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Raucherentwöhnung

Rauchen zählt weltweit zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Nikotinabhängigkeit wirkt sich auf nahezu jedes Organ aus und erhöht deutlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und chronische Lungenerkrankungen. Wer den Schritt zur Raucherentwöhnung wagt, steigert nicht nur seine Lebensqualität und Energie, sondern tut auch langfristig etwas für die Gesundheit.

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Wann spricht man von Nikotinabhängigkeit?

Nikotinabhängigkeit liegt vor, wenn das Rauchen nicht mehr nur Gewohnheit, sondern eine körperliche und psychische Abhängigkeit ist. Typische Anzeichen sind ein starkes, oft unkontrollierbares Verlangen nach Zigaretten („Craving“) und die Unfähigkeit, trotz gesundheitlicher Risiken dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören.


Man spricht außerdem von Abhängigkeit, wenn:

  • Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Nervosität, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme auftreten, sobald keine Zigaretten verfügbar sind.


  • Wiederholte Versuche, das Rauchen zu reduzieren oder aufzuhören, scheitern, obwohl Motivation und Wille vorhanden sind.


  • Das Rauchen fest in den Alltag integriert ist und bestimmte Rituale (z. B. Kaffee, Feierabend, Pausen) automatisch mit Zigaretten verknüpft werden.


  • Das Rauchverhalten trotz negativer körperlicher Folgen (Husten, Kurzatmigkeit), psychischer Belastung oder sozialer Einschränkungen fortgesetzt wird.


Kurz gesagt: Nikotinabhängigkeit zeigt sich durch das Zusammenspiel von starkem Verlangen, körperlichem Entzug, psychischen Bedürfnissen und fest etablierten Gewohnheiten.

Wann spricht man von Nikotinabhängigkeit?

Ursachen und Entstehung der Nikotinabhängigkeit

Causes illustration

Die Nikotinabhängigkeit entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Die Abhängigkeit umfasst sowohl körperliche (Entzugssymptome) als auch psychische Komponenten (Verlangen, Gewohnheit):

Biologische Faktoren

Nikotin stimuliert das Belohnungssystem im Gehirn und steigert Dopamin, wodurch kurzfristig Glücks- und Entspannungsgefühle entstehen. Mit der Zeit benötigt der Körper immer größere Mengen Nikotin, um denselben Effekt zu erzielen.

Psychische Faktoren

Stress, Langeweile oder emotionale Belastungen fördern das Rauchen als Bewältigungsstrategie.

Soziale Faktoren

Hormonelle Schwankungen, psychische Belastungen, Vorbilder, Freunde oder familiäre Gewohnheiten verstärken das Rauchen.

Gewohnheiten & Rituale

Hormonelle Schwankungen, Zigaretten werden oft mit Tagesabläufen wie Kaffee, Pausen oder Feierabendritualen verknüpft. Vorbilder, Freunde oder familiäre Gewohnheiten verstärken das Rauchen.

Symptome und gesundheitliche Folgen

Nikotinabhängigkeit zeigt sich nicht nur durch das Rauchen selbst, sondern beeinflusst Körper, Geist und Alltag auf vielfältige Weise. Die Abhängigkeit äußert sich sowohl körperlich durch Entzugssymptome als auch psychisch durch starkes Verlangen, emotionale Schwankungen und fest verankerte Gewohnheiten. Viele Betroffene merken, dass bestimmte Situationen, wie Stress, Pausen oder das Zusammensein mit anderen Rauchern, automatisch das Verlangen nach einer Zigarette auslösen.

Zittern, Husten, Kopfschmerzen, gesteigerter Appetit

Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Angstgefühle

Aufmerksamkeitsprobleme, Gedächtnisstörungen

Rituale wie Rauchen nach Mahlzeiten oder beim Kaffee

Starkes, situativ ausgelöstes Rauchverlangen

Einschätzung der Abhängigkeit und Planung

Welche Auslöser sind besonders reizend und welche Strategie passt zu Dir?


  • Rauchverhalten: Wann und wie häufig rauchst Du? Gibt es bestimmte Rituale, z. B. Kaffee, Pausen oder Feierabend?


  • Abhängigkeitsgrad: Fragebögen wie der Fagerström-Test oder CO-Messungen in der Ausatemluft helfen, körperliche und psychische Abhängigkeit einzuschätzen.


