Wenn die Psyche streikt: Der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Arbeits(un)fähigkeit

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Mental Health ist ein Thema, das anfängt, immer mehr ins Bewusstsein der Menschen zu dringen. Und da wir nun mal einen erheblichen Teil unseres Lebens am Arbeitsplatz sind, macht auch dieser Lebensbereich vor Deiner mentalen Gesundheit keinen Halt.

Aus Gründen der Selbstfürsorge solltest Du also auf Deine mentale Gesundheit auch am Arbeitsplatz achten. Und das nicht nur für Dich selbst, sondern auch für Deinen Arbeitgeber.

Eine der bekanntesten Studien, die sich mit mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz beschäftigt, wurde im Jahr 2014 veröffentlicht und trägt den Titel „Mental Health and Productivity at Work: Does What You Do Matter?“. Die Studie wurde von der Organisation „RAND Corporation“ durchgeführt und untersuchte den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Produktivität bei über 500 Unternehmen in den USA. Die Ergebnisse zeigten, dass Unternehmen, die in die Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeiter investierten, eine höhere Produktivität und eine niedrigere Fehlzeitenrate aufwiesen. Aber auch ohne aktive Unterstützung Deines Arbeitgebers kannst Du Deine mentale Gesundheit am Arbeitsplatz sicherstellen. Dafür möchten wir Dir in unserem Blogartikel praktische Tipps liefern und u.a. über unser Angebot der Lunchtime Friends informieren. Hier findest Du zudem unser Angebot einer Online-Krankschreibung.

Zunächst aber 5 Beispiele für Dich, wann Du bereits eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz AU-Schein erhalten kannst, auch wenn Deine mentale Gesundheit nicht betroffen ist.

5 Beispiele, wann Du bereits einen AU-Schein erhalten kannst

Dass du bei Fieber selbstverständlich zu Hause bleiben solltest, ist hoffentlich klar. Weniger eindeutig ist es für viele bei anderen Erkrankungen oder gesundheitlichen Beschwerden. Deshalb möchten wir Dir einmal 5 Beispiele nennen, bei denen wir Dir empfehlen, Dich zu erholen, anstatt zur Arbeit zu gehen.

Migräne

Migräne ist eine häufige Erkrankung, die von intensiven, oft pochenden Kopfschmerzen begleitet wird. Menschen, die unter Migräne leiden, können auch unter Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Schwindelgefühlen leiden. Wenn Du regelmäßig unter Migräneanfällen leidest und diese Dich davon abhalten, Deine Arbeit auszuführen, ist ein AU-Schein eine wertvolle Option für Dich.

Menstruationsbeschwerden

Menstruationsbeschwerden können von leichten Krämpfen und Stimmungsschwankungen bis hin zu schweren Bauchschmerzen, Übelkeit und Schwindel reichen. Wenn Deine Menstruationsbeschwerden Dich davon abhalten, Deine Arbeit auszuführen, kannst Du Dir sicher sein, dass Dir auch hier die Möglichkeit offen steht, krankgeschrieben zu werden.

Grippe oder Erkältung

Grippe oder Erkältung sind häufige Infektionskrankheiten, die von Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber begleitet werden können. Wenn Du an einer Grippe oder Erkältung leidest, solltest Du Dir Zeit geben, um Dich auszuruhen und Dich zu erholen. Auch hier empfehlen wir Dir, zu Hause zu bleiben und das auch schon bei leichten Symptomen.

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall oder Erbrechen können sehr belastend sein und Dich davon abhalten, Deine Arbeit auszuführen. Wenn Du an solchen Beschwerden leidest, tue Dir und anderen den Gefallen, zu Hause zu bleiben. Im Büro würdest Du Deine Kollegen zumal wahrscheinlich anstecken.

