Männlichkeit, Potenz, Intimität – kostenloser Guide ohne Tabus
Männlichkeit, Potenz, Intimität – kostenloser Guide ohne Tabus
Die zweithäufigste Unterleibserkrankung Deutschlands, aber trotzdem spricht niemand darüber? Stimmt so nicht ganz. Während der vergangenen Jahre haben immer mehr Betroffene das Augenmerk auf Endometriose gelenkt. Aber das heißt noch lange nicht, dass alle Arbeit getan ist. Den Betroffenen muss weiterhin zugehört werden, denn es mangelt an Therapiemöglichkeiten, Forschung und Verständnis.
Bei Endometriose handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Die Erkrankung kann nicht nur starke Schmerzen verursachen, viele Betroffene leiden zusätzlich unter ausgeprägten Menstruationsbeschwerden, die durch die Endometriose häufig verstärkt werden. Der Leidensdruck ist groß und beeinträchtigt die Lebensqualität oftmals erheblich. Zwar legen sich die Beschwerden, sobald die Wechseljahre durchlaufen wurden, davor haben sie aber mehrere Jahrzehnte lang einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Betroffenen und können neben den Schmerzen im Ernstfall zur Unfruchtbarkeit führen.
Eine Frage, die nicht nur Betroffene, sondern auch die Wissenschaft zunehmend beschäftigt – bis heute ist die genaue Ursache von Endometriose nicht eindeutig geklärt. Lange Zeit wurde die Erkrankung vergleichsweise wenig erforscht, dennoch konnten in den vergangenen Jahren verschiedene Erklärungsansätze identifiziert werden: So könnte eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen. Auch Veränderungen des Immunsystems sowie weitere biologische Faktoren werden diskutiert. Welche Ursachen letztlich ausschlaggebend sind, ist bislang jedoch nicht abschließend geklärt.
Dieser Umstand trägt zusätzlich zur Belastung vieler Betroffener bei. Hinzu kommt, dass es im Durchschnitt rund siebeneinhalb Jahre dauert, bis eine Endometriose abschließend diagnostiziert wird. Bei Menschen mit chronischen Schmerzverläufen kann sich dieser Zeitraum laut der Endometriose-Vereinigung Deutschland sogar auf bis zu zehn Jahre verlängern. Da Endometriose sehr unterschiedlich verlaufen kann und die Beschwerden häufig anderen Erkrankungen ähneln, kommt es nicht selten zu Fehldiagnosen oder einer späten Diagnose.
Die Symptome können vielfältig sein:
Für die Behandlung von Endometriose stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Alter, den Beschwerden, dem Kinderwunsch und dem Ausmaß der Erkrankung ab. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen.
Eine Möglichkeit besteht in der medikamentösen Behandlung mit Schmerzmitteln und hormonellen Therapien. Hormonelle Präparate können das Wachstum der Endometrioseherde hemmen und dadurch Beschwerden lindern. Hierfür werden die Präparate allerdings zum immer fortwährenden Bestandteil des Alltags der Betroffenen.
Eine Alternative könnten die operativen Behandlungsmethoden bieten: Das wachsende Gewebe, auch Endometriose-Herde genannt, kann mittels einer Operation entfernt werden. Die OP stellt allerdings nicht sicher, dass es zu keinen weiteren Herden mehr kommen wird.
In ausgewählten Fällen kann auch die Entfernung der Gebärmutter in Betracht gezogen werden. Sie kommt jedoch nur für bestimmte Patient:innen infrage und beseitigt Endometriose nicht zwangsläufig vollständig, da sich Endometrioseherde auch außerhalb der Gebärmutter befinden können.
Endometriose kann den Alltag erheblich einschränken. Umso wichtiger ist es, frühzeitig medizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die erste Anlaufstelle ist in der Regel die behandelnde Gynäkologin oder der behandelnde Gynäkologe. Sie können die Beschwerden einordnen, weitere Untersuchungen veranlassen und gemeinsam mit den Betroffenen die passende Behandlung auswählen. Bei Bedarf erfolgt außerdem die Überweisung an ein spezialisiertes Endometriosezentrum.
Ergänzend können Schmerztherapie, Physiotherapie – insbesondere Beckenbodentherapie – sowie psychologische Unterstützung dazu beitragen, die Beschwerden besser zu bewältigen. Auch Selbsthilfegruppen bieten vielen Betroffenen einen wertvollen Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Auch als Angehörige kann man hier in die Support-Rolle gehen: Wer sich soeben für eine hormonelle Behandlung oder einen operativen Eingriff entschieden hat, benötigt Unterstützung. Der aktuelle Trend zur Offenheit in puncto Endometriose ist nicht nur zur Steigerung der Awareness da, sondern auch, um Angehörigen oder nahestehenden Personen von Betroffenen den Zugang zu Aufklärungsmaterial zu vereinfachen. Wer gut informiert ist, weiß am besten, wie man die Liebsten gut unterstützen kann, während sie die Reise zu einem schmerzfreien Leben antreten.