  • Frühere Entwöhnungsversuche: Welche Strategien haben funktioniert, welche Hindernisse gab es?


  • Begleitfaktoren: Stress, emotionale Belastungen, soziale Gewohnheiten oder berufliche Umgebungen, die das Rauchen fördern.


  • Individuelle Strategie: Auf Basis dieser Einschätzung wird entschieden, welche Kombination aus Verhaltenstherapie, medikamentöser Unterstützung oder digitalen Hilfsmitteln am erfolgversprechendsten ist.


Durch diese Vorbereitung kannst Du die Raucherentwöhnung gezielter angehen, Rückfälle besser vorbeugen und die Chancen auf dauerhaftes Rauchfrei-Sein deutlich erhöhen.

Einschätzung der Nikotinabhängigkeit

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Ziel einer Raucherentwöhnung ist es, das Verlangen nach Zigaretten zu reduzieren, Entzugssymptome abzufedern und neue, gesunde Routinen im Alltag zu etablieren. Am effektivsten ist ein kombinierter Ansatz aus Verhaltenstraining, medikamentöser Unterstützung und sozialer Begleitung.

Healthcare professionals

Verhaltenstherapie & Coaching

Strategien zum Erkennen und Vermeiden von Auslösern (Stress, Rituale, soziale Situationen)

Entwicklung alternativer Bewältigungsmechanismen (z. B. Atemübungen, Bewegung, Snacks)

Motivationstraining, Zielsetzung und Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks

Lebensstil & Selbstmanagement

Neue Routinen und feste Tagesstrukturen etablieren

Regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf

Bewusste Belohnungen für rauchfreie Tage

Nutzung digitaler Hilfsmittel und Apps zum Tracking von Fortschritten

Medikamentöse Unterstützung

Medikamente können den Entzug erleichtern und das Rauchverlangen reduzieren

Die Auswahl und Dosierung erfolgen immer ärztlich begleitet

Medikamente zur Unterstützung

Ob eine medikamentöse Therapie sinnvoll ist, hängt von Schweregrad, Rauchverhalten und individuellen Bedürfnissen ab. Die Auswahl erfolgt immer ärztlich begleitet.

Medikamente zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung
Wirkstoffe

Diese Präparate liefern dem Körper kontrolliert Nikotin, um Entzugssymptome abzumildern und das Verlangen nach Zigaretten zu verringern.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Hautreizungen (Pflaster), Mund- oder Rachenreizungen, leichtes Unwohlsein
  • Weitere: Herzklopfen, Schlafstörungen bei Pflastern am Abend


Wichtiger Hinweis:

Die Dosierung und Dauer sollten ärztlich abgestimmt werden; NRT ersetzt keine Verhaltenstherapie.

Dieses Medikament wirkt im Gehirn auf die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin, reduziert Entzugssymptome und mindert das Verlangen nach Zigaretten.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Unruhe
  • Weitere: Kopfschmerzen, Schwindel, gelegentlich Blutdruckanstieg


Wichtiger Hinweis:

Bupropion darf nicht bei Epilepsie oder bestimmten psychischen Erkrankungen eingesetzt werden und erfordert ärztliche Überwachung.

Vareniclin bindet an die Nikotinrezeptoren im Gehirn, reduziert das Verlangen und schwächt die belohnende Wirkung des Rauchens ab.


Mögliche Nebenwirkungen:

  • Häufig: Übelkeit, Schlafprobleme, Träume
  • Weitere: Stimmungsschwankungen, selten depressive Verstimmung


Wichtiger Hinweis:

Eine ärztliche Begleitung ist zwingend, besonders bei psychischen Vorerkrankungen; engmaschige Kontrolle wird empfohlen.

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Bei der Raucherentwöhnung kommen Nikotin-Ersatztherapien sowie verschreibungspflichtige Medikamente zum Einsatz, die Entzugssymptome lindern und das Rauchverlangen reduzieren.

Vorbeugung von Rückfällen und langfristige Strategien

Rückfälle sind ein normaler Teil des Entwöhnungsprozesses und kein Misserfolg. Entscheidend ist, Mechanismen zu entwickeln, die das erneute Rauchen verhindern und die Motivation langfristig stärken. 


