Cannabis-Konsum und Reisen

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Mit dem Mai steht der Sommer vor der Tür und auch die Reisezeit für die meisten von uns, vom Tagestrip bis zum öang ersehnten Sommerurlaub. Aber hast Du Dich schon einmal gefragt, was zu beachten ist, wenn Du als Cannabispatient ins Ausland reisen möchtest? Dann bist Du hier genau richtig! In diesem Blogartikel erfährst Du alles Wichtige rund um das Thema Auslandsreisen und die Mitnahme von verschriebenen Betäubungsmitteln wie medizinischem Cannabis. Wir geben Dir einen Überblick über die standardisierten Regeln und Vorschriften, die es zu beachten gilt. 

Finde heraus, wie Du eine Bescheinigung für Deine Medikamente erhältst und was Du bei der Einreise in Länder außerhalb des Schengen-Raums beachten musst. Wir informieren Dich umfassend und geben Dir Tipps, wie Du Deine Reise problemlos und stressfrei gestalten kannst. Also, bleib dran und erfahre alles Wichtige, was Du beachten musst, wenn Du als Cannabispatient ins Ausland reisen möchtest. 

Übrigens kann Dein Arzt auch ein Reisedokument für Dein medizinisches Cannabis ausstellen:

Reisen mit medizinischem Cannabis innerhalb des Schengen-Raums

Du fragst Dich sicherlich, ob Du Dein medizinisches Cannabis auf Reisen innerhalb des Schengen-Raums mitnehmen darfst. Die Antwort ist: Ja, unter bestimmten Bedingungen ist das möglich. Es ist wichtig, dass Du Dich vorher gut informierst, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Als Erstes solltest Du Dich über die Rechtslage in Deinem Zielland informieren. In einigen Ländern ist medizinisches Cannabis erlaubt, während es in anderen streng verboten ist. Informiere Dich auch darüber, wie viel Cannabis Du mitnehmen darfst und ob Du bestimmte Dokumente benötigst.

Es ist außerdem wichtig, dass Du Dein medizinisches Cannabis sicher und diskret transportierst. Am besten bewahrst Du es in einem verschließbaren Behälter auf und führst es im Handgepäck mit Dir. So ist es für andere Reisende nicht sichtbar und Du hast es immer im Blick.

Beachte auch, dass Du auf Flughäfen und in Flugzeugen keinen Konsum von Cannabis betreiben darfst. Auch während Deines Aufenthalts im Ausland solltest Du Dich an die dortigen Gesetze halten und vermeiden, öffentlich Cannabis zu konsumieren. Achte besonders darauf, nicht in der Nähe von Schulen und Kitas zu konsumieren.

Damit Patienten, die aus den Vertragsstaaten des Schengener Abkommens kommen, ihre Medikamente problemlos auf Reisen mitführen können, gibt es eine relativ einfache Lösung. Dazu müssen sie lediglich eine ärztliche Bescheinigung für ihr medizinisches Cannabis nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens bei sich tragen. Die Gültigkeit des Abkommens erstreckt sich auf Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.

Reisen mit medizinischem Cannabis außerhalb des Schengen-Raums

Du möchtest außerhalb des Schengen-Raums reisen und fragst Dich, ob Du Dein medizinisches Cannabis mitnehmen darfst? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.

In vielen Ländern ist der Besitz und Konsum von Cannabis illegal, sogar wenn es zu medizinischen Zwecken verwendet wird. Es gibt jedoch einige Länder, in denen der Besitz und/oder Konsum von medizinischem Cannabis erlaubt ist. Bevor Du Deine Reise planst, solltest Du Dich unbedingt über die Gesetze und Vorschriften im Zielland informieren.

In einigen Ländern ist es möglich, eine spezielle Erlaubnis zur Einfuhr von medizinischem Cannabis zu beantragen. Dazu solltest Du Dich rechtzeitig vor Deiner Reise an die Botschaft oder das Konsulat des Ziellandes wenden, um Dich über die notwendigen Schritte und Dokumente zu informieren.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass einige Fluggesellschaften den Transport von medizinischem Cannabis verbieten oder einschränken können. Informiere Dich daher vorab bei der Airline, mit der Du fliegen wirst, über deren Regeln und Vorschriften in Bezug auf medizinisches Cannabis.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Reisen mit medizinischem Cannabis außerhalb des Schengen-Raums eine große Herausforderung darstellen kann. Bevor Du Deine Reise planst, solltest Du Dich sorgfältig über die Gesetze und Vorschriften im Zielland informieren und gegebenenfalls eine spezielle Erlaubnis beantragen.

