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Elke Habekost
Elke Habekost
Redakteurin
Lesezeit:
4 Minuten
Veröffentlichungsdatum
10.12.2025
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ADHS: Wenn die Konzentration zur Herausforderung wird
Gut zu wissen

ADHS: Wenn die Konzentration zur Herausforderung wird

ADHS: Wenn die Konzentration zur Herausforderung wird

Konzentrationsprobleme, innerer Druck, das Gefühl zu versagen: ADHS wird im Leben vieler Erwachsener zu einer echten Herausforderung. Wir klären dich über die Symptome auf und zeigen neue Wege zur Balance.



Kennst du das Gefühl, innerlich unruhig zu sein, während du äußerlich still sitzt? Konzentrationsprobleme, sprunghafte Gedanken und Schwierigkeiten, den Alltag zu organisieren, sind häufige Anzeichen von ADHS im Erwachsenenalter. Viele Betroffene erkennen die Symptome erst spät – und leiden lange, ohne eine Diagnose zu erhalten.



Was ist ADHS?

Die Abkürzung ADHS steht für den Begriff Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung. Diese beginnt in der Kindheit und bleibt bei bis zu 50 Prozent der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter hinein. Es ist keine Modeerscheinung, wie lange Zeit immer wieder hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, sondern um ein neurologisches Syndrom, das durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und teils Hyperaktivität gekennzeichnet ist. ADHS wird dabei in drei Typen unterteilt: vorwiegend unaufmerksam, vorwiegend hyperaktiv/impulsiv oder eine kombinierte Form. 



Auf diese Symptome solltest du achten

Bei Kindern tritt ADHS oft klar in Erscheinung: Die Kleinen sind zappelig, impulsiv, unruhig. Erwachsene dagegen wirken weniger hyperaktiv, eher innerlich unruhig, sprunghaft, oft unorganisiert. Sie leiden an Konzentrationsschwierigkeiten, ihre Gedanken beim Lesen oder Arbeiten schweifen ständig ab. Wer an ADHS leidet, hat oft auch große Probleme, den Tag sinnvoll zu planen. Ja, das Leben fühlt sich manchmal wie ein unaufgeräumtes Haus an, in dem Stimmungsschwankungen und Beziehungsprobleme an der Tagesordnung stehen. Falls du das Gefühl hast, die Diagnose könnte auch auf dich zutreffen, sprich mit deiner Ärztin / deinem Arzt darüber. Auch, um andere Störungen wie Angst und Depressionen auszuschließen. Anhand einer Anamnese kann geschaut werden, ob du bereits seit vielen Jahren still und unbemerkt an ADHS leidest. 



Behandlungsmethoden

ADHS-Patient:innen wünschen sich meistens vor allem eines: Ruhe. Denn die kreisenden Gedanken und die fehlende Konzentration sind auf Dauer zermürbend. Mit Medikamenten kann den Symptomen entgegengewirkt werden. Methylphenidat, Lisdexamfetamin, Atomoxetin in Kombination mit einer Verhaltenstherapie sind der beste Weg, um ADHS den Kampf anzusagen. Diese Medikamente zielen auf die neurochemische Dysbalance ab und aktivieren Dopamin/Noradrenalin-Systeme. Dadurch verbessert sich die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle. Eine Psychotherapie hilft dabei, Struktur zu schaffen und Alltagshilfen zu entwickeln. Dabei werden auch der Selbstwert und die Stressbewältigung gestärkt.



Fünf Tipps für den Alltag mit ADHS



Medizinisches Cannabis kann unterstützend wirken

Patient:innen, die sich schwer entspannen können, können einen Blick auf alternative Behandlungsmethoden werfen. Vor allem medizinisches Cannabis kann bei ADHS-Betroffenen kleine Wunder vollbringen. Die innere Unruhe wird gezügelt, der Stress über das Endocannabinoid-System bewältigt. Immerhin hat dieses Einfluss auf die Stimmung, den Schlaf und die Gefühle. 


Wichtig: Die Anwendung sollte stets ärztlich begleitet werden. Über DrAnsay kannst du dich unkompliziert online beraten lassen und – falls medizinisch geeignet – ein Rezept erhalten. So lässt sich Cannabis gezielt und professionell in die Therapie integrieren.

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