Viele Frauen erleben vor der Menstruation körperliche und emotionale Veränderungen. Für manche sind diese Symptome mild und gut handhabbar, bei anderen können sie stark einschränkend sein. PMS betrifft viele Frauen in leichter Form, während PMDS eine besonders schwere, psychisch belastende Variante darstellt, die das tägliche Leben deutlich beeinträchtigen kann.
Was ist PMS?
PMS (Prämenstruelles Syndrom) ist die häufige, meist mild bis moderate Form prämenstrueller Beschwerden. Viele Frauen erleben in den Tagen vor ihrer Periode körperliche Veränderungen wie:
Auch emotionale Symptome können auftreten, darunter:
Trotz dieser Beschwerden ist der Alltag für die meisten Frauen weitgehend normal und gut bewältigbar. PMS ist zyklusabhängig und klingt in der Regel mit Beginn der Menstruation wieder ab.
PMDS (Prämenstruelle dysphorische Störung) ist eine seltenere, aber deutlich intensivere Form der prämenstruellen Beschwerden, bei der psychische Symptome im Vordergrund stehen:
Starke Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Aggression, tiefe Traurigkeit, Angst oder Schuldgefühle, Schlafstörungen oder Appetitveränderungen
PMDS wiederholt sich zyklusabhängig und klingt nach Beginn der Menstruation ab, unterscheidet sich jedoch deutlich von PMS durch die schwere psychische Belastung und die starke Beeinträchtigung von Arbeit, Partnerschaft und sozialen Kontakten.
Klinische Kriterien für PMDS: Psychische Symptome dominieren und beeinträchtigen Alltag und soziale Funktionen deutlich, treten in der Lutealphase (7–14 Tage vor der Menstruation) auf, klingen innerhalb von vier Tagen nach Beginn der Menstruation ab und werden über mindestens zwei Zyklen mittels Symptomtagebuch bestätigt.
Die Behandlung von PMS und PMDS richtet sich nach Schweregrad, Symptommuster und individuellen Bedürfnissen. Ziel ist es, körperliche Beschwerden zu lindern, Stimmungsschwankungen auszugleichen und die Lebensqualität spürbar zu verbessern.
Reduktion von Zucker, Koffein und Salz; ausreichende Versorgung mit Magnesium, Vitamin B6, Omega-3.
Moderates Ausdauertraining, Yoga oder Pilates zur Stressreduktion und Stimmungsaufhellung.
SSRIs oder hormonelle Präparate zur Linderung psychischer Symptome.
Meditation, Atemübungen, autogenes Training.
Mönchspfeffer oder Johanniskraut zur Regulierung von Hormonhaushalt und Stimmung.
Wenn die Symptome stark ausgeprägt sind, können Medikamente gezielt eingesetzt werden. Die Entscheidung für Wirkstoff, Form und Dauer erfolgt individuell durch die Ärztin oder den Arzt, abhängig von Symptomschwere, Zyklusphase, Begleiterkrankungen und persönlichen Präferenzen.
NSAR wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie werden vor allem bei körperlichen Symptomen wie Menstruationskrämpfen, Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen eingesetzt, die in der lutealen Phase auftreten.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, besonders bei Magen-, Nieren- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Unterdrücken den Eisprung und stabilisieren hormonelle Schwankungen, wodurch sowohl körperliche als auch psychische Symptome von PMS/PMDS reduziert werden können. Oft kontinuierlich eingenommen, um die Zyklusabhängigkeit der Beschwerden abzumildern.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich, besonders bei familiärer Thrombosegeschichte oder Vorerkrankungen.
Reduzieren psychische Symptome von PMS/PMDS wie Reizbarkeit, Angst, depressive Verstimmungen oder Heißhungerattacken. Können in der lutealen Phase oder kontinuierlich eingenommen werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Nur unter ärztlicher Kontrolle; Dosis und Einnahmezeitpunkt werden individuell angepasst.
Stabilisieren die zweite Zyklushälfte, verringern Stimmungsschwankungen und Brustspannen und können körperliche Symptome wie Wassereinlagerungen reduzieren.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Regelmäßige ärztliche Kontrolle empfohlen, besonders bei anhaltenden Zwischenblutungen oder Blutdruckproblemen.
Setzen den Hormonhaushalt stark herab und reduzieren die zyklische Ausprägung von PMS/PMDS. Einsatz meist bei besonders schweren oder therapieresistenten Fällen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Zeitlich begrenzter Einsatz unter strenger ärztlicher Kontrolle; Knochendichtekontrollen sind wichtig.
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): Reguliert hormonelle Schwankungen und kann Brustspannen oder Stimmungsschwankungen lindern.
Johanniskraut: Mildert depressive Verstimmungen.
