Unser Körper ist jeden Tag einer Vielzahl von äußeren Einflüssen ausgesetzt die ihm schaden können. Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen sind nur ein Beispiel von vielen Einflüssen, mit denen unser körpereigenes Abwehrsystem zurechtkommen muss, um uns vor Infektionen oder Erkrankungen zu schützen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir auf unseren Körper achtgeben und unser Immunsystem stärken und in seiner Funktion unterstützen. Vor allem mit zunehmendem Alter ist es umso wichtiger eine funktionale Immunabwehr zu besitzen. Im Folgenden finden sich einige Tipps, die dazu beitragen unser Immunsystem zu stärken:

1. Sportliche Aktivität

Regelmäßiges Radfahren, Joggen oder Schwimmen kann bereits helfen den eigenen Körper zu stärken und in Form zu halten. Dabei ist es nicht wichtig, dass eine Sportart auf Profiniveau ausgeübt wird, sondern dass das Herz-Kreislauf-System und auch der Muskelapparat im Training bleiben. Dabei reichen schon ein paar Stunden Sport pro Woche aus. Dies kann zur Vorbeugung von systemischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Blutfettwerten beitragen. Am besten kombinieren Sie Ihre Sporteinheit mit einer gesunden Ernährung um Ihrem Körper doppelt Gutes zu tun. Vermeiden Sie jedoch sportliche Aktivitäten, wenn Sie wirklich krank sind.

2. Ausgeglichene Ernährung

Eine ausgeglichene Ernährung trägt dazu bei dem Körper alle wichtigen Bestandteile bereit zu stellen, die er braucht um perfekt zu funktionieren. Greifen Sie lieber zu einem Stück Obst als sich die Vitamine durch Nahrungsersatzmittel zuzuführen. Eine ausbalancierte Kost ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Ganz besonders Antioxidantien, wie Vitamin C wird eine stärkende Wirkung des Immunsystems nachgesagt, abschließend geklärt ist dies jedoch noch nicht. Vitamin C findet sich vor allem in Zitrusfrüchten, roten Paprika aber auch Brokkoli und Spinat.

Aber auch andere Vitamine (A, B, E) und Spurenelemente wie Zink spielen bei der ausgeglichenen Ernährung eine Rolle. Achten Sie darüber hinaus darauf ein für Ihre Größe angemessenes Körpergewicht zu halten (BMI <25), beispielsweise auch durch das regelmäßige Treiben von Sport.

3. Stress reduzieren

Es ist bekannt, dass Stress einen negativen Einfluss auf die Abwehrlage hat. Mentaler Stress wirkt sich dabei negativ auf den Körper aus. Beispielsweise werden bei Menschen, die dauerhaftem Stress ausgesetzt sind vermehrt Infekte festgestellt. Daher ist es ratsam unnötige Stresssituationen zu meiden, oftmals kann bereits durch eine gute Planung des Alltags der Stress maßgeblich reduziert werden und somit alle anstehenden Aufgaben stressfreier bewältigt werden. Unter anderem ist es ratsam sich bewusst einige Minuten Ruhe am Tag zu nehmen um zu Entspannen und Energie für weitere Aufgaben zu tanken. Sie werden schnell merken, dass Sie sich ausgeglichener und leistungsstärker fühlen.

4. Gehen Sie in die Sonne

Auch bei schlechtem Wetter lohnt es sich vor die Tür zu gehen. Auf der einen Seite sind Sie selbst beim Spazieren gehen aktiv und auf der anderen Seite kann Ihr Körper durch die Sonnenstrahlung Vitamin D produzieren. Eine ausreichende Menge an Vitamin D gehört ebenso wie bei den anderen Vitamine A, C und E zu einem ausgeglichenen Haushalt und einem intakten funktionalen Immunsystem. Vitamin D wird vor allem durch UV-Strahlung auf unserer Hautoberfläche in unserem Körper gebildet und nicht wie andere Vitamine überwiegend über die Nahrung aufgenommen. Für die dunklen Herbst- und Wintermonate können auch Vitamin D Präparate, in Rücksprache mit Ihrem Hausarzt dazu beitragen den benötigten Vitaminspiegel aufrecht zu erhalten.

5. Genügend Schlaf

Ein ausreichend langer und erholsamer Schlaf trägt ebenfalls zu einem gestärkten Immunsystem bei. Der Körper braucht nach einem anstrengenden Tag seine Zeit um sich zu Regenerieren. Wie viel Schlaf jeder Einzelne braucht um ausreichend Erholt zu sein, ist jedoch stark unterschiedlich.

6. Rauchen vermeiden

Jeder weiß es, jedoch können sich die wenigstens von Ihren schlechten Gewohnheiten trennen. Genauso ist es auch mit dem Rauchen. Rauchen verursacht nachweislich nicht nur Lungenkrebs und schädigt das Herz-Kreislauf-System, sondern trägt ebenfalls zur Schwächung des Immunsystems bei. Hierbei kommt es bei Rauchern, im Vergleich zu Nichtrauchern zu Veränderungen der zirkulierenden Blutbestandteile, was eine Verschlechterung der Immunabwehrlage zur Folge hat und zu vermehrt Infekte führt. Darüber hinaus ist auch die Heilung von Wunden und Infekten schlechter ausgeprägt. Daher ist der Rauchstopp ein essentieller Bestandteil um das Immunsystem zu unterstützen.

Quellen:

http://www.health.harvard.edu/staying-healthy/how-to-boost-your-immune-system

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJM199108293250903

https://www.healthline.com/health/food-nutrition/foods-that-boost-the-immune-system

https://time.com/5482827/how-to-boost-your-immune-system/

https://www.dkv.com/gesundheit-rauchen-wirkungen-koerper-12537.html

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.