Abnehmspritzen-Hype: Was bringen sie wirklich?

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Das Zeitalter des Übergewichts ist angebrochen und Forscher gehen davon aus, dass schon in wenigen Jahren die Hälfte der Weltbevölkerung übergewichtig ist. Neben Crashdiäten, Magenverkleinerungen und immer neuen Ernährungsformen gibt es auch neue Wirkstoffe, die helfen können. Derzeit ist die Abnehmspritze ins Visier der Übergewichtigen gerückt. Ist es vielleicht möglich, einfach abzunehmen, ohne etwas dafür zu tun? Das möchten wir in diesem Bericht klären.

Täglich schlemmen, ohne zuzunehmen?

Nachdem die Abnehmspritze bekannt wurde, haben viele übergewichtige Menschen die Hoffnung, dass sie mit dieser täglich schlemmen können, ohne zuzunehmen. Doch was ist dran und weshalb wird die Abnehmspritze so gehypt? Ist sie die neue Zukunft, dass die Bevölkerung schlank bleibt? Schlank auf Rezept – ein schöner Gedanke, der aber weitergedacht werden muss.

Die neuartige Spritze ist gar nicht so neuartig. Denn sie war ursprünglich ein Diabetesmedikament. Seit bekannt wurde, dass sie auch beim Abnehmen hilft, hat sie schon einigen Patienten geholfen, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid zur Gewichtsreduktion zu nutzen. Dabei zeigen Studien unter anderem auch, dass die Spritze nicht nur beim Abnehmen helfen soll, sondern auch vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützt. Eigentlich ganz klar, denn wer nicht mehr übergewichtig ist, hat auch ein geringes Risiko einen Herzanfall oder einen Schlaganfall zu erleiden. Mit einer Ernährungsumstellung ist dies ebenfalls möglich.

Allerdings gibt es auch Übergewichtige, die schon alles probiert haben, weshalb die Abnehmspritze häufig die letzte Möglichkeit ist, dauerhaft Gewicht zu verlieren. Bedauerlicherweise werden diese Lifestyle-Präparate auch missbraucht – und zwar von Menschen, die einem Schlankheitswahn verfallen sind. Daher ist genau zu unterscheiden, inwiefern die Abnehmspritze sinnvoll ist.

Welche Wirkstoffe gibt es?

Die bekannteste Abnehmspritze ist die, die eigentlich als Diabetesmedikament auf den Markt kam. Hergestellt von US-Pharmakonzern Eli Lilly unter dem Namen Mounjaro ist sie seit Dezember in der EU erhältlich, um Gewicht zu reduzieren. Nach dem Hype sind natürlich auch andere Pharmakonzerne auf diesen Zug aufgesprungen. Sogar Fälschungen waren erhältlich, deren Einnahme selbstverständlich sehr gefährlich sein kann.

Das dänische Unternehmen Novo Nordisk hat mittlerweile sogar drei verschiedene Mittel auf dem Markt. Ozempic, Wegovy und Saxenda. Allerdings ist Ozempic in Deutschland nur als Diabetesmedikament zugelassen. Alle drei Medikamente enthalten Semaglutid, wobei der Wirkstoff in Wegovy recht hoch dosiert ist. In Saxenda hingegen ist ein Semaglutid-ähnlicher Wirkstoff, der sich Liraglutid nennt. Dann gibt es noch den Wirkstoff Tirzepatid, welches gleich zwei körpereigenen Peptiden ähnelt. Neben GLP-1 wirkt Tirzepatid auch auf GIP und fördert ebenfalls die Freisetzung von Insulin, damit der Appetit gezügelt wird. Zudem verzögert es die Verdauung, was dann dazu führt, dass man länger satt ist. In Studien hat sich gezeigt, dass es mit dem Wirkstoff Tirzepatid möglich ist, mehr als 20 Prozent des Körpergewichts zu reduzieren. Bei Semaglutid sind es immerhin bis zu 10 Prozent.

Dabei wirken die oben genannten Stoffe wie folgt. Sie ahmen die Wirkung des Peptids GLP-1 nach. Dies heißt, dass die Stoffe dem Körper signalisieren, dass Insulin ausgeschüttet werden soll. Infolgedessen senkt sich der Blutzuckerspiegel und man hat das Gefühl, satt zu sein. Somit wird weniger gegessen und man nimmt ab. Doch auch weitere Mittel drängen auf den Markt und Experten rechnen damit, dass in Kürze mindestens 50 solcher Mittel den Markt schwemmen könnten.

Die Nachteile der Abnehmspritzen

Das hört sich natürlich alles wirklich toll an. Doch so herausragend ist es nicht. Denn wer einmal mit der Spritze begonnen hat, die es im Übrigen nur auf Rezept gibt, muss sich immer spritzen. Denn die Präparate wirken nur dann, wenn sie dauerhaft angewendet werden. Glücklicherweise hilft der DrAnsay Rezeptservice bei der schnellen und unkomplizierten Rezeptbeantragung- und Übermittlung an Apotheken.

Für stark übergewichtige Personen können die Abnehmspritzen aber dennoch eine wichtige Hilfe sein, um Gewicht zu verlieren.

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ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.

WICHTIG:

Du kannst im folgenden Fragebogen für diese „5 Min. AU“ ohne Gespräch eine Arzt-Adresse in allen deutschen Städten auswählen, die dann auch auf Deiner deutschen Krankschreibung steht.

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