Der Mythos von Cannabis als Einstiegsdroge

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Hast Du auch schon mal von dem Mythos gehört, dass Cannabis als Einstiegsdroge fungiert und somit der erste Schritt zu einer lebenslangen Abhängigkeit ist? Die gute Nachricht ist: Diese Annahme ist schlichtweg falsch. Die Wahrheit ist, dass Cannabis als Einstiegsdroge ein weitverbreitetes und hartnäckiges Missverständnis ist, das von vielen Menschen noch immer als Tatsache akzeptiert wird.

In diesem Blogartikel möchten wir Dir zeigen, warum dieses falsche Bild von Cannabis als Einstiegsdroge so weit verbreitet ist und warum es tatsächlich keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt. Stattdessen werden wir uns auf komplexe Ursachen von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit konzentrieren, die oft von persönlichen, sozialen und ökonomischen Faktoren abhängen. Wir werden auch interessante Fakten über den Drogenkonsum mit Dir teilen, die Du wahrscheinlich noch nicht kennst.

Wir von Dr. Ansay helfen seit Jahren Patienten, die eine Cannabistherapie beginnen wollen, dabei ein Rezept für diese zu erhalten. Solltest Du also noch kein Rezept für Cannabis haben, aber eine Cannabistherapie beginnen wollen, dann informiere Dich hier über unser Angebot:

Der Mythos der Einstiegsdroge

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Begriff „Einstiegsdroge“ oft verwendet wird, um eine Idee von Progression im Drogenkonsum zu vermitteln. Die Theorie besagt, dass, wenn jemand anfängt, Cannabis zu konsumieren, dies dazu führen kann, dass er oder sie später härtere Drogen wie Kokain oder Heroin ausprobiert. Diese Annahme ist jedoch nicht haltbar und wird von vielen Experten auf dem Gebiet der Suchtforschung infrage gestellt.

Tatsächlich gibt es keine klaren Belege dafür, dass Cannabis einen direkten Einfluss auf den Konsum anderer Drogen hat. Stattdessen zeigt die Forschung, dass es viele komplexe Faktoren gibt, die dazu beitragen können, dass jemand eine Sucht entwickelt. Diese Faktoren können genetische Veranlagungen, traumatische Erfahrungen, Stress oder auch soziale Faktoren wie Armut oder fehlende soziale Unterstützung sein.

Es ist auch wichtig zu betonen, dass der überwiegende Teil der Menschen, die Cannabis konsumieren, niemals andere Drogen ausprobieren werden. Tatsächlich ist der Konsum von Cannabis in vielen Ländern auf der Welt legalisiert oder entkriminalisiert worden, da es als eine vergleichsweise sichere Droge betrachtet wird. Natürlich gibt es auch Risiken beim Konsum von Cannabis, aber diese können minimiert werden, indem man sich an die empfohlenen Dosierungen hält und verantwortungsvoll damit umgeht.

Wenn Du also Cannabis konsumierst, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, dass Du deshalb eine Sucht entwickeln oder andere Drogen ausprobieren wirst. Trotzdem ist es immer wichtig, verantwortungsvoll und respektvoll mit jeder Substanz umzugehen, die Du konsumierst.

Wissenschaftliche Widerlegungen

wir haben gerade besprochen, dass der Mythos von Cannabis als Einstiegsdroge wissenschaftlich widerlegt ist. In diesem Kapitel möchte ich Dir einige der wichtigsten wissenschaftlichen Studien präsentieren, die diese Aussage belegen.

Zunächst einmal gibt es eine Langzeitstudie aus Neuseeland, die im Jahr 2012 veröffentlicht wurde und zeigt, dass Cannabis keinen direkten Einfluss auf den Konsum von härteren Drogen wie Kokain oder Heroin hat. Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Universität von Otago durchgeführt und über einen Zeitraum von 25 Jahren durchgeführt.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2016, die von Forschern der Columbia University durchgeführt wurde, fand heraus, dass der Konsum von Cannabis in der Adoleszenz nicht zwangsläufig zu einem späteren Konsum von harten Drogen führt. Die Studie basierte auf Daten von mehr als 1.200 Teilnehmern und wurde im Journal of Adolescent Health veröffentlicht.

Eine weitere interessante Studie, die im Jahr 2019 veröffentlicht wurde, zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Cannabis und späterem Drogenkonsum auf einen gemeinsamen genetischen Einfluss zurückzuführen sein könnte. Die Studie wurde von Forschern des King’s College London durchgeführt und im Fachmagazin Addiction veröffentlicht.