Schwangerschaftsbeschwerden

Schwangerschaftsbeschwerden können sehr unterschiedlich sein und reichen von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Rückenschmerzen und Müdigkeit. Wenn Du schwanger bist und unter solchen Beschwerden leidest, wirst Du genauso von der Arbeit freigestellt.

Insgesamt gilt: Wenn Du aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht in der Lage bist, Deine Arbeit auszuführen, solltest Du einen Arzt aufsuchen und Dich gegebenenfalls krankschreiben lassen. So kannst Du Dich ausreichend erholen und wieder fit werden, um Deine Arbeit erfolgreich ausführen zu können.


Deine Mental Health am Arbeitsplatz: 5 Tipps

Neben den obigen körperlichen Beschwerden gibt es jedoch auch solche, die sich ausschließlich psychisch äußern. Die Rede ist z.B. von Depressionen oder Angstzustände. Aber auch Burnout oder starke Erschöpfungszustände gehören dazu.

Wenn Du bereits betroffen bist von einer oder mehreren dieser Beschwerden und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung brauchst, kommst Du über diesen Link zu unserem Au-Schein Angebot, bei dem Du Dich entweder für den 5 Minuten AU-Schein mit Fragebogen oder für einen AU-Schein mit Video-Chat entscheiden kannst.

Um rechtzeitig diesen Krankheiten und Beschwerden vorzubeugen, wollen wir Dir 5 Tipps vorstellen, wie Du Deine mentale Gesundheit am Arbeitsplatz fördern kannst:

1. Schaffe eine positive Arbeitsumgebung: Eine positive Arbeitsumgebung kann dazu beitragen, Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Ein freundliches, unterstützendes Arbeitsumfeld in einem angenehm eingerichteten Büro kann für Deine mentale Gesundheit Wunder bewirken. Ein Beispiel für eine positive Arbeitsumgebung ist ein Büro, das mit ausreichend Tageslicht und Pflanzen ausgestattet ist. Eine angenehme Raumtemperatur und eine gute Luftqualität können ebenfalls dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen.

2. Kommuniziere offen: Eine offene Kommunikation kann dazu beitragen, dass Probleme frühzeitig erkannt und gelöst werden können. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter sich sicher fühlen, über ihre Sorgen und Bedenken zu sprechen. Natürlich kannst Du nur Deine eigene Kommunikation beeinflussen und nicht die Deiner Kollegen, aber mit offener Kommunikation ist es Dir immerhin möglich, auch die Art der Kommunikation Deiner Kollegen anzusprechen, was Missverständnisse und Konflikten vorbeugen kann.

3. Ermögliche eine ausgewogene Work-Life-Balance: Eine ausgewogene Work-Life-Balance kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich weniger gestresst fühlen und ihre Arbeit effektiver erledigen können. Finde eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit und gestalte Deine freie Zeit so, dass sie Dich mit Energie für den Alltag und auch Arbeitsalltag versorgt.

4. Biete Unterstützung bei der Stressbewältigung oder frage diese an: Arbeitgeber sollten ihren Mitarbeiter Unterstützung bei der Stressbewältigung anbieten. Als Arbeitnehmer kannst Du Deinen Vorgesetzten fragen, ob er für diese Dinge offen ist und wenn nicht auf eigene Faust Möglichkeiten zur Stressbewältigung in Deinen Arbeitsalltag integrieren. Dazu können Entspannungskurse, Yoga-Stunden oder Workshops zu Stressbewältigungstechniken zählen. Oder auch unser Angebot der Lunchtime Friends, aber dazu später mehr.

5. Schaffe Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung: Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Dies kann durch Weiterbildung, Mentoring-Programme oder die Übernahme von mehr Verantwortung erreicht werden. Was zunächst kontraintuitiv erscheint, könnte aber genau das sein, was Dir in Deinem Beruf gefehlt hat. Denn vielleicht war der Grund Deines Ausgelaugt-Fühlens, dass Du nicht das Gefühl hattest, dass es überhaupt auf Dich und Deine Arbeit ankommen würde.

