Der Verhütungsring ist eine hormonelle Verhütungsmethode, die Sicherheit und Alltagstauglichkeit verbindet. Er wird einmal im Monat eingesetzt, wirkt zuverlässig über mehrere Wochen und kann den Zyklus gleichzeitig regulieren sowie Menstruationsbeschwerden lindern.
Was ist ein Verhütungsring?
Der Verhütungsring ist ein flexibler Kunststoffring, der in die Scheide eingeführt wird und dort kontinuierlich geringe Mengen Östrogen und Gestagen abgibt. Diese Hormone verhindern eine Schwangerschaft, indem sie den natürlichen Zyklus gezielt beeinflussen. Im Vergleich zur Antibabypille bietet der Ring den Vorteil, dass du nicht täglich an die Verhütung denken musst, sondern dich nur einmal im Monat darum kümmerst.
Typisch für den Verhütungsring sind:
Der Verhütungsring verhindert eine Schwangerschaft, indem er an mehreren Stellen in den natürlichen Zyklus eingreift. Diese Kombination macht ihn besonders zuverlässig.
Die Hormone verhindern, dass eine Eizelle heranreift und freigesetzt wird. Ohne Eisprung kann keine Befruchtung stattfinden.
Der Schleim am Gebärmutterhals wird zäher, sodass Spermien nur schwer in die Gebärmutter gelangen.
Die Schleimhaut wird dünner und weniger aufnahmefähig für eine mögliche Einnistung.
Zusätzlich sorgt die gleichmäßige Hormonabgabe dafür, dass starke hormonelle Schwankungen reduziert werden, was sich auch positiv auf Zyklusbeschwerden und Stimmung auswirken kann.
Anwendung im Alltag
Die Anwendung des Verhütungsrings ist unkompliziert und gut in den Alltag integrierbar. Der Ring wird von dir selbst eingesetzt und erfordert keine ärztliche Hilfe.
Der typische Zyklus sieht folgendermaßen aus:
Einsetzen
Der Ring wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt. Die genaue Position ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass er angenehm sitzt.
Tragezeit
Der Ring bleibt drei Wochen in der Scheide und gibt kontinuierlich Hormone ab.
Entfernung
Nach drei Wochen wird der Ring entfernt, idealerweise zur gleichen Uhrzeit wie beim Einsetzen.
Ringpause
Es folgt eine siebentägige Pause, in der meist eine Abbruchblutung eintritt. Danach wird ein neuer Ring eingesetzt, auch wenn die Blutung noch anhält.
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
Für viele Frauen ist er deshalb eine gute Alternative zur klassischen Antibabypille.
Wie bei allen hormonellen Verhütungsmethoden können auch beim Verhütungsring Nebenwirkungen auftreten. Diese sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Brustspannen oder empfindliche Brüste
Leichte Übelkeit
Kopfschmerzen
Veränderung der Blutungsstärke
Selten: leicht erhöhtes Thromboserisiko
Der Verhütungsring eignet sich besonders für Frauen, die eine zuverlässige hormonelle Verhütung möchten, aber keine tägliche Einnahme wie bei der Pille wünschen. Er kann auch hilfreich sein, wenn der Zyklus unregelmäßig ist oder Menstruationsbeschwerden reduziert werden sollen.
Nicht geeignet ist er bei bestimmten Vorerkrankungen, wie schweren Lebererkrankungen, bekannten Thrombosen oder hormonabhängigen Erkrankungen. Auch während der Stillzeit oder bei Migräne mit Aura ist Vorsicht geboten.
Der Verhütungsring ist eine praktische und flexible Methode der hormonellen Empfängnisverhütung, die sich besonders für Frauen eignet, die sich eine zuverlässige, aber wenig zeitaufwändige Alternative zur täglichen Pille wünschen.
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Bei korrekter Anwendung zählt der Verhütungsring zu den sehr sicheren Verhütungsmethoden. Der Pearl-Index liegt mit 0,4-0,65im niedrigen Bereich, vergleichbar mit der Antibabypille. Wichtig ist, den Ring regelmäßig zu wechseln und die siebentägige Pause nicht zu überschreiten, um den Schutz zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Die meisten Frauen spüren den Ring im Alltag kaum oder gar nicht. Auch beim Geschlechtsverkehr wird er in der Regel nicht als störend empfunden. Sollte er doch unangenehm sein, kann er kurzzeitig entfernt werden, solange er nicht länger als drei Stunden außerhalb der Scheide bleibt.
Wird der Ring zu spät eingesetzt oder war er länger als drei Stunden draußen, kann der Verhütungsschutz eingeschränkt sein. In diesem Fall sollte ein neuer Ring eingesetzt und für die nächsten sieben Tage zusätzlich mit Kondom verhütet werden. Bei Unsicherheit hilft eine ärztliche Beratung.
Viele Anwenderinnen berichten von leichteren Blutungen, weniger Krämpfen und stabilerer Stimmung. Durch die gleichmäßige Hormonausschüttung werden starke hormonelle Schwankungen oft abgefedert, was sich positiv auf Schmerzen und prämenstruelle Symptome auswirken kann.
Leichte Nebenwirkungen wie Brustspannen, Übelkeit oder Kopfschmerzen treten vor allem zu Beginn auf und verschwinden häufig nach einigen Zyklen. Treten jedoch starke Kopfschmerzen, Schmerzen in Brust oder Beinen, plötzliche Atemnot oder starke Schwellungen auf, sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden, da hier der Verdacht auf eine Thrombose bestehen kann.
Für viele Frauen ja. Besonders, wenn die tägliche Einnahme der Pille als belastend empfunden wird oder häufig vergessen wird. Der Ring bietet ähnliche Sicherheit, ist aber weniger fehleranfällig im Alltag. Welche Methode am besten passt, hängt jedoch immer von den individuellen Bedürfnissen, dem Lebensstil und möglichen Vorerkrankungen ab.
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