Migräne ist mehr als Kopfschmerz: Wiederkehrende, pulsierende Attacken beeinträchtigen Alltag, Arbeit und Lebensqualität. Wer Ursachen und Auslöser kennt, kann vorbeugen und besser handeln.
Wann spricht man von Migräne?
Von Migräne ist dann die Rede, wenn wiederkehrende, meist pulsierende Kopfschmerzattacken auftreten, oft einseitig und begleitet von Übelkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit.
Ärztlichen Rat sollte man einholen, wenn:
Frühzeitige ärztliche Abklärung hilft, die Ursache abzuklären, passende Behandlungsmöglichkeiten zu finden und die Lebensqualität zu verbessern.
Migräne entsteht nicht aus einer einzigen Ursache, sondern durch ein Zusammenspiel von biologischen, neurologischen und äußeren Faktoren:
Migräne tritt familiär gehäuft auf und kann vererbt werden.
Schwankungen von Serotonin und anderen Botenstoffen lösen häufig Attacken aus.
Überempfindliche Nervenzellen und Entzündungsprozesse tragen zur Schmerzentwicklung bei.
Zyklus, Eisprung oder Wechseljahre können Attacken begünstigen.
Leistungsdruck, Angst oder depressive Verstimmungen verschlechtern die Kontrolle.
Migräne ist mehr als starker Kopfschmerz – die Attacken können Körper und Alltag stark beeinträchtigen. Typische Beschwerden sind:
Pulsierende, meist einseitige Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit oder Erbrechen
Schmerz intensiviert sich bei Bewegung, Gehen oder Bücke
Starke Empfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Gerüche
Schwierigkeiten mit Konzentration, Schwindel oder Müdigkeit während und nach der Attacke
Einschränkungen im Alltag, z. B. fehlende Leistungsfähigkeit, verpasste Termine oder Rückzug aus sozialen Aktivitäten
Typischer Verlauf einer Migräne
Eine Migräneattacke verläuft häufig in mehreren Phasen, die sich bei vielen Betroffenen ähneln:
Nicht jede Phase tritt bei jeder Migräne auf, der Ablauf ist jedoch typisch für die Erkrankung.
Die Behandlung von Migräne verfolgt zwei Ziele: akute Beschwerden lindern und die Häufigkeit sowie Schwere der Attacken langfristig reduzieren. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von Art, Häufigkeit und individuellen Auslösern ab. Oft ist eine Kombination mehrerer Ansätze besonders wirksam, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Schmerzmittel oder spezielle Migränemedikamente frühzeitig einnehmen
Medikamente oder andere Maßnahmen zur Prophylaxe
Regelmäßiger Tagesrhythmus, ausreichend Flüssigkeit, Erkennen individueller Trigger
Entspannungsverfahren, Bewegung, Stressmanagement und Schlafhygiene
Wenn Migräneattacken regelmäßig auftreten oder besonders belastend sind, kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Welche Wirkstoffe eingesetzt werden, hängt von der Häufigkeit der Anfälle, ihrer Intensität, Begleitsymptomen und individuellen Vorerkrankungen ab.
Sumatriptan gehört zu den Triptanen und wirkt gezielt bei Migräneattacken. Es verengt überaktive Blutgefäße im Gehirn und beeinflusst Botenstoffe, die an der Schmerzentstehung beteiligt sind. Es wird möglichst früh im Anfall eingenommen und ist als Tablette, Nasenspray oder Injektion verfügbar.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Sumatriptan sollte nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Rizatriptan wirkt ähnlich wie Sumatriptan, wird aber von vielen Betroffenen als schneller wirksam empfunden. Es eignet sich zur Akutbehandlung von Migräneattacken und wird als Tablette oder Schmelztablette eingenommen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Rizatriptan ist nicht zur Vorbeugung geeignet und sollte nicht häufiger als ärztlich empfohlen eingenommen werden.
Ibuprofen ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel, das bei leichten bis mittelstarken Migräneattacken helfen kann – besonders bei frühzeitiger Einnahme.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Eine regelmäßige oder zu häufige Einnahme kann Kopfschmerzen verstärken (medikamenteninduzierter Kopfschmerz).
