Während andere Abnehmspritzen in aller Munde sind, gehört Saxenda bisher noch zu den unbekannteren Alternativen im Kampf gegen die Kilos. Dabei hat das Medikament einiges zu bieten.
Wegovy und Mounjaro sind wohl die bekanntesten Produkte, wenn es darum geht, mit der Abnehmspritze Gewicht zu verlieren. Doch sie sind nicht die einzigen Medikamente auf dem Markt, die bei der Gewichtsreduktion helfen können. Das Mittel Saxenda wird immer beliebter. Auch wenn es – wie alle anderen Abnehmspritzen – kein Wundermittel, sondern eine Hilfe im Kampf gegen die Kilos ist. Dabei stehen klare Regeln, Grenzen und Verantwortung an der Tagesordnung.
Saxenda enthält den Wirkstoff Liraglutid, einen sogenannten GLP-1-Rezeptoragonisten, der das körpereigene Hormon GLP-1 nachahmt. Also jenes Signal, das unserem Gehirn vermittelt, dass wir satt sind. Genau hier setzt Saxenda an. Es reduziert das Hungergefühl, sorgt für Sättigung und kann so dabei helfen, weniger zu essen. Während andere Abnehmspritzen auch bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden, ist Saxenda ausschließlich zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas zugelassen. Und noch etwas ist entscheidend: Saxenda wirkt nicht allein. Es ist immer Teil eines Gesamtkonzepts aus kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung.
Neben dem Sättigungseffekt beeinflusst Liraglutid mehrere Prozesse im Körper:
Saxenda ist zugelassen für Erwachsene mit einem BMI ab 30 (Adipositas) oder einem BMI ab 27, wenn zusätzliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte vorliegen Auch Jugendliche ab 12 Jahren können Saxenda verwenden, wenn bei ihnen Adipositas und ein Körpergewicht über 60 kg vorliegen. Wichtig: Zeigt sich nach zwölf Wochen keine BMI-Reduktion von mindestens fünf Prozent, sollte die Behandlung beendet werden.
Während Mounjaro oder Wegovy nur einmal pro Woche injiziert werden, wird Saxenda einmal täglich unter die Haut gespritzt. Und zwar in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Die Dosis ist unabhängig von den Mahlzeiten, sollte aber möglichst immer zur gleichen Uhrzeit gegeben werden. Gestartet wird dabei niedrig: 0,6 mg täglich. Danach kann die Dosis schrittweise gesteigert werden, bis ein Ziel von meist 3 mg pro Tag erreicht ist. Dieses langsame Vorgehen dient vor allem der besseren Verträglichkeit.
Gerade zu Beginn sind Magen-Darm-Beschwerden häufig. Diese gehen oft mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sowie Bauchschmerzen einher.Dazu können Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit oder Mundtrockenheit kommen. In seltenen Fällen treten ernste Nebenwirkungen wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Gallenprobleme auf. Dann ist sofort eine ärztliche Abklärung nötig.
Während der Schwangerschaft oder Stillzeit ist Saxenda nicht geeignet. Für Menschen, die an schweren Magen-Darm-Erkrankungen oder entzündlichen Darmerkrankungen leiden, ist das Medikament ebenfalls tabu. Ebenso für alle, die an Typ-1-Diabetes oder diabetischer Ketoazidose, schwerer Herzschwäche oder eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion leiden. Die gleichzeitige Einnahme anderer GLP-1-Agonisten gehört auch zu den Ausschlusskriterien.
Saxenda ist verschreibungspflichtig und nur in Apotheken erhältlich. Die Kosten werden in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen, da die Verordnung in den meisten Fällen auf Privatrezept erfolgt. Bei privaten Versicherungen hängt die Erstattung von den Konditionen im Vertrag ab.
Saxenda kann für Menschen mit starkem Übergewicht oder Adipositas eine sinnvolle Unterstützung auf dem Weg zur Gewichtsreduktion sein – vorausgesetzt, es wird verantwortungsvoll eingesetzt. Das Medikament greift gezielt in das Hungergefühl und die Sättigungsregulation ein, ersetzt jedoch weder eine ausgewogene Ernährung noch regelmäßige Bewegung. Die tägliche Anwendung, mögliche Nebenwirkungen und die fehlende Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen machen deutlich: Saxenda ist kein leichter oder schneller Weg, sondern eine medizinische Therapie mit klaren Voraussetzungen.
Wer sich dafür entscheidet, sollte dies stets in enger ärztlicher Begleitung tun und realistische Erwartungen mitbringen. Als Teil eines ganzheitlichen Lebensstilkonzepts kann Saxenda eine wertvolle Unterstützung sein, langfristig Gewicht zu verlieren und gesundheitliche Risiken zu senken.
