3535) und geschlossene Fenster oder Klimaanlagen. Da Anopheles-Mücken vor allem abends und nachts stechen, solltest Du besonders zu diesen Zeiten geschützt sein.
Nicht alle Präparate sind in jeder Situation geeignet. Doxycyclin z. B. ist für Kinder <8 Jahre und Schwangere nicht geeignet, Atovaquon/Proguanil darf bei schwerer Niereninsuffizienz nicht eingenommen werden. Bei speziellen Bedingungen ist eine individuelle ärztliche Beratung entscheidend, um die beste und sicherste Wahl zu treffen.
Fieber nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet ist ein Notfall. Auch wenn Du die Prophylaxe genommen hast, solltest Du sofort eine medizinische Einrichtung aufsuchen, den Reiseverlauf angeben und Malaria-Test (Schnelltest oder Mikroskopie) durchführen lassen. Eine schnelle Behandlung kann lebensrettend sein.
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13 https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Hydroxychloroquin_3297
14 https://tropeninstitut.de/malaria/malariaprophylaxe-in-der-schwangerschaft-
15 https://tropeninstitut.de/malaria/malariaprophylaxe-fuer-kinder
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