Besonders schlechte Nachrichten haben wir für Dich, wenn Dein Zielland eines der folgenden ist:

  • Singapur: In Singapur ist der Konsum von Cannabis illegal, unabhängig davon, ob es für medizinische Zwecke verschrieben wurde oder nicht. Sowohl der Besitz als auch der Konsum von Cannabis können zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren führen.
  • Vereinigte Arabische Emirate: In den VAE ist Cannabis illegal, und der Besitz oder Konsum von Cannabis kann zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 4 Jahren führen.
  • Japan: In Japan ist Cannabis illegal, und der Konsum von medizinischem Cannabis ist nicht erlaubt, selbst wenn es verschrieben wurde. Der Besitz oder Konsum von Cannabis kann zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 5 Jahren führen.
  • Südkorea: In Südkorea ist Cannabis illegal, und der Besitz oder Konsum von Cannabis kann zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 5 Jahren führen.

Cannabis-Therapie

In den meisten Fällen solltest Du als Patient Deine medizinische Cannabisbehandlung während Urlaubs- oder Reisezeiten nicht unterbrechen. Eine Pause kann zu einem Rückfall der Symptome führen und die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen. Es ist wichtig, im Voraus zu planen und sich über lokale Gesetze und Vorschriften zu informieren, um sicherzustellen, dass Du Deine medizinische Cannabisversorgung auf Reisen fortsetzen kannst.

Alle Fragen rund um Deine Cannabis-Therapie kannst Du in einem Arztgespräch stellen:

Das ultimative Fazit

Du hast nun einige wichtige Informationen darüber erhalten, wie Du mit medizinischem Cannabis auf Reisen umgehen kannst. Wir haben Dir gezeigt, welche Regeln und Bestimmungen Du innerhalb des Schengen-Raums sowie außerhalb beachten musst und wie Du sicher und verantwortungsvoll konsumieren kannst.

Es ist wichtig zu betonen, dass Du immer sicherstellen solltest, dass Du alle notwendigen Dokumente und Bescheinigungen dabei hast, um keine Probleme an den Grenzen oder bei der Einreise in ein anderes Land zu bekommen. Denke auch daran, dass das Gesetz in Bezug auf den Konsum von medizinischem Cannabis in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein kann.

Hab eine stressfreie Reise mit Deinem medizinischem Cannabis!

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ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.

WICHTIG:

Du kannst im folgenden Fragebogen für diese „5 Min. AU“ ohne Gespräch eine Arzt-Adresse in allen deutschen Städten auswählen, die dann auch auf Deiner deutschen Krankschreibung steht.

Falls Dein Arbeitgeber jedoch streng ist, wähle auf der Startseite lieber die AU per Videochat mit deutschem Arzt inkl. 100% Lohngarantie!:

Denn Dein Arbeitgeber kann einen Unterschied der „5 Min. AU“ zur normalen AU vom Praxisarzt nur erkennen, falls er so misstrauisch ist, dass er bei der Ärztekammer vergeblich nachfragt. Alle Privatärzte für die „5 Min. AU“ sind nämlich international tätig und daher nur im Ausland registriert.
Deren Krankschreibungen sind aber rechtlich genauso gültig wie von einem deutschen Arzt, da das Gesetz nur eine „ärztliche Bescheinigung“ fordert, also ohne Beschränkung auf den Ort der Arztzulassung (§ 5 Absatz 1, Satz 2 EntgFG).
Zur Aufklärung Deines Arbeitgebers sende ihm gern unser Info-Schreiben. Zudem gibt es vereinzelt Gerichte, die im Streitfall den Beweiswert einer AU mit Videochat viel höher bewerten, da sie behaupten, die Videochat-Pflicht für Kassenärzte gelte auch für Privatärzte.