4 Wege medizinisches Cannabis zu konsumieren

Inhalt

Medizinisches Cannabis genießt längst Anerkennung bei der Behandlung von Stresssymptomen, chronischen Schmerzen, Angst- und Schlafstörungen oder auch ADHS. Ist das notwendige Cannabis-Rezept erst einmal ausgestellt und das Medikament bei einer Versandapotheke bestellt, haben manche Patienten noch Fragen zum Konsum. Wie Du Dein medizinisches Cannabis konsumieren kannst, erfährst Du hier.

Medizinisches Cannabis auf Rezept

Medizinisches Cannabis gibt es auf Rezept bei vielen Beschwerden. So kann man pure Blüten bekommen, aber auch andere Darreichungsformen, wie beispielsweise Kapseln oder CBD-Öle, gibt es auf Rezept. Bei der Entscheidung, wie man sein medizinisches Cannabis konsumiert, sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Ganz wichtig ist der eigene Gesundheitszustand. So gibt es Menschen, die aufgrund von Lungenerkrankungen davon absehen sollten, ihr Cannabis zu inhalieren, die wohl allgemein bekannteste Art des Konsums. Jene Patienten müssen Cannabis als Medikament für ihre Behandlung jedoch nicht ausschließen, sondern können auf andere Arten des Gebrauchs zurückgreifen.

Soziale Aspekte können für Patienten eine Rolle spielen bei der Wahl, wie sie ihr medizinisches Cannabis konsumieren wollen. So ist es nicht jedem angenehm, vor allem in der Öffentlichkeit sein Umfeld darüber in Kenntnis zu setzen, dass man aus gesundheitlichen Gründen Cannabis konsumiert. Ein Konsum in Kapselform sorgt beispielsweise für mehr Diskretion.

Aber auch Gründe der Bequemlichkeit können von Belang sein. So empfindet es mancher als angenehmer, medizinisches Cannabis in Verbindung mit Lebensmitteln, wie etwa Cannabis-Brownies, einzunehmen. Geruch, Einnahme, Komfort, Alltagstauglichkeit oder Geschmack – verschiedene Gründe, die bei Patienten für Präferenzen oder Ablehnung sorgen.

Richtige Dosierung

Bei der Verwendung von Cannabinoiden als Therapieoption für verschiedene Erkrankungen oder Symptome, wie z.B. Spastik bei Multipler Sklerose, Übelkeit und Erbrechen bei Krebstherapien oder Schmerzsymptomen ist es wichtig, dass die Dosierung sorgfältig bestimmt und das Medikament entsprechend eingenommen wird, genau wie bei jeder anderen medikamentösen Therapie. Ob Medikation mit frischen Blüten oder Fragen zur CBD-Öl-Dosierung, halte eine unverbindliche Rücksprache mit einem Arzt.

Ebenso ist es bei Medikamenten, die einen kontinuierlichen Wirkspiegel im Körper erfordern, um die Symptome zu behandeln oder die Ursachen einer Krankheit zu beseitigen, von großer Bedeutung, dass sie regelmäßig eingenommen werden. Lasse Dich auch hierzu von einem unserer Ärzte kostenlos gerne beraten. Eine Cannabis-Therapie ist auf unterschiedliche Weise durchführbar.

Medizinisches Cannabis rauchen

Das Rauchen einer Cannabis-Zigarette ist die mit Abstand bekannteste Art des Konsums von medizinischem Cannabis. Viele Patienten empfinden es naheliegend, auf diese Art ihr Cannabis auf Rezept zu konsumieren. Zwar nicht erforderlich, aber häufig damit verbunden mischen Patienten Tabak in die Cannabis-Mischung. Patienten sollten hierbei die durchaus schädliche Wirkung des Tabaks beachten, die u. a. für Schäden an den Lungen verantwortlich sein kann und mitunter das Krebsrisiko steigert.

Das Verbrennen von Cannabinoiden in einer Cannabis-Zigarette, einem Pfeifchen oder einer Wasserpfeife sorgt darüber hinaus für die Einnahme einer weniger präzise kalkulierbaren Menge der Wirkstoffe. Beim Rauchen wird ohnehin etwa ein Drittel der Cannabinoide verbrannt. Dies passiert, weil die Temperatur der Glut zwischen 500 und 600 Grad beträgt. Beachtet man zudem, dass rund 50 Prozent des Rauchs nicht einmal eingeatmet wird, wird deutlich, dass es sich bei der bekanntesten Methode nicht notwendigerweise um die beste handelt.

Cannabis-Blüten vaporisieren

Eine effektivere Möglichkeit, sein medizinisches Cannabis zu konsumieren, stellt das Vaporisieren dar. Beim Vaporisieren wird das medizinische Cannabis durch Zufuhr von Hitze schonend verdampft. Die dazu benötigten Vaporizer sind längst in der Öffentlichkeit angekommen und passen in jede Tasche.