Erkennen und Umgehen von Risikosituationen

Viele Rückfälle entstehen in typischen Situationen wie Stress, Feierabendritualen oder geselligen Anlässen:

  • Alternativhandlungen planen: z. B. Spaziergänge, Wasser trinken, Atemübungen
  • Auslöser in der Anfangsphase bewusst vermeiden
  • Fortschritte reflektieren und Erfolge bewusst wahrnehmen


Aufbau neuer Routinen und Belohnungssysteme

Alte Rauchgewohnheiten werden durch neue, positive Gewohnheiten ersetzt:

  • Sport oder kurze Bewegungspausen einbauen
  • Entspannungstechniken wie Meditation oder progressive Muskelentspannung
  • Kleine Belohnungen für rauchfreie Tage oder Wochen


Soziale Unterstützung

Unterstützung durch Familie, Freunde oder Selbsthilfegruppen erhöht die Erfolgschancen deutlich:

  • Austausch über Erfahrungen und Erfolge
  • Verabredungen zu rauchfreien Aktivitäten
  • Regelmäßige Beratung durch Ärzt:innen oder Fachpersonal


Umgang mit Rückfällen

Rückfälle dienen der Reflexion und Anpassung der Strategie:

  • Akzeptieren, dass Rückfälle normal sind
  • Analyse der Situation, die zum Rauchen führte
  • Strategie anpassen und Entwöhnung ohne Schuldgefühle fortsetzen
Vorbeugung von Rückfällen
Healthcare professionals

So können wir Dich unterstützen

Wenn Du Unterstützung bei der Raucherentwöhnung suchst, bieten wir Dir einen unkomplizierten und sicheren Weg, ganz ohne Wartezeiten oder unnötige Bürokratie.

Appetitzügelung

Online-Fragebogen

Wähle Deine Medikation aus und beantworte einige medizinische Fragen in unserem gesicherten Online-Formular.

Regulierung des Blutzuckers

Ärztliche Prüfung

Unsere erfahrenen Ärzt:innen prüfen Deine Angaben und entscheiden, ob die Medikation für Dich geeignet ist.

Stoffwechselanregung

Rezeptausstellung

Bei positiver Einschätzung wird Dein Rezept direkt an Deine Wunschapotheke weitergeleitet.

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Lieferung erhalten

Du entscheidest, ob Deine Medikamente zu Dir nach Hause geliefert werden sollen oder Du sie in Deiner Wunschapotheke abholst.

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Schnell und unkompliziert

Kein Wartezimmer, keine langen Wege.

Diskret und sicher

Deine Daten sind bei uns in besten Händen.

Medizinisch begleitet

Alle Behandlungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.

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FAQ
Häufige Fragen zur Raucherentwöhnung

Nikotinabhängigkeit zeigt sich nicht nur daran, dass du regelmäßig rauchst. Typische Anzeichen sind starkes Verlangen („Craving“), Entzugssymptome wie Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme oder gesteigerter Appetit, und das Gefühl, ohne Zigarette nicht entspannen zu können. Auch erfolglose Versuche aufzuhören deuten auf eine Abhängigkeit hin.



Am erfolgreichsten ist ein Mix aus Verhaltenstherapie, Medikamenten und neuen Routinen. Das bedeutet, Rauch-Auslöser zu erkennen, Ersatzhandlungen einzubauen, soziale Unterstützung zu nutzen und mögliche Entzugssymptome medizinisch oder mit Nikotinersatz zu begleiten. Nur so lassen sich körperliche und psychische Abhängigkeit gleichzeitig adressieren.

Entzugssymptome wie Reizbarkeit, Nervosität oder gesteigerter Appetit sind normal und vorübergehend. Hilfreich sind Nikotinersatzpräparate (Pflaster, Kaugummi, Lutschtabletten), regelmäßige Bewegung, kleine Belohnungen für rauchfreie Tage, viel trinken und kurze Entspannungspausen. Bewusstes Planen von schwierigen Situationen verringert den Druck zusätzlich.

Allein aufzuhören kann klappen, aber Studien zeigen: Wer fachliche Unterstützung nutzt, hat deutlich höhere Chancen, dauerhaft rauchfrei zu bleiben. Fachpersonal oder Rauchentwöhnungsprogramme helfen bei Motivation, Rückfällen und individuell passenden Strategien – etwa durch Verhaltenstraining, medizinische Begleitung oder digitale Tools.

