Warum DrAnsay?
Über 3 Mio. Behandlungen
Einfach, schnell & diskret
Bestpreis-Garantie*
Größte Cannabis-Auswahl
inkl. online Arztrezept
Über 3 Mio. Behandlungen
Einfach, schnell & diskret
Bestpreis-Garantie*
Größte Cannabis-Auswahl
inkl. online Arztrezept
DrAnsay Logo
Der Winter ist kein Gefühl, er ist ein Zustand.
Self-Care

Der Winter ist kein Gefühl, er ist ein Zustand.

Der Winter ist kein Gefühl, er ist ein Zustand.

Im Sommer ist niemand wirklich einsam. Man ist höchstens kurz allein. Das klingt aktiv, fast sexy, denn allein sein heißt im Juli: Espresso draußen trinken, Sonnenbrille, ein Buch, das man nie zu Ende liest.

Im Winter dagegen ist man nicht allein. Man ist einsam, buchstäblich. Das ist ein Unterschied, den man erst versteht, wenn man um 17:12 Uhr auf dem Sofa sitzt und sich fragt, ob es normal ist, dass das eigene Handy der lauteste soziale Kontakt des Tages ist. Zumindest fühlt es sich so an. 

Der Winter macht etwas mit uns. Und nein, das ist nicht nur ein Gefühl, das ist Biologie.

Studien zeigen seit Jahren, dass in den dunklen Monaten sowohl depressive Symptome als auch wahrgenommene Einsamkeit signifikant zunehmen. Weniger Tageslicht beeinflusst unseren Serotonin- und Melatoninspiegel, also genau die Stoffe, die für Stimmung und Schlaf zuständig sind. Übersetzt heißt das:  Wir schlafen schlechter, sind müder, sensibler  und interpretieren unser Leben emotional düsterer, als es objektiv vielleicht ist.

Oder anders gesagt, im Winter fühlt sich sogar ein eigentlich ganz okayes Leben plötzlich an wie ein ungelüftetes WG-Zimmer.

Dazu kommt ein sozialer Effekt, über den kaum jemand spricht. Der Winter ist strukturell kontaktfeindlich. Spontane Treffen fallen weg. Niemand sagt im Januar: „Komm, wir setzen uns kurz raus.“ Man muss planen. Termine machen. Energie aufbringen.  Schuhe anziehen, die Schneematsch aushalten. Und genau diese Energie fehlt vielen Menschen, die sich ohnehin schon ein bisschen abgehängt fühlen.

Einsamkeit ist dabei kein Randphänomen. Laut einer großen Metaanalyse aus Perspectives on Psychological Science hat chronische Einsamkeit ähnliche gesundheitliche Risiken wie Rauchen oder Bewegungsmangel. Das Problem dabei ist, dass Einsamkeit nicht dramatisch aussieht. Sie liegt leise auf dem Alltag, wie Staub, den man erst bemerkt, wenn man mit dem Finger darüberwischt.



Und jetzt kommt der perfide Teil. Einsamkeit macht träge und Trägheit verstärkt Einsamkeit. Wer sich einsam fühlt, sagt Treffen eher ab, meldet sich seltener, zieht sich zurück. Nicht aus Desinteresse, sondern aus Erschöpfung. Psychologen nennen das „soziale Selbstverstärkung“. Ich nenne es: der Moment, in dem man zum dritten Mal „Muss schauen, wie ich mich fühle“ schreibt und genau weiß, dass man sich später schlecht fühlen wird.

Natürlich gibt es Menschen, die im Winter aufblühen. Die Kerzen besitzen,Wolldecken und Omas richtig gute Suppenrezepte. Diese Menschen sind mir suspekt, aber ich respektiere sie.

Für den Rest von uns ist der Winter eher ein emotionaler Härtetest. Er konfrontiert uns mit Dingen, die wir im Sommer gut übertünchen können: fehlende Nähe, lose Freundschaften, Beziehungen, die sich plötzlich sehr still anfühlen. Im Dunkeln hört man sein eigenes Leben lauter.

Die gute Nachricht, und ja, es gibt eine, ist: Einsamkeit im Winter ist kein persönliches Versagen. Sie ist eine ziemlich logische Reaktion auf äußere Umstände. Das heißt nicht, dass man sie einfach hinnehmen sollte. Aber vielleicht, dass man aufhört, sich dafür zu schämen.

Was hilft? Studien zeigen, dass nicht die Anzahl sozialer Kontakte entscheidend ist, sondern deren Qualität. Ein echtes Gespräch schlägt fünf oberflächliche Chats. Regelmäßigkeit hilft mehr als Intensität. Und ganz wichtig sind aktive Mikro-Handlungen. Nicht „Ich muss mein Leben ändern“, sondern „Ich schreibe dieser einen Person“. Einsamkeit hasst kleine, konkrete Schritte.

Und manchmal hilft auch Humor. Die Erkenntnis, dass wir gerade kollektiv im Winterschlaf sind, nur ohne Fell. Dass es okay ist, sich nach Nähe zu sehnen, während man gleichzeitig keine Hose anziehen will.


Der Winter geht vorbei. Das tut er immer. Aber bis dahin dürfen wir anerkennen, dass Einsamkeit kein Charakterfehler ist, sondern ein Signal. Eins, das sagt: Du bist ein soziales Wesen in einer Jahreszeit, die das Leben auf Sparflamme stellt.