Beim Verdampfen wird das Cannabis erhitzt, anstatt es zu verbrennen, was dazu führt, dass die Wirkstoffe sehr schonend, ohne Glut, freigesetzt werden. Dies kann dazu beitragen, die Gesundheitsrisiken zu minimieren, die mit dem Rauchen und damit einhergehenden Verbrennen von Tabak und Cannabis verbunden sind.

Der wichtigste Unterschied gegenüber dem Rauchen einer Cannabis-Zigarette ist die Temperatur. Beim Vaporisieren verdampfen die Wirkstoffe bei Temperaturen zwischen 180 und 210 Grad. Der inhalierte Dampf ist somit weniger heiß. Auf Schadstoffe, wie solche, die beim klassischen Rauchen entstehen, verzichtet man komplett. Die benötigte Menge an Cannabis ist mit einem Vaporizer ebenfalls geringer als in einer Cannabis-Zigarette.

Ein Vaporizer sorgt dafür, dass der Konsument keinen Rauch einatmet, sondern Dampf inhaliert. Viele Patienten empfinden dies als deutlich angenehmer. Das Verdampfen von Cannabis kann somit gesünder sein als das Rauchen von Cannabis, da es die Inhalation von Verbrennungsprodukten vermeidet.

Orale Einnahme von medizinischem Cannabis

Deutlich diskreter kommt die Möglichkeit des oralen Konsums daher. Im Gegensatz zum Rauchen oder Inhalieren des Dampfes kann der Patient hier Cannabis vollständig geruchlos und diskret zu sich nehmen. Ist es ein Eukalyptusbonbon, ein Zitronendrops oder doch eine Cannabis-Lutschtablette? Außer dem Konsumenten kennt niemand die Antwort.

Die wirksamen Stoffe von Cannabis werden bei oraler Einnahme über den Magen-Darm-Trakt sowie die Schleimhäute im Mund aufgenommen. Kapseln, Cannabisöle, cannabishaltige Lebensmittel, Cannabis-Vollspektrumextrakte, Tinkturen oder Tees kommen hierfür infrage. Die Dosierung, wie zum Beispiel beim CBD-Öl, ist ganz individuell. Taste Dich lieber erst langsam ran, als zu viel auf einmal einzunehmen.

Tatsächlich ist es sogar so, dass die Wirkstoffe von Cannabis bei oraler Einnahme langsamer vom Körper aufgenommen werden, aber die Wirkung dafür länger anhält. Aus Perspektive der Patienten oftmals eher ein Pluspunkt. Auch die Präzision der Dosierung ist optimaler möglich.

Auf die Haut auftragen

Einige medizinische Cannabis-Präparate können auf die Haut aufgetragen werden, um Schmerzen oder Entzündungen zu lindern. In Form von Cremes, Salben, Lotionen oder Ölen lässt es sich lokal verwenden und wirkt sich durchaus auf das ganze System aus. Es ist wichtig, ein Produkt mit einer bekannten Cannabinoid-Dosierung zu wählen und die Anweisungen des Herstellers zu befolgen.

Finde heraus, welche Art des Konsums für Dich infrage kommt. Eine Cannabis-Therapie kann bei vielen Leiden hilfreich sein und Dir ein angenehmeres Leben ermöglichen.

Loading

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Mehr zu diesen Themen findest Du auch auf unserem Instagram – oder Telegram Channel.

Hinweis: Dieser journalistische Beitrag ohne jegliche Haftung enthält keine Heilversprechen, Werbung oder ärztliche Beratung.

Trage Dich jetzt hier mit Deiner Emailadresse ein und erhalte alle Audios und Infos zu den Lunchtime Friends.

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.

WICHTIG:

Du kannst im folgenden Fragebogen für diese „5 Min. AU“ ohne Gespräch eine Arzt-Adresse in allen deutschen Städten auswählen, die dann auch auf Deiner deutschen Krankschreibung steht.

Falls Dein Arbeitgeber jedoch streng ist, wähle auf der Startseite lieber die AU per Videochat mit deutschem Arzt inkl. 100% Lohngarantie!:

Denn Dein Arbeitgeber kann einen Unterschied der „5 Min. AU“ zur normalen AU vom Praxisarzt nur erkennen, falls er so misstrauisch ist, dass er bei der Ärztekammer vergeblich nachfragt. Alle Privatärzte für die „5 Min. AU“ sind nämlich international tätig und daher nur im Ausland registriert.
Deren Krankschreibungen sind aber rechtlich genauso gültig wie von einem deutschen Arzt, da das Gesetz nur eine „ärztliche Bescheinigung“ fordert, also ohne Beschränkung auf den Ort der Arztzulassung (§ 5 Absatz 1, Satz 2 EntgFG).
Zur Aufklärung Deines Arbeitgebers sende ihm gern unser Info-Schreiben. Zudem gibt es vereinzelt Gerichte, die im Streitfall den Beweiswert einer AU mit Videochat viel höher bewerten, da sie behaupten, die Videochat-Pflicht für Kassenärzte gelte auch für Privatärzte.