Cannabis (THC/CBD): Kann Reizbarkeit reduzieren, Schlaf verbessern und Schmerzen lindern.
Medikamente bei PMS/PMDS wirken auf Stimmung, Hormone oder Wasserhaushalt, um emotionale und körperliche Beschwerden zu lindern und den Alltag wieder handhabbar zu machen.
Cannabis als unterstützende Therapie
Cannabis kann ergänzend bei PMS und PMDS eingesetzt werden, insbesondere zur Linderung von körperlichen Beschwerden, Stimmungsschwankungen und stressbedingten Symptomen. Es ersetzt keine Standardtherapie, kann diese aber sinnvoll unterstützen.
Wie Cannabis wirkt
Die wichtigsten Wirkstoffe in Cannabis – THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) – beeinflussen das Endocannabinoid-System, das an der Schmerzregulation, Stimmung, Stressbewältigung und Schlaf beteiligt ist. THC kann Krämpfe, Unterleibsschmerzen oder Rückenbeschwerden lindern und für Entspannung sorgen. CBD wirkt angstlösend, entzündungshemmend und unterstützt die psychische Stabilität.
Mögliche Effekte bei PMS/PMDS
Wichtiger Hinweis: Cannabis sollte nur ärztlich begleitet eingesetzt werden. Dosierung, Wirkstoffverhältnis und Darreichungsform müssen individuell angepasst werden.
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Hinweis: Cannabis ersetzt keine gesunde Lebensweise oder psychotherapeutische Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet eingesetzt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder psychischen Belastungen. Eine individuelle Dosierung, Art des Präparats und Anwendungsdauer werden ärztlich abgestimmt, um Nebenwirkungen zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
PMS (prämenstruelles Syndrom) beschreibt körperliche und emotionale Beschwerden, die einige Tage bis maximal zwei Wochen vor der Periode auftreten. Typisch sind Brustspannen, Bauchkrämpfe, Müdigkeit oder leichte Stimmungsschwankungen.
PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) ist die deutlich intensivere Form: Hier dominieren psychische Symptome wie extreme Reizbarkeit, Angst oder depressive Verstimmungen, die den Alltag massiv einschränken. Während PMS oft mild verlaufen kann, erfordert PMDS fast immer ärztliche Abklärung und Behandlung.
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber hormonelle Schwankungen in der zweiten Zyklushälfte spielen eine zentrale Rolle. Progesteron steigt, Östrogen verändert sich, und diese Hormonschwankungen beeinflussen Neurotransmitter wie Serotonin und GABA. Zusammen mit Lebensstilfaktoren – Stress, Schlafmangel, Bewegung oder Ernährung – kann das zu den typischen körperlichen und psychischen Beschwerden führen.
Ein entscheidender Hinweis ist die Zyklusabhängigkeit: Die Beschwerden treten regelmäßig 7–14 Tage vor der Periode auf und verschwinden mit Beginn der Blutung. PMDS äußert sich durch sehr starke psychische Symptome, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen – z. B. soziale Rückzüge, Konflikte im Job oder starke Stimmungsschwankungen. Ein Symptomtagebuch über mindestens zwei Zyklen hilft, PMS/PMDS von anderen Erkrankungen zu unterscheiden.
Leichte bis mittlere Symptome lassen sich oft mit gezielten Lebensstilmaßnahmen reduzieren:
Ernährung: Weniger Zucker, Koffein und stark verarbeitete Lebensmittel; mehr Magnesium, Vitamin B6 und Omega-3-Fettsäuren.
Bewegung: Regelmäßiges Ausdauertraining, Yoga oder Pilates wirken stimmungsaufhellend und lindern Krämpfe.
Stressmanagement: Meditation, Atemübungen oder autogenes Training helfen, Reizbarkeit und Schlafprobleme zu reduzieren.
Schlaf: Ausreichender, regelmäßiger Schlaf stabilisiert die Hormone und verbessert die Stimmung.
Bei stärkeren Symptomen oder PMDS kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz:
SSRI (z. B. Fluoxetin, Sertralin): Lindern Reizbarkeit, depressive Stimmung und Heißhunger.
Hormonelle Kontrazeptiva: Stabilisieren Hormonschwankungen, reduzieren körperliche Beschwerden.
Diuretika: Bei ausgeprägter Wassereinlagerung.
Schmerzmittel (NSAR): Bei Unterleibs- oder Kopfschmerzen.
Weitere individuelle Therapien: Je nach Schweregrad können zusätzliche Ansätze nötig sein.
Ja, Cannabis kann unterstützend eingesetzt werden, jedoch nicht als Ersatz für Standardtherapien, sondern als Ergänzung:
Wichtig: Dosierung, Wirkstoffzusammensetzung und Einnahmeform sollten immer ärztlich abgestimmt werden.
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