Rückfälle sind kein Versagen, sondern Teil des Lernprozesses. Wichtig ist, die Situation zu analysieren, die zum Rauchen geführt hat, die Strategie anzupassen und direkt wieder rauchfrei weiterzumachen. Reflexion, neue Routinen und soziale Unterstützung verhindern, dass ein Rückfall zur Gewohnheit wird.

Sehr viel! Familie, Freunde und Kolleg:innen können entweder Auslöser oder Unterstützung sein. Offenes Kommunizieren deiner Ziele, gemeinsame rauchfreie Aktivitäten und Verständnis für Entzugssymptome erleichtern den Prozess enorm. Wer sich ein unterstützendes Umfeld schafft, erhöht die Chancen, dauerhaft rauchfrei zu bleiben.

1 https://www.bundesaerztekammer.de/themen/aerzte/public-health/suchtmedizin/tabak


2 https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/7876


https://www.dkfz.de/forschung/translationale-zentren/ncpc/stabsstelle-krebspraevention/downloads


4 https://www.abnr.de/tabakpraevention/tabakpraevention-warum/tabakabhaengigkeit/


https://www.dkfz.de/forschung/translationale-zentren/ncpc/stabsstelle-krebspraevention/downloads


https://www.gesundheits-lexikon.com/Therapie/Raucherentwoehnung/Raucherentwoehnung-per-Verhaltenstherapie


https://www.aok.de/pp/selbsthilfe/inkontakt/kinder-und-jugendschutz-rauchen/


https://www.cambridge.org/core/journals/journal-of-smoking-cessation/article/abs/qualitative-study-exploring-cues-and-other-motivators-among-a-racially-diverse-sample-of-light-and-intermittent-smokers/345D339A4CD5EE899199503AC5261190


https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/sucht/nikotinsucht/diagnose.html


10 https://www.msdmanuals.com/de/heim/spezialthemen/tabakkonsum/raucherentw%C3%B6hnung


11 https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/nikotinsucht/erkennung-prognose/


12 https://www.msdmanuals.com/de/heim/spezialthemen/tabakkonsum/raucherentw%C3%B6hnung


13 https://gesund.bund.de/rauchen?utm_source=chatgpt.com


14 https://rauchfrei.at/aufhoeren/schritte-zum-rauchstopp/gewicht-verdauung-und-bewegung/


15 https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/sucht/mit-dem-rauchen-aufhoeren/


16 https://www.dkfz.de/forschung/translationale-zentren/ncpc/stabsstelle-krebspraevention/rauchstopp


17 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23896304/


18 https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenzusatzversicherung/ambulant/ratgeber/artikel/mit-dem-rauchen-aufhoeren-der-schluessel-zum-gesund-leben/


19 https://www.nichtraucherhelden.de/magazine/die-psychische-abhaengigkeit-sucht-ist-nicht-gleich-sucht-155


20 https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/sucht/nikotinsucht/diagnose.html


21 https://flexikon.doccheck.com/de/Fagerstr%C3%B6m-Test


22 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15191041/


23 https://register.awmf.org/assets/guidelines/076-006l_S3_Rauchen-_Tabakabhaengigkeit-Screening-Diagnostik-Behandlung_2021-03.pdf


24 https://www.assmann-stiftung.de/rauchen/tabaksucht-erfolgreich-behandeln/


25 https://register.awmf.org/assets/guidelines/076-006l_S3_Rauchen-_Tabakabhaengigkeit-Screening-Diagnostik-Behandlung_2021-03.pdf


26 https://www.lungenaerzte-im-netz.de/rauchstopp/tabakentwoehnung/medikamente-zur-raucherentwoehnung/nikotinersatztherapie/


27 https://www.tk.de/techniker/krankheit-und-behandlungen/erkrankungen/behandlungen-und-medizin/sucht/rauchen/rauchenentwoehnung-medikamentoese-hilfe-2015698


28 https://www.aerzteblatt.de/themen/arzneimittel/mittel-gegen-nikotinsucht-auf-who-liste-unverzichtbarer-arzneimittel-4882e58a-e99c-4de4-bcbb-e7f058584fa7


29 https://www.cochrane.org/de/evidence/CD008286_does-combination-stop-smoking-medication-and-behavioural-support-help-smokers-stop


30 https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2837640