Fazit

Viele Menschen sind noch immer im Irrglauben darüber, dass man erst dann arbeitsunfähig sei, wenn man körperlich daran gehindert ist, seiner Arbeit nachzugehen. Wir möchten jedoch erneut unterstreichen, dass genauso Gründe der mentalen Gesundheit dafür sorgen können, von der Arbeit verhindert zu sein.

Wenn Du bereits betroffen bist von dieser Problemstellung, dann hole Dir unseren Online Au-Schein. Entweder als 5 Minuten AU-Schein oder als AU per Videochat.

Für all jene, die über Themen wie Mental Health am Arbeitsplatz gerne in den Austausch kommen würden, haben wir außerdem vor einer Woche erstmals das Projekt Lunchtime Friends aus der Wiege gehoben.

Nach dem erfolgreichen Start soll uns dieser Termin auch zukünftig einmal pro Woche erhalten bleiben. Und zwar immer freitags, um 12:00 Uhr mittags. Das Ganze findet aber nicht etwa in Seminarform statt, sondern ist eine kleine freundschaftliche Runde mit Leuten, die Ihre Mittagspause nutzen, um herunterzukommen. Dabei ist es ganz egal, ob Du Deine Webcam an- oder ausgeschaltet hast. Viel wichtiger ist es uns, dass Du Dich wohlfühlst und es Dir mit uns gut gehen lässt. Dieses Angebot ist selbstverständlich vollkommen kostenlos. Natürlich essen oder zumindest snacken wir auch in unserer Runde währenddessen. Der Name ist schließlich Programm.

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Stefan E. Weis
Stefan E. Weis
1 Jahr zuvor

Danke für die vielen tiefgründigen Erklärungen. Die mentalen Symptome werden von vielen nicht beachtet und etnst genommen. Frühzeitiges Gegensteuern ist jedoch sehr wichtig um Krankheiten insbesondere Depression vorzubeugen. Die Krankschreibung wird viele Menschen durch arrogante, autoritäre Ärzte und Vorgesetzte erschwert. Oft ist die Angst größer um den richtigen Schritt zu tun. Die Gesundheit ist das höchste Gut das wir haben. Wir sollten bestmöglich darauf achten und rechtzeitig die Konsequenzen daraus ziehen.

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Hinweis: Dieser journalistische Beitrag ohne jegliche Haftung enthält keine Heilversprechen, Werbung oder ärztliche Beratung.

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ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.

WICHTIG:

Du kannst im folgenden Fragebogen für diese „5 Min. AU“ ohne Gespräch eine Arzt-Adresse in allen deutschen Städten auswählen, die dann auch auf Deiner deutschen Krankschreibung steht.

Falls Dein Arbeitgeber jedoch streng ist, wähle auf der Startseite lieber die AU per Videochat mit deutschem Arzt inkl. 100% Lohngarantie!:

Denn Dein Arbeitgeber kann einen Unterschied der „5 Min. AU“ zur normalen AU vom Praxisarzt nur erkennen, falls er so misstrauisch ist, dass er bei der Ärztekammer vergeblich nachfragt. Alle Privatärzte für die „5 Min. AU“ sind nämlich international tätig und daher nur im Ausland registriert.
Deren Krankschreibungen sind aber rechtlich genauso gültig wie von einem deutschen Arzt, da das Gesetz nur eine „ärztliche Bescheinigung“ fordert, also ohne Beschränkung auf den Ort der Arztzulassung (§ 5 Absatz 1, Satz 2 EntgFG).
Zur Aufklärung Deines Arbeitgebers sende ihm gern unser Info-Schreiben. Zudem gibt es vereinzelt Gerichte, die im Streitfall den Beweiswert einer AU mit Videochat viel höher bewerten, da sie behaupten, die Videochat-Pflicht für Kassenärzte gelte auch für Privatärzte.