Metoclopramid wird häufig ergänzend eingesetzt, um Übelkeit und Erbrechen während einer Migräneattacke zu lindern und die Wirkung anderer Medikamente zu verbessern.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: MCP sollte nur kurzfristig und nach ärztlicher Empfehlung eingesetzt werden.
Zur Behandlung von Migräne zählen klassische Schmerzmittel zur Akutlinderung, spezifische Migränemedikamente wie Triptane, Medikamente gegen Übelkeit sowie vorbeugende Arzneimittel, die das Nervensystem stabilisieren und die Anfallshäufigkeit senken können.
Cannabis als unterstützende Therapie
Cannabis kann bei chronischer oder besonders belastender Migräne ergänzend eingesetzt werden, wenn klassische Medikamente allein nicht ausreichen. Es wirkt nicht als primäre Heilung, sondern unterstützt die Schmerzbewältigung, Stressreduktion und Schlafqualität.
Wie Cannabis helfen kann:
Wenn Du Unterstützung bei der Behandlung von Migräne suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.
Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.
Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.
Bei positiver Einschätzung wird Dein Rezept direkt an Deine Wunschapotheke weitergeleitet.
Du entscheidest, ob Deine Medikamente zu Dir nach Hause geliefert werden sollen oder Du sie in Deiner Wunschapotheke abholst.
Kein Wartezimmer, keine langen Wege.
Deine Daten sind bei uns in besten Händen.
Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.
Hinweis: Cannabis ersetzt keine gesunde Lebensweise oder psychotherapeutische Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet eingesetzt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder psychischen Belastungen. Eine individuelle Dosierung, Art des Präparats und Anwendungsdauer werden ärztlich abgestimmt, um Nebenwirkungen zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Wenn Attacken regelmäßig auftreten, besonders stark sind oder den Alltag einschränken, ist eine Abklärung notwendig. Auch bei neuen Begleitsymptomen wie Sehstörungen, Sprachproblemen oder plötzlich auftretenden sehr starken Kopfschmerzen sollte schnellstmöglich ärztliche Hilfe gesucht werden.
Migräne wird durch ein Zusammenspiel von biologischen, hormonellen und äußeren Faktoren verursacht. Häufige Trigger sind Stress, Schlafmangel, hormonelle Schwankungen, bestimmte Nahrungsmittel, Flüssigkeitsmangel, Wetterumschwünge oder starke Sinnesreize. Individuelle Auslöser lassen sich oft in einem Migränetagebuch erkennen.
Da jede Migräneerfahrung individuell ist, gilt es herauszufinden, welche Maßnahmen im eigenen Fall für Linderung sorgen. Grundsätzlich können die frühzeitige Einnahme von Schmerzmitteln oder Triptanen, Ruhe in einem dunklen, stillen Raum, ausreichend Flüssigkeit und Entspannungstechniken die Attacken allgemein verkürzen oder mildern.
Ein regelmäßiger Tagesablauf mit festen Schlaf- und Essenszeiten, ausreichender Schlaf, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie Stress- und Entspannungsübungen helfen, das Nervensystem zu stabilisieren, Trigger zu reduzieren und die Häufigkeit von Migräneattacken zu senken.
Medikamente können akute Migräneattacken lindern oder die Häufigkeit der Anfälle reduzieren, ersetzen aber nicht die Selbstvorsorge. Am wirkungsvollsten ist meist eine Kombination aus gezieltem Lebensstil, dem Vermeiden persönlicher Auslöser und vorbeugenden Therapien, um Attacken seltener und leichter erträglich zu machen.
Cannabis kann ergänzend zur Migränebehandlung eingesetzt werden. Es kann die Schmerzintensität verringern, Muskelverspannungen lösen, den Schlaf verbessern und Stress reduzieren. Zudem kann es dabei helfen, die Reizverarbeitung im Nervensystem zu stabilisieren, sodass Attacken seltener oder weniger stark auftreten.
Wichtig: Die Anwendung sollte immer ärztlich begleitet werden, damit Dosierung, Wirkstoffkombination und mögliche Wechselwirkungen optimal auf die individuelle Situation abgestimmt sind.
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