All diese Studien und viele weitere zeigen, dass der Mythos von Cannabis als Einstiegsdroge wissenschaftlich widerlegt ist. Der Konsum von Cannabis bedeutet nicht zwangsläufig, dass man später auch härtere Drogen konsumiert. Die Komplexität von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit ist viel vielschichtiger als nur ein einfacher Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis und späterem Drogenkonsum.

Komplexe Ursachen von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit

Du hast bereits gelernt, dass Cannabis nicht zwangsläufig zu einer Einstiegsdroge führt und dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt. Aber was sind dann die Ursachen für Drogenmissbrauch und -abhängigkeit?

Die Antwort ist nicht einfach, da es keine einfache Lösung gibt. Drogenabhängigkeit ist ein komplexes Phänomen, das durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Diese können biologisch, sozial oder psychologisch sein.

Einige Studien legen nahe, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen können. Andere Faktoren sind jedoch ebenso wichtig. Zum Beispiel kann die Umgebung, in der Du Dich befindest, ein bedeutender Einflussfaktor sein. Ein Kind, das in einer Familie mit Drogenproblemen aufwächst, hat ein höheres Risiko, später im Leben selbst Drogen zu missbrauchen oder abhängig zu werden.

Aber auch individuelle Faktoren wie Stress oder psychische Störungen können eine Rolle spielen. Menschen, die unter Angstzuständen oder Depressionen leiden, neigen häufiger dazu, Drogen zu missbrauchen oder abhängig zu werden.

Es gibt auch Studien, die darauf hinweisen, dass soziale Faktoren wie Armut, Arbeitslosigkeit oder mangelnder Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung das Risiko von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit erhöhen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass Drogenabhängigkeit kein moralisches Versagen ist. Es ist eine Krankheit, die durch eine Kombination von Faktoren verursacht wird, auf die Du möglicherweise keinen Einfluss hast. Wenn Du oder jemand in Deinem Umfeld mit Drogenproblemen zu kämpfen hat, ist es wichtig, professionelle Hilfe zu suchen.

Wie Du siehst, gibt es viele Faktoren, die zur Drogenabhängigkeit beitragen können. Es ist wichtig, diese Ursachen zu verstehen, um effektive Lösungen zu finden, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt sind. In den kommenden Abschnitten werden wir uns mit weiteren interessanten Fakten zum Drogenkonsum und einem Fazit beschäftigen.

Das ultimative Fazit

Du hast nun alle wichtigen Informationen über den Mythos von Cannabis als Einstiegsdroge kennengelernt und erfahren, dass es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Cannabis den Einstieg in den Konsum anderer Drogen begünstigt. Vielmehr sind die Ursachen für Drogenmissbrauch und -abhängigkeit komplex und können viele verschiedene Faktoren beinhalten, wie zum Beispiel genetische Veranlagungen, persönliche Umstände und psychische Erkrankungen.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass jeder Mensch unterschiedliche Gründe und Motivationen für den Konsum von Drogen hat und dass es keine einfache Erklärung für Drogenmissbrauch gibt. Anstatt sich auf Mythen und Vorurteile zu verlassen, sollten wir uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten stützen, um eine fundierte und sachliche Diskussion zu führen.

Wir von Dr. Ansay verweisen vielmehr auf die positive Wirkung von Cannabis. Wir helfen Patienten dabei eine Cannabistherapie zu starten, indem wir sie in Verbindung mit unseren Ärzten setzten, die ihnen bei entsprechenden Beschwerden ein Cannabis-Rezept ausstellen. Solltest Du auch Interesse an einer Cannabistherapie haben, dann findest Du hier alle relevanten Informationen:

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ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.

WICHTIG:

Du kannst im folgenden Fragebogen für diese „5 Min. AU“ ohne Gespräch eine Arzt-Adresse in allen deutschen Städten auswählen, die dann auch auf Deiner deutschen Krankschreibung steht.

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Deren Krankschreibungen sind aber rechtlich genauso gültig wie von einem deutschen Arzt, da das Gesetz nur eine „ärztliche Bescheinigung“ fordert, also ohne Beschränkung auf den Ort der Arztzulassung (§ 5 Absatz 1, Satz 2 EntgFG).
Zur Aufklärung Deines Arbeitgebers sende ihm gern unser Info-Schreiben. Zudem gibt es vereinzelt Gerichte, die im Streitfall den Beweiswert einer AU mit Videochat viel höher bewerten, da sie behaupten, die Videochat-Pflicht für Kassenärzte gelte auch für Privatärzte.