Die zweithäufigste Unterleibserkrankung Deutschlands, aber trotzdem spricht niemand darüber? Stimmt so nicht ganz. Während der vergangenen Jahre haben immer mehr Betroffene das Augenmerk auf Endometriose gelenkt. Aber das heißt noch lange nicht, dass alle Arbeit getan ist. Den Betroffenen muss weiterhin zugehört werden, denn es mangelt an Therapiemöglichkeiten, Forschung und Verständnis.
Bei Endometriose handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Die Erkrankung kann nicht nur starke Schmerzen verursachen, viele Betroffene leiden zusätzlich unter ausgeprägten Menstruationsbeschwerden, die durch die Endometriose häufig verstärkt werden. Der Leidensdruck ist groß und beeinträchtigt die Lebensqualität oftmals erheblich. Zwar legen sich die Beschwerden, sobald die Wechseljahre durchlaufen wurden, davor haben sie aber mehrere Jahrzehnte lang einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Betroffenen und können neben den Schmerzen im Ernstfall zur Unfruchtbarkeit führen.
Eine Frage, die nicht nur Betroffene, sondern auch die Wissenschaft zunehmend beschäftigt – bis heute ist die genaue Ursache von Endometriose nicht eindeutig geklärt. Lange Zeit wurde die Erkrankung vergleichsweise wenig erforscht, dennoch konnten in den vergangenen Jahren verschiedene Erklärungsansätze identifiziert werden: So könnte eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen. Auch Veränderungen des Immunsystems sowie weitere biologische Faktoren werden diskutiert. Welche Ursachen letztlich ausschlaggebend sind, ist bislang jedoch nicht abschließend geklärt.
Dieser Umstand trägt zusätzlich zur Belastung vieler Betroffener bei. Hinzu kommt, dass es im Durchschnitt rund siebeneinhalb Jahre dauert, bis eine Endometriose abschließend diagnostiziert wird. Bei Menschen mit chronischen Schmerzverläufen kann sich dieser Zeitraum laut der Endometriose-Vereinigung Deutschland sogar auf bis zu zehn Jahre verlängern. Da Endometriose sehr unterschiedlich verlaufen kann und die Beschwerden häufig anderen Erkrankungen ähneln, kommt es nicht selten zu Fehldiagnosen oder einer späten Diagnose.
Die Symptome können vielfältig sein:
Für die Behandlung von Endometriose stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Alter, den Beschwerden, dem Kinderwunsch und dem Ausmaß der Erkrankung ab. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen.
Eine Möglichkeit besteht in der medikamentösen Behandlung mit Schmerzmitteln und hormonellen Therapien. Hormonelle Präparate können das Wachstum der Endometrioseherde hemmen und dadurch Beschwerden lindern. Hierfür werden die Präparate allerdings zum immer fortwährenden Bestandteil des Alltags der Betroffenen.
Eine Alternative könnten die operativen Behandlungsmethoden bieten: Das wachsende Gewebe, auch Endometriose-Herde genannt, kann mittels einer Operation entfernt werden. Die OP stellt allerdings nicht sicher, dass es zu keinen weiteren Herden mehr kommen wird.
In ausgewählten Fällen kann auch die Entfernung der Gebärmutter in Betracht gezogen werden. Sie kommt jedoch nur für bestimmte Patient:innen infrage und beseitigt Endometriose nicht zwangsläufig vollständig, da sich Endometrioseherde auch außerhalb der Gebärmutter befinden können.
Endometriose kann den Alltag erheblich einschränken. Umso wichtiger ist es, frühzeitig medizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die erste Anlaufstelle ist in der Regel die behandelnde Gynäkologin oder der behandelnde Gynäkologe. Sie können die Beschwerden einordnen, weitere Untersuchungen veranlassen und gemeinsam mit den Betroffenen die passende Behandlung auswählen. Bei Bedarf erfolgt außerdem die Überweisung an ein spezialisiertes Endometriosezentrum.
Ergänzend können Schmerztherapie, Physiotherapie – insbesondere Beckenbodentherapie – sowie psychologische Unterstützung dazu beitragen, die Beschwerden besser zu bewältigen. Auch Selbsthilfegruppen bieten vielen Betroffenen einen wertvollen Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Auch als Angehörige kann man hier in die Support-Rolle gehen: Wer sich soeben für eine hormonelle Behandlung oder einen operativen Eingriff entschieden hat, benötigt Unterstützung. Der aktuelle Trend zur Offenheit in puncto Endometriose ist nicht nur zur Steigerung der Awareness da, sondern auch, um Angehörigen oder nahestehenden Personen von Betroffenen den Zugang zu Aufklärungsmaterial zu vereinfachen. Wer gut informiert ist, weiß am besten, wie man die Liebsten gut unterstützen kann, während sie die Reise zu einem schmerzfreien Leben antreten.