Während andere Abnehmspritzen in aller Munde sind, gehört Saxenda bisher noch zu den unbekannteren Alternativen im Kampf gegen die Kilos. Dabei hat das Medikament einiges zu bieten.
Wegovy und Mounjaro sind wohl die bekanntesten Produkte, wenn es darum geht, mit der Abnehmspritze Gewicht zu verlieren. Doch sie sind nicht die einzigen Medikamente auf dem Markt, die bei der Gewichtsreduktion helfen können. Das Mittel Saxenda wird immer beliebter. Auch wenn es – wie alle anderen Abnehmspritzen – kein Wundermittel, sondern eine Hilfe im Kampf gegen die Kilos ist. Dabei stehen klare Regeln, Grenzen und Verantwortung an der Tagesordnung.
Saxenda enthält den Wirkstoff Liraglutid, einen sogenannten GLP-1-Rezeptoragonisten, der das körpereigene Hormon GLP-1 nachahmt. Also jenes Signal, das unserem Gehirn vermittelt, dass wir satt sind. Genau hier setzt Saxenda an. Es reduziert das Hungergefühl, sorgt für Sättigung und kann so dabei helfen, weniger zu essen. Während andere Abnehmspritzen auch bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden, ist Saxenda ausschließlich zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas zugelassen. Und noch etwas ist entscheidend: Saxenda wirkt nicht allein. Es ist immer Teil eines Gesamtkonzepts aus kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung.
Neben dem Sättigungseffekt beeinflusst Liraglutid mehrere Prozesse im Körper:
Saxenda ist zugelassen für Erwachsene mit einem BMI ab 30 (Adipositas) oder einem BMI ab 27, wenn zusätzliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte vorliegen Auch Jugendliche ab 12 Jahren können Saxenda verwenden, wenn bei ihnen Adipositas und ein Körpergewicht über 60 kg vorliegen. Wichtig: Zeigt sich nach zwölf Wochen keine BMI-Reduktion von mindestens fünf Prozent, sollte die Behandlung beendet werden.
Während Mounjaro oder Wegovy nur einmal pro Woche injiziert werden, wird Saxenda einmal täglich unter die Haut gespritzt. Und zwar in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Die Dosis ist unabhängig von den Mahlzeiten, sollte aber möglichst immer zur gleichen Uhrzeit gegeben werden. Gestartet wird dabei niedrig: 0,6 mg täglich. Danach kann die Dosis schrittweise gesteigert werden, bis ein Ziel von meist 3 mg pro Tag erreicht ist. Dieses langsame Vorgehen dient vor allem der besseren Verträglichkeit.
Gerade zu Beginn sind Magen-Darm-Beschwerden häufig. Diese gehen oft mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sowie Bauchschmerzen einher.Dazu können Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit oder Mundtrockenheit kommen. In seltenen Fällen treten ernste Nebenwirkungen wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Gallenprobleme auf. Dann ist sofort eine ärztliche Abklärung nötig.
Während der Schwangerschaft oder Stillzeit ist Saxenda nicht geeignet. Für Menschen, die an schweren Magen-Darm-Erkrankungen oder entzündlichen Darmerkrankungen leiden, ist das Medikament ebenfalls tabu. Ebenso für alle, die an Typ-1-Diabetes oder diabetischer Ketoazidose, schwerer Herzschwäche oder eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion leiden. Die gleichzeitige Einnahme anderer GLP-1-Agonisten gehört auch zu den Ausschlusskriterien.
Saxenda ist verschreibungspflichtig und nur in Apotheken erhältlich. Die Kosten werden in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen, da die Verordnung in den meisten Fällen auf Privatrezept erfolgt. Bei privaten Versicherungen hängt die Erstattung von den Konditionen im Vertrag ab.
Saxenda kann für Menschen mit starkem Übergewicht oder Adipositas eine sinnvolle Unterstützung auf dem Weg zur Gewichtsreduktion sein – vorausgesetzt, es wird verantwortungsvoll eingesetzt. Das Medikament greift gezielt in das Hungergefühl und die Sättigungsregulation ein, ersetzt jedoch weder eine ausgewogene Ernährung noch regelmäßige Bewegung. Die tägliche Anwendung, mögliche Nebenwirkungen und die fehlende Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen machen deutlich: Saxenda ist kein leichter oder schneller Weg, sondern eine medizinische Therapie mit klaren Voraussetzungen.
Wer sich dafür entscheidet, sollte dies stets in enger ärztlicher Begleitung tun und realistische Erwartungen mitbringen. Als Teil eines ganzheitlichen Lebensstilkonzepts kann Saxenda eine wertvolle Unterstützung sein, langfristig Gewicht zu verlieren und gesundheitliche Risiken zu senken.