Oder, um es weniger wissenschaftlich zu sagen:

Wenn sich im Januar alles ein bisschen hohl anfühlt, liegt das nicht daran, dass dein Leben leer ist. Sondern daran, dass es draußen dunkel ist, drinnen still und niemand ernsthaft glaubt, dass das der natürliche Aggregatzustand eines Menschen ist.

relatedBlogs.title

Self-Care
23.02.2026
Der Winter ist kein Gefühl, er ist ein Zustand.
Warum fühlt sich das Leben im Winter plötzlich schwerer an? Ein Blick auf Biologie, Stimmung und kleine Alltagsgeheimnisse.
Paula Lambert
Paula Lambert
Weiterlesen
Self-Care
19.02.2026
Talking Health: Tanja Bülter trifft Elmar Rassi
Glück beginnt im Kopf: Im Talk mit Tanja erzählt Elmar Rassi über Soul-ID, Selbstreflexion und die kleinen Schritte zu einem erfüllten Leben.
Tanja Bülter
Tanja Bülter
Weiterlesen
Self-Care
13.02.2026
Valentinstag als Single? Oder: Warum der Tag der Liebenden dringend ein Update braucht
Die Liebe versteckt sich in Blicken, im Lachen und in kleinen Augenblicken. Warum der Valentinstag dabei nur eine von vielen Möglichkeiten ist, sie zu feiern.
Tanja Bülter
Tanja Bülter
Weiterlesen
Self-Care
05.02.2026
Dankbarkeit heilt – Herz und Haltung
Erfahre, warum Dankbarkeit nicht nur ein Gefühl für gute Tage, sondern ein unterschätzter Schutz für unser Herz ist.
Dr. med. Nana-Yaw Bimpong-Buta
Dr. med. Nana-Yaw Bimpong-Buta
Weiterlesen
Self-Care
31.01.2026
How To FressFlash: Käsespätzle
Chillen macht hungrig, Curly macht’s lecker. Heute auf dem Menü: cremige Käsespätzle!
Self-Care
15.01.2026
Talking Health: Tanja Bülter trifft Anastasia Barner
Zwischen Selbstfürsorge und Überforderung: Ein Einblick in eine Generation, die Gesundheit neu denkt.
Tanja Bülter
Tanja Bülter
Weiterlesen

Bleib im Loop – mit unserem Newsletter

Newsletter
*Eine Online-Behandlung ist nur möglich, wenn je nach strenger Einzelfallprüfung ein persönlicher ärztlicher Kontakt nicht nötig ist. Deine Anfrage nach einer Cannabis-Therapie ist lediglich Dein unverbindlicher Wunsch, da nur eine Ärztin / ein Arzt entscheidet, welche Therapie Dir empfohlen wird, insbesondere ob und welche Cannabisblüten in Deinem Einzelfall geeignet sein könnten. Du kannst zwar eine bestimmte Cannabissorte als Wunsch angeben, hast jedoch keinen Anspruch darauf, da die Therapie- und Arzneientscheidung einzig und allein den ärztlichen Fachpersonen obliegt. Sie allein bestimmen, ob und welche Cannabissorte, THC-Konzentration und Menge im Einzelfall am besten geeignet sind und inwieweit Du per Telemedizin mit oder ohne einem ärztlichen Gespräch behandelbar bist. Da mit der Cannabislegalisierung auch das Medizinal-Cannabis weniger streng reguliert wird und kein BtM-Rezept mehr nötig ist, reichen nun bereits körperliche Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Migräne und Appetitlosigkeit und vieles mehr für die Cannabis-Therapie aus. Der gezahlte Betrag wird selbstverständlich zurückerstattet, falls eine Behandlung durch die Ärzt:innen nicht zustande kommt. Hinweis: Diese Website ist eine Plattform für Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheken ohne deren Mitwirkung alle Inhalte zu redaktionellen Zwecken erstellt wurden. Es wird keine Apotheke zugewiesen. Nutzer:innen können und sollen insbesondere im Fragebogen ihre Wunschapotheke frei wählen. Alle Apotheken sind eingeladen, an dieser Plattform kostenlos teilzunehmen.
**Unsere Bestpreis-Garantie gilt für alle auf unserem Marktplatz gelisteten rezeptpflichtigen Cannabisprodukte. Einfach auf den Preis klicken und den günstigsten Preis wählen. Falls Du innerhalb von 7 Tagen nach Deiner Bestellung dasselbe Produkt bei einer anderen deutschen Apotheke online günstiger findest, erstatten wir Dir die Differenz.
Dafür musst Du uns sofort eine E-Mail senden an [email protected] mit Link zum Angebot, Screenshot mit Datum, unserer Bestell-Nr. und Zahlungsbeleg der Apotheke. Der Preis muss dann 14 Tage lang so günstig bleiben.
***Bei einer Krankschreibung ohne Arztgespräch musst du deinen Arbeitgeber sofort um Akzeptanz bitten. Sollte dein Arbeitgeber die Krankschreibung nicht zeitnah akzeptieren, kannst du diese kostenlos stornieren. Dann solltest du umgehend eine Krankschreibung mit Arztgespräch wählen oder eine Arztpraxis aufsuchen. Denn die Ärzte, die eine Krankschreibung ohne Arztgespräch ausstellen, sind international und ausschließlich online tätige Ärzte, daher benötigen sie keine Praxissitz oder Zulassung in Deutschland. Dies kann dann zu Verwirrungen bei Arbeitgebern oder Krankenkassen führen. Eine Krankschreibung ohne Arztgespräch hat im Streitfall vor Gericht einen geringeren Beweiswert als eine Krankschreibung mit Arztgespräch. Daher könnte dein Anspruch auf Lohnfortzahlung in Frage gestellt werden.